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Guter Beitrag? 

 

 TEST 

 

CoD: Modern Warfare 2

Schlägt ein wie eine Atombombe...

Stillgestanden, meine Herren! Freut mich, dass Sie der Taskforce 141 beitreten. Dass Sie es bis hierher geschafft haben, ist keine Selbstverständlichkeit. Sie sind für dieses Programm auserwählt worden, weil Sie sich in unzähligen Schlachten bewährt haben. Zuletzt in Afghanistan. Wir brauchen hier keine Teetrinker und Däumchendreher. Damit Ihnen ein für allemal klar wird, auf was Sie sich hier einlassen, präsentiere ich Ihnen nun zunächst Audio-Schnipsel aus der Missionsbesprechung und anschließend einen Videomitschnitt der letzten Mission Ihrer zukünftigen Kollegen. Auch ich habe daran teilgenommen, werde Ihnen also zwischendrin immer kurze Hinweise geben, damit die Zusammenhänge klar werden. Und zur Erinnerung: alles, was Sie gleich sehen und hören, unterliegt der höchsten Geheimhaltungsstufe. Verbreitung der Informationen wird mit schärfsten Disziplinarstrafen geahndet. Ab jetzt bitte ich um absolute Ruhe!
Audio-Mitschnitt 1
General Shepard: »Freut mich, dass Sie es heil aus Südamerika geschafft haben. Sie treffen sich mit der 6. Flotte, um den Gegenangriff zu leiten. Wir vermuten, dass Zielperson 627 die Ursache dafür ist, dass Makarov kürzlich dieses Schlammassel angerichtet hat. Leider können wir 627 bisher nicht dingfest machen.« Zur Erinnerung, meine Herren: Am Flughafen von Moskau töteten Makarov und eine Gruppe von Terroristen hunderte unschuldige Zivilisten, mähten sie mit ihren großkalibrigen Schnellfeuerwaffen wie Grashalme nieder. Das schlimmste Blutbad, dass je an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt angerichtet wurde. Nun, Sie alle wissen, wie die Russen reagiert haben, als der vermeintliche Drahtzieher tot aufgefunden wurde. Aber hören Sie weiter...

Captain Mac Tavish: »Was hat das mit den Ölbohrinseln zu tun, die hier im Display angezeigt werden?« Shepard: »Die Russen nutzen sie als Flugabwehrstellungen. Die Arbeiter werden als menschliche Schutzschilde missbraucht. Wir können die Dinger also nicht einfach in die Luft jagen, um uns zum Aufenthaltsort der Zielperson vorzuarbeiten. Männer, ich weiß, dass ich euch hier wortwörtlich in den Fleischwolf schicke...«

Meine Herren, nun der Videomitschnitt der verdeckten Operation. [Video startet] Um kein Aufsehen zu erregen, entschlossen wir uns, die Bohrinsel Vikhorevka 36 vom Wasser aus zu infiltrieren, genauer gesagt mit Mini U-Booten, abgeschossen aus den Torpedoschächten der USS Chicago und der USS Dallas. Vier Leute pro Team, alle ausgerüstet mit schallgedämpften Waffen und Semtex-Platten, um versiegelte Türen aufzusprengen. Startzeit der Mission: 05:48 Uhr und 35 Sekunden. Erstes Ziel: Die Wachen auf Höhe des Wasserlevels. Mac Tavish: »In Position. Am Besten, wir nehmen sie uns gemeinsam vor!«. Wie Sie sehen, hat lautloses Vorgehen oberste Priorität. Daher schwimmen Mac Tavish und ich in dieser Szene zunächst auch so nah wie möglich an die Wachen heran, zerren sie mit voller Wucht und – ganz wichtig – zur gleichen Zeit ins Wasser und rammen ihnen schließlich ein Messer in die Kehle. Keiner darf die Möglichkeit haben, irgendwie Alarm zu schlagen! Mac Tavish: »Zwei Tangos in Sektion Eins Alpha erledigt. Arbeiten uns nun hoch zu Sektion zwei. Leute, verhaltet euch ruhig.« Ghost: »Sichtkontakt bei der Reling«. Tavish: »Angriff genehmigt, jedoch nur mit gedämpften Waffen.« Sehen Sie meine Herren, so machen wir das hier bei der 141: Ich eliminiere das Ziel durch einen gezielten Kopfschuss, dann positioniert sich das Team in geduckter Haltung direkt neben die Türen des Raums, in dem die erste Gruppe gekidnappter Bohrinsel-Arbeiter gesichtet wurde.
Ganz wichtig: Lassen Sie sich in solchen Situationen nicht vom Geplapper der Kidnapper ablenken. Konzentrieren Sie sich voll auf ihren Job. Beobachten Sie einfach mal mich in dieser Szene: Ich sprenge die Tür, fokussiere nacheinander jeden Kidnapper und drücke eiskalt ab. Da hilft es natürlich, Schockmomente wie Explosionen, zu nutzen. Und auch wenn kein Tango umherschwirrt, heißt es, immer die Augen offen halten. Und bloß nicht in den Lichtkegel des feindlichen Heli-Suchscheinwerfers treten. So ein fliegendes Mistvieh hätte uns nämlich knapp fünf Minuten später mit seiner Gatling sprichwörtlich die Schädel abrasiert. [Einige Minuten vergehen] Genau, jetzt kommt die Stelle, die erklärt, warum die bis dahin nichts ahnenden Russen plötzlich eine Heli auf uns scheuchten. Wie eben gezeigt, hatten wir die zweite Arbeitergruppe gerade befreit, als Mac Tavish plötzlich anordnet, die Leichen der Kidnapper mit Sprengsätzen zu präparieren und anschließend in sicherer Entfernung hinter einer Holzpalette auszuharren. Mac Tavish: »Da ist die Patrouille. Abwarten bis sie die Leichen gefunden haben... Noch nicht... Noch nicht... Jetzt! Plan B, tu es!« Wie Sie sehen, reißt die Explosion den halben Wachtruppe in Stücke. [Band wird pausiert] Der Rest war – bis auf den höchst garstigen Heli – ein Kinderspiel: Die Tangos auf dem Oberdeck haben in ihrer völligen Verzweiflung sogar überall Rauchgranaten hochgehen lassen und gehofft, die miserable Sicht würde uns ins Schussfeld ihrer Wärmesichtwaffen laufen lassen. Pustekuchen! Wir waren vorbereitet und führten unsererseits diese Waffen auch mit. War ein ziemliches Massaker. Aber wir haben ihnen gehörig in den Arsch getreten.
Seinen Sie trotzdem vorgewarnt: Denn für einen Job bei der 141 brauchen Sie Nerven wie Stahlseile und einen guten Magen. Ihr Testament können Sie auch schon mal aufsetzen – nur für den Fall der Fälle. Und am Besten die Adresse Ihrer Mutter gleich noch mit beilegen. Überleben Sie den Krieg da draußen aber, winken Ruhm und Ehre auf Lebenszeit. Ende Bericht.
Zur Sache
Beginn Test. Klare Sache: »Modern Warfare 2« setzt erneut auf spannungsgeladene Action ohne Kompromisse, und bettet alles in den Rahmen einer Hollywood-reifen, mit viel Patriotismus erzählten Story. Eine Story, die fünf Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils einsetzt und den Spieler ganz Serien-typisch in die Rolle von drei verschiedenen Protagonisten schlüpfen lässt. Leider auch eine Story, die für Nicht-Kenner des Vorgängerspiels, etliche Fragen offen lässt. Alles beginnt mit Joseph Allen, einem Gefreiten des 75. US-Ranger Regiments. Stationiert in einer Basis in Afghanistan dauert es keine zehn Minuten bis Befehlshaber Shepard zum ersten Angriff gegen Aufständische in einem benachbarten Städtchen bläst. Einmal dort angekommen, bricht die Hölle los und der Spieler weiß sofort: das hier kann nur »Call of Duty« sein. Verwundete schleppen sich in den Armen ihrer Kollegen über einen soeben errichteten Brückenkopf, während motorisierte Nachschubtruppen bereits auf ihren Marschbefehl warten. Auch die Luftwaffe mischt mit, äschert gleich mehrere Häuserblocks der Rebellen-Hochburg effektvoll ein, begleitet von einer selbst im Controller spürbaren Druckwelle und den Jubelrufen des Squads. Dann Aufbruch per Humvee in den Hexenkessel: Zunächst als MG-Schütze, dann als Infanterist. Wie gewohnt wechseln sich die Fußmärsche mit Fahrzeug-Abschnitten durch, dann darf man entweder selbst ein Gefährt steuern oder als Bordschütze einsteigen. Im Angebot sind Schneemobile und Schnellboote, außerdem hat man zeitweise Befehlsgewalt über das Waffenarsenal von Drohnen und mobilen Truppentransportern.
Handwerkliches
Die Steuerung? Unverändert in ihrer Tastenbelegung und dank flüssigem Grafikaufbau mit 60 Bildern pro Sekunde präzise wie ein Schweizer Uhrwerk. Echte Gameplay-Innovationen? Muss man mit der Lupe suchen. Hier darf mal ein Standgeschütz strategisch geschickt auf einem Dach positioniert werden, dort die Fallhöhe bei einer Abseilaktion selbst bestimmt werden – solche Sachen eben. Im Kern bleibt’s ein »Call of Duty«, gleichwohl bereinigt um ein zentrales Problem: Die KI schickt nicht länger eine unendliche Anzahl Gegner aufs Schlachtfeld. In Vorgängerspielen stoppt dieser Mechanismus erst, wenn man eine bestimmte Linie überschritt, jetzt reicht es oft, mehrere Minuten durchzuhalten, bis die Gegnerflut im aktuellen Sektor zum Erliegen kommt. Doch solche Details fallen erst viel später im Spiel bewusst auf, denn wieder ist es die zum Schneiden dicke Atmosphäre, die hier die erste Geige spielt – begleitet von Gefühlen der Neugierde, aber auch der Abscheu. Speziell der Flughafen-Abschnitt dürfte noch für Schlagzeilen sorgen. Als Undercover-Agent wird dem Spieler dort die Aufgabe zuteil, an der Seite von Terror-Pate Makarov den Moskauer Flughafen in ein Schlachtfeld zu verwandelt. Wer´s richtig hart braucht, darf in der uns zum Test vorliegenden US-Fassung bewusst das Feuer auf Zivilisten eröffnen. Dabei ist es egal, ob man sich an dem Massaker beteiligen will oder nicht, denn die Terroristen feuern in jedem Fall – auch in der deutschen Fassung. Da allerdings verhindert die Software Gewissensbisse: Sobald man selbst einen Zivilisten beschießt, heißt es sofort Game Over. Eine sinnvolle und salomonische Lösung, finden wir – die im Sinn des guten Geschmacks auch dem US-Original prima anstehen würde. Komplett abschalten lässt sich diese Sequenz übrigens in beiden Fassungen – ohne Einbußen bei Erfolgen und ähnlichem.
Der gezeigte Grad an Brutalität geht freilich auch an anderen Stellen unter die Haut: Da robben Opfer schon mal schwer verwundet über den Boden, ziehen eine rote Blutspur hinter sich her. Tritt der Tod ein, breitet sich ein Blutlache aus – heftig. Trotzdem: als Storyelement funktioniert das Ganze. Denn man wird, wenn auch mit der Haudrauf-Methode, emotional wachgerüttelt. Man beginnt, sich Gedanken darüber zu machen, ob das was da passiert, seine Richtigkeit hat. Einige werden vermutlich den Controller für eine Weile zur Seite legen müssen. Leider zieht Infinity Ward dieses So-sieht-Krieg-nun-mal-aus-Konzept nicht bis zum bitteren Ende durch, sondern entwertet es durch übertrieben heroische beziehungsweise patriotische Darstellungen, die sich stellenweise nicht recht einfügen wollen. Dennoch: In seiner Gesamtheit trifft »Modern Warfare 2« den Nerv und entpuppt sich atmosphärisch, technisch und in Sachen Mehrspieler-Modus als wahrer Abräumer. Sollte in keinem Shooter-Regal fehlen.
Mehrspieler?
Der Mehrspieler-Modus von »Modern Warfare 2« lässt sich am besten mit den Phasen einer knisternden Beziehung beschreiben. Phase 1: Irgendwie sticht der andere aus der Masse hervor, denn er hat was Interessantes an sich. Im Fall von »Modern Warfare 2« sind’s zunächst die verschiedenen Klassen sowie die sehr abwechslungsreichen Karten und Spielmodi. Phase 2: Man will mehr Zeit miteinander verbringen, sich näher kennenlernen. Hauptgrund in diesem Fall: Das faszinierende Erfahrungspunktesystem, das jeden Treffer, jede gelaufene Meile, jede geworfene Granate, einfach jedes Detail in der Spielweise auswertet und den Spieler kontinuierlich für seine Leistungen mit neue Fähigkeiten, Waffen und vielem mehr belohnt. Phase 3: Könnte ein langfristiger Lebensabschnittspartner werden! Warum?

Nun, es gibt stets Neues zu entdecken. Außerdem fesselt der Spec-Ops-Modus nicht nur im Koop sondern auch alleine. Ausführliche Eindrücke zu allen Modi im nächsten Heft, inklusive Clan-Meinungen, die wir in Kürze auf www.ps3m.de einholen.
Sergant Siemens, Sönke - Over and out
Ausgabe:01/10
weiter PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
weiter PS3 Test Street Fighter X Tekken
weiter PS3 Test F1 2011

KOMMENTARE:

Ericktion
Nach MW2 habe ich mir eigentlich ein wenig mehr erwartet. Der Singleplayer ist ganz klar ein wirkliches Actionbrett. Da kann man nicht meckern. Aber der Online Mode hat mich schon einige graue Haare gekostet. ...Hostwechsel, anschließend Spielabrruch...Verbindung unterbrochen....kann Party nicht beitreten.... Argh, sehr ärgerlich, hoffe, dass der angekündigte Patch Besserung bringt. Ca. 50 % der begonnnen Spiele konnte ich bis dato nicht beenden. Schade!
(13.11.10 11:53 Uhr)
Diar!!s
Ein Meisterwerk wie in einem Hollywood film.
Exzellent.einfach nur geil.
(07.04.10 20:44 Uhr)
Basti1980
Die Story wirkt auf mich wie ein geflickter Teppich, bei dem der rote Faden verloren gegangen ist. Gute Ideen stecken drin - technisch ist das Werk perfekt umgesetzt. Nach der kurzen Spielzeit bleibt für den Einzelspieler aber die Frage ob das wirklich alles war (so ging es mir).
Ich erwarte von Battlefield Bad Company 2 mehr Charakter und eine bessere Unterhaltung als hier, da mir selbst der erste Teil storytechnisch besser als MW2 gefallen hat.
(23.02.10 11:43 Uhr)
Newton94
Die goldene Spitze der Ego-Shooter,online sowie offline ein Meisterwerk.
(02.02.10 12:20 Uhr)
FaceHeim
Das beste Ego-Shooter Spiel überhaupt! Hab noch nie so eine fesselnde und stimmige Story in einem Shooter erlebt. Ich möchte gar nicht aufhören das Spiel zu spielen!
(10.11.09 22:12 Uhr)
PS3M sagt:
Grafik _____________

60 Bilder pro Sekunde, viele Staun-Momente, tolle Kameraperspektiven

9
Sound _____________

Hans Zimmer und die Effekte-Leute haben großartiges geleistet

9
Steuerung __________

Gute Einführung, leicht erlernt, praktische Zielhilfe – top!

9

URTEIL 9.1/10

 

Leserwertung:
Grafik _____________ 8
Sound _____________ 8
Steuerung __________ 8

URTEIL 8.3 /10

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AUF EINEN BLICK __

EAN:

Publisher

Entwickler

Preis ab 60 Euro

Genre Ego-Shooter

Spieler 1 - 18

PSN Ja

USK-Freigabe ab 18 Jahren

 

KURZ UND KNAPP __

Ego-Shooter nach bester Hollywood-Manier, aufgepeppt mit tollen Mehrspieler-Möglichkeiten.

FAQ

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