TEST
Rayman Origins
Lachmuskeln erschlafft? Spiel das hier!
Vier glorreiche Halunken
Mütterchen Zombie hat es satt. Eigentlich wollte sie im Wurzelwerk des schnarchenden Baumes ihren Ruhestand genießen. Hier ein bisschen Unkraut gießen, dort den kahlen Kopf ihres verstorbenen Gatten abstauben… Nun haben es sich aber in der Krone des Baumes vier nervtötende Jungspunde gemütlich gemacht, die den ganzen Tag nur futtern, herumtollen und einen Lärm veranstalten, dass selbst das Abschalten des Hörgerätes nichts bringt: der gliederlose Propellerkopf Rayman, sein blauer, froschartiger Freund Globox und der Kleinling-König samt Untertan. Irgendwann dreht die alte Schachtel also am Rad und schickt in einem Tobsuchtsanfall alles an die Oberfläche, was die Unterwelt hergibt: fiese Fledermäuse, übernervöse Kugelfische, Feuer speiende Drachenköche, gefräßige Piranhas und mehr. Eine willkommene Abwechslung für Rayman und Co., die jetzt endlich einen Grund haben, ihre Dauersiesta zu unterbrechen: die ungeliebten Besucher zur tattrigen Leichenlady zurückschicken.

Und – meine Güte! Die Zombie-Oma hat ganze Arbeit geleistet und die Fieslinge über die halbe Welt verstreut. Genauer gesagt in alle sieben Areale dieses Jump’n’Runs mit seinen über 60 Levels, darunter das luftige Didgeridoo-Land oder das bezaubernde Unterwassergebiet. Zu allem Überfluss haben die Monster auch noch die sexy Nymphen Betilla, Edith, Holly, Annetta und Helena gefangengenommen. Eine Zwickmühle, denn nur mit deren Hilfe können Rayman und seine Freunde neue, lebenswichtige Fähigkeiten erlernen. Deshalb geht’s zu Anfang völlig ohne Spezialmanöver in die erste handgezeichnete 2D-Spielwelt, einen Dschungel. Im Hintergrund blühen prächtige exotische Pflanzen, Lianen wiegen sich im Wind, Wasser plätschert eindrucksvoll moosbewachsene Hänge hinab. Was für ein Farbrausch! Und doch nimmt man ihn beim rasanten Tempo des Games gar nicht immer gebührend wahr. Denn wenn Rayman allein oder mit ein bis drei Kumpels in bestem Retro-2D-Stil von links nach rechts über den Bildschirm pestert, weiß man gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. Auf die Horde Zombie-Bauern mit Pieken in der Hand, die Rayman mit einem gezielten Tritt blasoniert – also in platzende Seifenblasen verwandelt? Auf die überall einsammelbaren Electoons, die neue Gebiete, Spielfiguren und Boni freischalten? Oder doch lieber die Augen offen halten nach möglichen Geheimverstecken hinter Schlingpflanzen, über den Wolken und unter dem Wasser? Fakt ist: Pro Level gibt es so derbe viel Zeug zu entdecken, dass ein Durchgang allein lange nicht alle Geheimnisse zu Tage fördert. Das liegt auch daran, dass manche Welten den Spielern eine gehörige Portion Geschick abverlangen. Jump-and-Run-Kenner dürften sich ausreichend gefordert fühlen, Neulinge wird der knackige, nicht verstellbare Schwierigkeitsgrad jedoch anfangs frusten. Allerdings nur so lange, bis sie dank der sehr guten Steuerung doch Erfolge verzeichnen können. Flutscht man zu Beginn noch dann und wann über Abgründe, versemmelt den Sprung auf die rettenden Cocktailschirmchen und piekst sich an böse positionierten Deckenstacheln, geht nach kurzer Zeit alles geschmeidig von der Hand. Auch, wenn die Kamera in großen Levels stellenweise so weit vom Geschehen wegzoomt, dass die Teilnehmer schon sehr dicht vor der Mattscheibe hocken müssen, um ihre Spielfigur in all dem Gewusel weiterhin zu erkennen. Das Tempo kommt mit der Zeit von ganz allein. Wie aus einem Guss sieht es dann bald aus, wenn Rayman bäuchlings auf Eisschollen gleitet, im nächsten Moment abspringt, durch die Luft wirbelt, unterwegs ein paar fiese Vögel ausschaltet, nach einem schwingenden Seil greift, sich zur nächsten Steilwand wuchtet und in einem Zick-Zack-Mauersprung die nächste Ebene erreicht. Höchste Konzentration vorausgesetzt.

Spaß macht es aber immer, gerade wegen der tollen Animationen im besten Nickelodeon-Zeichentrick-Stil. Die Gegner ziehen bescheuerte Grimassen, wenn ihnen der Gliederfüßer auf die Birne springt, Zähne fliegen, Speichel schlackert, irrsinnige Kreisch-Geräusche und ziegenartiges Gemeckere ertönen. Albern, überzogen, blödelig und so herrlich unterhaltsam! Für Abwechslung und immer neues Gameplay sorgen außerdem die eingangs erwähnten Spezialfähigkeiten. Hat man eine der üppigen Nymphen aus den Klauen des Bösen befreit, beschenkt sie den Helden zum Dank mit Talenten wie Tiefseetauchen, dem bewährten „Helikopter-Haar“ und einem stärkeren Superklatsche-Angriff. So gewappnet, geht’s freudig gegen die spektakulären, übergroßen Bossgegner: etwa ein gigantisches Tentakelmonster, einen besessenen Gebirgsgolem oder eine fleischfressende Pflanze mit Vorliebe für Gänseblümchen-Saft.
Für eingefleischte Jump-and-Run-Freunde, die auf Konsole ohnehin viel zu selten bedient werden, landet Ubisoft mit „Rayman Origins“ einen Volltreffer. Bis auf wenige Mankos zaubert das alberne Abenteuer des namengebenden Helden Groß und Klein ein Dauergrinsen ins Gesicht. Letzteren aber eher beim Zuschauen, wenn die Älteren spielen. Denn Kinder dürften hiermit ob des hohen Schwierigkeitsgrades überfordert sein.

Und – meine Güte! Die Zombie-Oma hat ganze Arbeit geleistet und die Fieslinge über die halbe Welt verstreut. Genauer gesagt in alle sieben Areale dieses Jump’n’Runs mit seinen über 60 Levels, darunter das luftige Didgeridoo-Land oder das bezaubernde Unterwassergebiet. Zu allem Überfluss haben die Monster auch noch die sexy Nymphen Betilla, Edith, Holly, Annetta und Helena gefangengenommen. Eine Zwickmühle, denn nur mit deren Hilfe können Rayman und seine Freunde neue, lebenswichtige Fähigkeiten erlernen. Deshalb geht’s zu Anfang völlig ohne Spezialmanöver in die erste handgezeichnete 2D-Spielwelt, einen Dschungel. Im Hintergrund blühen prächtige exotische Pflanzen, Lianen wiegen sich im Wind, Wasser plätschert eindrucksvoll moosbewachsene Hänge hinab. Was für ein Farbrausch! Und doch nimmt man ihn beim rasanten Tempo des Games gar nicht immer gebührend wahr. Denn wenn Rayman allein oder mit ein bis drei Kumpels in bestem Retro-2D-Stil von links nach rechts über den Bildschirm pestert, weiß man gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. Auf die Horde Zombie-Bauern mit Pieken in der Hand, die Rayman mit einem gezielten Tritt blasoniert – also in platzende Seifenblasen verwandelt? Auf die überall einsammelbaren Electoons, die neue Gebiete, Spielfiguren und Boni freischalten? Oder doch lieber die Augen offen halten nach möglichen Geheimverstecken hinter Schlingpflanzen, über den Wolken und unter dem Wasser? Fakt ist: Pro Level gibt es so derbe viel Zeug zu entdecken, dass ein Durchgang allein lange nicht alle Geheimnisse zu Tage fördert. Das liegt auch daran, dass manche Welten den Spielern eine gehörige Portion Geschick abverlangen. Jump-and-Run-Kenner dürften sich ausreichend gefordert fühlen, Neulinge wird der knackige, nicht verstellbare Schwierigkeitsgrad jedoch anfangs frusten. Allerdings nur so lange, bis sie dank der sehr guten Steuerung doch Erfolge verzeichnen können. Flutscht man zu Beginn noch dann und wann über Abgründe, versemmelt den Sprung auf die rettenden Cocktailschirmchen und piekst sich an böse positionierten Deckenstacheln, geht nach kurzer Zeit alles geschmeidig von der Hand. Auch, wenn die Kamera in großen Levels stellenweise so weit vom Geschehen wegzoomt, dass die Teilnehmer schon sehr dicht vor der Mattscheibe hocken müssen, um ihre Spielfigur in all dem Gewusel weiterhin zu erkennen. Das Tempo kommt mit der Zeit von ganz allein. Wie aus einem Guss sieht es dann bald aus, wenn Rayman bäuchlings auf Eisschollen gleitet, im nächsten Moment abspringt, durch die Luft wirbelt, unterwegs ein paar fiese Vögel ausschaltet, nach einem schwingenden Seil greift, sich zur nächsten Steilwand wuchtet und in einem Zick-Zack-Mauersprung die nächste Ebene erreicht. Höchste Konzentration vorausgesetzt.

Spaß macht es aber immer, gerade wegen der tollen Animationen im besten Nickelodeon-Zeichentrick-Stil. Die Gegner ziehen bescheuerte Grimassen, wenn ihnen der Gliederfüßer auf die Birne springt, Zähne fliegen, Speichel schlackert, irrsinnige Kreisch-Geräusche und ziegenartiges Gemeckere ertönen. Albern, überzogen, blödelig und so herrlich unterhaltsam! Für Abwechslung und immer neues Gameplay sorgen außerdem die eingangs erwähnten Spezialfähigkeiten. Hat man eine der üppigen Nymphen aus den Klauen des Bösen befreit, beschenkt sie den Helden zum Dank mit Talenten wie Tiefseetauchen, dem bewährten „Helikopter-Haar“ und einem stärkeren Superklatsche-Angriff. So gewappnet, geht’s freudig gegen die spektakulären, übergroßen Bossgegner: etwa ein gigantisches Tentakelmonster, einen besessenen Gebirgsgolem oder eine fleischfressende Pflanze mit Vorliebe für Gänseblümchen-Saft.
Für eingefleischte Jump-and-Run-Freunde, die auf Konsole ohnehin viel zu selten bedient werden, landet Ubisoft mit „Rayman Origins“ einen Volltreffer. Bis auf wenige Mankos zaubert das alberne Abenteuer des namengebenden Helden Groß und Klein ein Dauergrinsen ins Gesicht. Letzteren aber eher beim Zuschauen, wenn die Älteren spielen. Denn Kinder dürften hiermit ob des hohen Schwierigkeitsgrades überfordert sein.
Ausgabe:Dezember 2011
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
PS3 Test Street Fighter X Tekken PS3M sagt:
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 9 |
| Sound _____________ | 8 |
| Steuerung __________ | 9 |
URTEIL 9.3 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Ubisoft
Entwickler Ubisoft Montpellier
Preis ab 60 Euro
Genre Jump 'n' Run
Spieler 1 - 4
PSN nein
USK-Freigabe ab 6 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Toller neuer Ableger der "Rayman"-Serie mit fantastischer Retro-2D-Optik.

