Suche
Login

Artikel bewerten

Artikel kommentieren

Guter Beitrag? 

 

 PREVIEW 

 

Killzone 3

Auf Tuchfühlung mit dem Mehrspieler-Modus.

Citius, altius, fortius! Zu Deutsch: schneller, höher, weiter! Dieses lateinische Sprichwort haben sich die holländischen Entwickler von Guerilla Games zu Herzen genommen, um die Fortsetzung des Playstation-3-Actionfeuerwerks durch die Einbindung von zahlreichen neuen Features generalzuüberholen. Und das nur eineinhalb Jahre nach Erscheinen des skandalträchtigen Sequels »Killzone 2«, das noch im Jahre 2008 auf der US-Spielemesse E3 seinen Erstauftritt feierte – man erinnere sich an die Videos einer vermeintlichen Echtzeit-Sequenz, die sich dann doch nicht als solche herausstelle. Aus den Fehlern der Vergangenheit hat man glücklicherweise gelernt und Teil Drei vom Start weg in spielbarer Form präsentiert. Die Einzelspieler-Kampagne pünktlich zur E3 2010 und nun, anlässlich zur Gamescom, den Mehrspieler-Modus. Das Ergebnis: Die Holländer waren mit ihrem Latein offenbar noch lange nicht am Ende und haben den eingangs erwähnten Worten Taten folgen lassen. Dafür, dass es tatsächlich schneller, höher und weiter zugeht, sorgen speziell zwei Dinge. Zum einen das Jetpack, mit dessen Hilfe man zügig luftige Höhen erreicht und die Konfrontation einfach mal aus einem anderen Blickwinkel suchen kann. Zum anderen das ebenfalls brandneue mechanische Exoskelett, welches als schnelles Fortbewegungsmittel dient und, nebenbei bemerkt, dank Raketenwerfer und Minigun ziemlich durchschlagskräftig daherkommt.


Insgesamt wirkt neben der direkter reagierenden Steuerung diesmal die gesamte Spielmechanik wesentlich schneller. Musste man beim Vorgänger zuweilen noch taktisch und bedacht agieren, drängt sich bei »Killzone 3« vor allem im Mehrspieler-Modus tendenziell eine angriffslustige Haltung auf. Hintergrund für die leichte Verschiebung weg vom vorsichtigen Vorantasten, hin zum kompromisslosen Actiontitel ist ein neuer Ansatz, den die Entwickler immer wieder betonen. Die neue Maxime: »Jeder soll mit Killzone 3 Spaß haben können«. Auf ihre Kosten kommen also sowohl die ruhigen, weniger erfahrenen Taktiker, die auch gerne mal ihre Zelte irgendwo aufschlagen als auch die abgebrühten Frontschweine, die das wilde Gefecht suchen und denen gar nicht genug Kugeln um die Ohren fliegen können. Zwar stellt sich »Killzone 3« breiter auf, was die angesprochenen Zielgruppen und deren Spielstärken anbelangt. Im gleichen Atemzug legen die Macher aber auch großen Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit. So können Clans endlich wieder mit einem umfangreichen Ingame-Clan-Support rechnen, sowie mit einem neuen Turnier-System. Auch wird es clanspezifische Auszeichnungen geben, die den einzelnen Teams zusätzliche Anreize für eine aktive Teilnahme am Turnierleben bieten sollen. Überhaupt wird das Teamplay besonders ermutigt: Squads spielen jetzt eine essenzielle Rolle, hinzu kommen kleinere Features, die ein effektiveres Zusammenspiel ermöglichen sollen. Zum Beispiel kann man neuerdings einzelnen Teamkollegen eine bestimmte Priorität im Headset zuzuordnen. Auch werden bestimmte Spieler aus den eigenen Reihen innerhalb der Bildschirmanzeigen nun zusätzlich kenntlich gemacht. Für das Unlock-System gilt nach wie vor: Erfahrungspunkte sammeln, in der Rangliste aufsteigen und Punkte gegen Ausrüstungsgegenstände, Waffen und Fähigkeiten einlösen. Als kleinen Leckerbissen gibt es die neuen Squad-Belohnungen, die bei bestimmten Aktionen freigeschaltet werden und Teamplayer besonders belohnen sollen. Bestraft werden hingegen all jene Spieler, die sich absetzen und alleine durchkämpfen. Denen kann es passieren, dass sie plötzlich von hinten angegriffen und Opfer der neuen, relativ blutrünstigen Nahkampfattacken werden: Die Palette reicht von ausgedrückten oder ausgestochenen Augen, über aufgeschlitzte Kehlen, bis hin zu tief im Nacken steckenden Messern. Rückendeckung liefern im Zweifelsfall die stark verbesserten Bots, die sich tatsächlich intelligenter benehmen als noch im Prequel und ein gewisses taktisches Verständnis an den Tag legen.



Die bereits im Vorgängerspiel vorhandenen Level-Ereignisse wurden von den Fans besonders gelobt und sollen daher auch hier maßgeblich Einfluss auf den Ausgang der Mehrspieler-Partien haben: Toxisches Gas etwa versperrt den Zugang zu bestimmten Gebieten, satellitengesteuertes Geschützfeuer verändert bestimmte Levelbereiche, während die brandneuen EMP-Schläge alle Jetpacks im Level abstürzen lassen. All diese Ereignisse werden vom Spieler aktiviert und sorgen für spannende Wendungen im Spielverlauf. Gänzlich neu sind die sogenannten Spotlights: die »Fünf Sekunden Ruhm« stellen besonders auffällige Spieler cineastisch inszeniert ins Rampenlicht, während sie ein alles entscheidendes Ereignis auslösen oder einen besonders bemerkenswerten Abschuss hinlegen. Wirft man nun noch die beiden neuen Spielmodi »Operations« – im Team Aufgaben lösen – und »Guerilla Warfare« – eine taktische Deathmatch-Variante – in die Waagschale, bleibt eine rundum verbesserte Mehrspieler-Erfahrung, die Unterhaltung für Monate verspricht.
weiter Vorschau Killzone 2 - PS3
weiter PS3 Preview Splinter Cell: Blacklist
weiter PS3 Preview Persona 4 Arena

KOMMENTARE:

Hulkamaniac1
Das wird ganz sicher eines der Topspiele 2011.
(24.12.10 12:53 Uhr)
PS3M sagt:

Auch im Mehrspieler-Modus ganz groß! Starke Optik trifft auf sinnvolle Gameplay-Neuerungen und eine verbesserte Bot-KI.

Wertungstipp___8.5/10
Leserwertung__9.75/10

Um eine Wertung abzugeben musst Du angemeldet sein.

AUF EINEN BLICK___

EAN:

Publisher Sony
Entwickler Guerilla Games
Preis
Genre Ego-Shooter
Spieler 1-unbekannt
PSN ja
USK-Freigabe

KURZ UND KNAPP___

Visari ist geschlagen, der Krieg gegen die Helghast jedoch noch lange nicht gewonnen!

DAS STECKT DRIN___

© Airmotion Games Verlags GmbH 2009 - alle Rechte vorbehalten.

www.ps3m.de   www.360-live.de