Pleiten, Pech und Videospiele: das Games-Jahr 2011
Pleiten, Pech und Videospiele: Selten war ein Jahr für die Games-Branche so von Höhen und Tiefen geprägt, wie 2011. Schädliche Hackangriffe, schlechte Verkaufszahlen und selbst das Erdbeben in Japan überdecken die zahlreichen Highlights im Land der Pixel und Polygone. Und doch gibt's viel Positives...
Weiße Weihnachten und entspanntes Neujahr stimmten auf einen positiven Start für das frische Jahr 2011. Doch schon in der ersten Neujahrwoche muss Sony einen kräftigen Schlag in die Magengrube einstecken: Hacker veröffentlichen die erste modifizierte Systemsoftware für die Playstation 3. Die einst für unknackbar erklärte und damit Raubkopien-sichere Konsole ist nun für selbst geschriebene Programme offen. Nur wenigen Tage dauert es, bis erste Spielkopien im Internet liegen und für jedermann zugänglich sind.
Überschattet von diesem Ereignis und Sonys Kampf gegen Raubkopierer, hält der japanische Hersteller Ende Januar 2011 jedoch auch eine freudige Nachricht bereit: Der PSP-Nachfolger ist offiziell - Codename: "Next Generation Portable", kurz "NGP". Der schwarze Handheld ist wahrlich ein Kraftpaket und schrumpft die Leistung der Playstation 3 ins Taschenformat. Die Spielgemeinde ist entzückt, vor allem die weltweit geplante Veröffentlichung Ende 2011 findet Anklang. Doch dem macht das Tohoku-Erdbeben am 11. März einen Strich durch die Rechnung. Nun ist der mittlerweile offiziell als "PS Vita" betitelte Taschenspieler am 17. Dezember in Japan erschienen, in Europa erst am 22. Februar 2012.
Auch "Super Mario Bros."-Erfinder Nintendo hat 2011 mit Problemen im mobilen Sektor zu kämpfen. Zwar meldet der Hersteller, dass der Nintendo 3DS in einigen Ländern doppelt so viele Vorbestellungen wie die Nintendo Wii erhält. Doch bereits kurz nach Verkaufsstart häufen sich die Beschwerden über das stereoskopische 3D. Vor allem über Augenmüdigkeit und Kopfschmerzen klagen viele Spieler und geben ihren Handheld zurück zum Händler. Die Folge: Bis August schwebt die 250-Euro-Konsole deutlich unter den Verkaufserwartungen. Erst die Preissenkung auf rund 170 Euro im August bringt den erhofften Aufschwung.
Das wohl dunkelste Kapitel im Gamesjahr 2011 sollte Ende April aufgeschlagen werden: Findige Hacker haben sich Zugriff auf Sonys Server verschafft und können über 75 Millionen Nutzerdaten abziehen; Namen, Adressen und sogar Kreditkarteninformationen werden gestohlen. Der bislang größte Hackangriff in der Geschichte des Herstellers ist ein Desaster sowohl für Industrie als auch Spieler. Die Folge: Sony stellt das Playstation Network ab; sämtliche Online-Dienste für Playstation 3 und PSP werden deaktiviert. Erst zwei ganze Monate später bringt der "Walkman"-Erfinder nach umfangreichen Sicherheitsupdates die Server wieder zum Laufen. Als Entschuldigung bekommen Nutzer drei Games und einen Monat Zugang zum Bezahl-Dienst "Playstation Plus" geschenkt.
Neben Sony gerät auch "Sonic"-Schöpfer Sega am 19. Juni 2011 ins Visier der Hacker. Vergleichsweise überschauliche 1,3 Millionen Zugangsdaten wandern in die Hände der Angreifer. Auch Sega sieht sich gezwungen, seinen Online-Service "Sega Pass" für mehrere Wochen zu deaktivieren. Wer genau hinter den Attacken auf Sony und Sega steckt, bleibt bis heute ungeklärt. Die verdächtige Hacker-Gruppierungen "Anonymous" distanziert sich zumindest offiziell von diesem Angriff und verweist auf die Eigeninitiative irgendwelcher Skriptkiddies.
Geprägt von diesem desaströsen Halbjahr, liefert 2011 in der zweiten Hälfte auch viele schöne Dinge. Zum Beispiel macht Entwickler Gearbox aus Dampf Wasser und stellt nach 17 Jahren Entwicklungszeit den Shooter "Duke Nukem Forever" fertig. Das Ergebnis: Zwar stößt der Duke mehrheitlich auf Kritik seitens Presse und Fans, doch befriedigt er alte Hasen allein mit seiner Rückkehr. Und noch eine Nachricht entzückt vor allem deutsche Xbox-360-Spieler...
Kaum jemand hätte damit gerechnet: Microsoft peitscht seinen Exklusiv-Shooter "Gears of War 3" erfolgreich durch die USK-Prüfung. Marcus Fenix und seine Anti-Locust-Gang erhalten im dritten Teil ungeschnitten eine Altersfreigabe "ab 18 Jahren". Damit bekommt auch Deutschland am 20. September den Abschluss einer Trilogie, die hierzulande offiziell mit "Gears 3" ihr Anfang und Ende zugleich findet. Denn beide vorherigen Spielen landeten bei uns auf dem Index und wurden aufgrund fehlender USK-Einstufung offiziell nie hierzulande veröffentlicht.
Das war's auch schon mit den großen Überraschungen des Jahres. Nichtsdestotrotz schlägt der Herbst mit einer Fülle von Blockbuster-Titeln ein, die ihresgleichen sucht. Angefangen mit der Action-Überraschung "Batman: Arkham City" Ende Oktober. Weiter geht's im November mit dem Shooter-Knaller "Call of Duty: Modern Warfare 3", dem Meuchelabenteuer "Assassin's Creed: Revelations", id Softwares Endzeitballerei "Rage", Mehrspielerbombe "Battlefield 3" und dem Rollenspielepos "The Elder Scrolls 5 - Skyrim". Kurz gesagt: So viele Kracher in so kurzer Zeit sprengt sowohl Zeitraum, als auch Geldbeutel der Spieler.
Nicht weniger packend geht's auch 2012 weiter und steigert schon jetzt die Vorfreude: Hersteller Capcom zieht mit den Krachern "Asura's Wrath", "Resident Evil: Operation Raccoon City" und "Dragon's Dogma" im Frühjahr an die Front. Ferner startet Sony mit seiner PS Vita und den mehr als 20 Starttiteln im Februar durch. Ebenfalls beobachtenswert: "Final Fantasy 13-2", "The Darkness 2", "Syndicate", "Silent Hill: Downpour", "Soul Calibur 5" und vieles mehr. Kurzum: 2012 schlägt schon jetzt ein.
Weiße Weihnachten und entspanntes Neujahr stimmten auf einen positiven Start für das frische Jahr 2011. Doch schon in der ersten Neujahrwoche muss Sony einen kräftigen Schlag in die Magengrube einstecken: Hacker veröffentlichen die erste modifizierte Systemsoftware für die Playstation 3. Die einst für unknackbar erklärte und damit Raubkopien-sichere Konsole ist nun für selbst geschriebene Programme offen. Nur wenigen Tage dauert es, bis erste Spielkopien im Internet liegen und für jedermann zugänglich sind.
Überschattet von diesem Ereignis und Sonys Kampf gegen Raubkopierer, hält der japanische Hersteller Ende Januar 2011 jedoch auch eine freudige Nachricht bereit: Der PSP-Nachfolger ist offiziell - Codename: "Next Generation Portable", kurz "NGP". Der schwarze Handheld ist wahrlich ein Kraftpaket und schrumpft die Leistung der Playstation 3 ins Taschenformat. Die Spielgemeinde ist entzückt, vor allem die weltweit geplante Veröffentlichung Ende 2011 findet Anklang. Doch dem macht das Tohoku-Erdbeben am 11. März einen Strich durch die Rechnung. Nun ist der mittlerweile offiziell als "PS Vita" betitelte Taschenspieler am 17. Dezember in Japan erschienen, in Europa erst am 22. Februar 2012.
Auch "Super Mario Bros."-Erfinder Nintendo hat 2011 mit Problemen im mobilen Sektor zu kämpfen. Zwar meldet der Hersteller, dass der Nintendo 3DS in einigen Ländern doppelt so viele Vorbestellungen wie die Nintendo Wii erhält. Doch bereits kurz nach Verkaufsstart häufen sich die Beschwerden über das stereoskopische 3D. Vor allem über Augenmüdigkeit und Kopfschmerzen klagen viele Spieler und geben ihren Handheld zurück zum Händler. Die Folge: Bis August schwebt die 250-Euro-Konsole deutlich unter den Verkaufserwartungen. Erst die Preissenkung auf rund 170 Euro im August bringt den erhofften Aufschwung.
Das wohl dunkelste Kapitel im Gamesjahr 2011 sollte Ende April aufgeschlagen werden: Findige Hacker haben sich Zugriff auf Sonys Server verschafft und können über 75 Millionen Nutzerdaten abziehen; Namen, Adressen und sogar Kreditkarteninformationen werden gestohlen. Der bislang größte Hackangriff in der Geschichte des Herstellers ist ein Desaster sowohl für Industrie als auch Spieler. Die Folge: Sony stellt das Playstation Network ab; sämtliche Online-Dienste für Playstation 3 und PSP werden deaktiviert. Erst zwei ganze Monate später bringt der "Walkman"-Erfinder nach umfangreichen Sicherheitsupdates die Server wieder zum Laufen. Als Entschuldigung bekommen Nutzer drei Games und einen Monat Zugang zum Bezahl-Dienst "Playstation Plus" geschenkt.
Neben Sony gerät auch "Sonic"-Schöpfer Sega am 19. Juni 2011 ins Visier der Hacker. Vergleichsweise überschauliche 1,3 Millionen Zugangsdaten wandern in die Hände der Angreifer. Auch Sega sieht sich gezwungen, seinen Online-Service "Sega Pass" für mehrere Wochen zu deaktivieren. Wer genau hinter den Attacken auf Sony und Sega steckt, bleibt bis heute ungeklärt. Die verdächtige Hacker-Gruppierungen "Anonymous" distanziert sich zumindest offiziell von diesem Angriff und verweist auf die Eigeninitiative irgendwelcher Skriptkiddies.
Geprägt von diesem desaströsen Halbjahr, liefert 2011 in der zweiten Hälfte auch viele schöne Dinge. Zum Beispiel macht Entwickler Gearbox aus Dampf Wasser und stellt nach 17 Jahren Entwicklungszeit den Shooter "Duke Nukem Forever" fertig. Das Ergebnis: Zwar stößt der Duke mehrheitlich auf Kritik seitens Presse und Fans, doch befriedigt er alte Hasen allein mit seiner Rückkehr. Und noch eine Nachricht entzückt vor allem deutsche Xbox-360-Spieler...
Kaum jemand hätte damit gerechnet: Microsoft peitscht seinen Exklusiv-Shooter "Gears of War 3" erfolgreich durch die USK-Prüfung. Marcus Fenix und seine Anti-Locust-Gang erhalten im dritten Teil ungeschnitten eine Altersfreigabe "ab 18 Jahren". Damit bekommt auch Deutschland am 20. September den Abschluss einer Trilogie, die hierzulande offiziell mit "Gears 3" ihr Anfang und Ende zugleich findet. Denn beide vorherigen Spielen landeten bei uns auf dem Index und wurden aufgrund fehlender USK-Einstufung offiziell nie hierzulande veröffentlicht.
Das war's auch schon mit den großen Überraschungen des Jahres. Nichtsdestotrotz schlägt der Herbst mit einer Fülle von Blockbuster-Titeln ein, die ihresgleichen sucht. Angefangen mit der Action-Überraschung "Batman: Arkham City" Ende Oktober. Weiter geht's im November mit dem Shooter-Knaller "Call of Duty: Modern Warfare 3", dem Meuchelabenteuer "Assassin's Creed: Revelations", id Softwares Endzeitballerei "Rage", Mehrspielerbombe "Battlefield 3" und dem Rollenspielepos "The Elder Scrolls 5 - Skyrim". Kurz gesagt: So viele Kracher in so kurzer Zeit sprengt sowohl Zeitraum, als auch Geldbeutel der Spieler.
Nicht weniger packend geht's auch 2012 weiter und steigert schon jetzt die Vorfreude: Hersteller Capcom zieht mit den Krachern "Asura's Wrath", "Resident Evil: Operation Raccoon City" und "Dragon's Dogma" im Frühjahr an die Front. Ferner startet Sony mit seiner PS Vita und den mehr als 20 Starttiteln im Februar durch. Ebenfalls beobachtenswert: "Final Fantasy 13-2", "The Darkness 2", "Syndicate", "Silent Hill: Downpour", "Soul Calibur 5" und vieles mehr. Kurzum: 2012 schlägt schon jetzt ein.





Playstation Vita: Abzocke! Oder?