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Guter Beitrag? 
11.08.2010 11:42 Uhr

Gamescom vor dem Aus?

Quelle: Koelnmesse
Wird die Fachmesse Gamescom abgesagt? Der Inhaber des Messegeländes droht mit Zwangsräumung, sofern es keine Einigung mit der Stadt Köln gäbe. Das berichtet „Welt Online“.

Grund für diese drastische Maßnahme ist - wie so oft - das Geld. Genauer gesagt, geht’s um die jährliche Hallenmiete von 20,7 Millionen Euro, die Geländeinhaber Oppenheim-Esch von der Stadt verlangt. Die Stadtverwaltung hat den Mietvertrag vergangene Woche aufgelöst, nachdem Kölns Oberbürgermeister und Messe-Aufsichtsrat Jürgen Roters die Pacht für zu teuer erachtet hat. Ferner gibt das Branchenmagazin „Gamesindutry.biz“ an, dass die Stadt Köln das Bauvorhaben im Jahre 2004 nicht nach geltendem Recht ausgeschrieben hat und die EU-Kommission daher eine Rückabwicklung bis zum 3. August 2010 fordern.

Folglich war angedacht, Oppenheim-Esch mit dem „Grundstückswert um dem aktuellen Wert der darauf stehenden Hallen“ abzuspeisen, wie Gamesindustry schreibt. Damit sah sich die Inhaber-Gesellschaft aber nicht einverstanden und droht nun mit drastischen Mitteln: „Die Geschäftsführung wurde ermächtigt, jedweden prozessualen Weg zu beschreiten. Dies schließt ausdrücklich den Entzug der Nutzung der Messehallen durch die Kölnmesse ein“, heißt es aus dem Vorstand. Will heißen: Wenn die Stadt nicht zahlt, der Besitzer eine Zwangsräumung des Geländes vollziehen lässt und die Gamescom damit praktisch auf die Straße setzt.

Doch Messe-Sprecher Franko Fischer gibt sich optimistisch: „Die Veranstaltungen sind sicher und wir werden die Gamescom noch erfolgreicher durchführen als im Jahr zuvor“, und plädiert dabei auf das „dringliche Nutzungsrechts“, das der Stadt Köln als Grundbuch-Miteigentümer zusteht.

BIU-Geschäftsführers Olaf Wolters sieht die Sache ebenfalls gelassen: „Wir gehen davon aus, dass sich die Tore der Messe öffnen werden und die gamescom nicht von einstweiligen Maßnahmen betroffen ist. Trotz aller Drohgebärden erwarten wir, dass sich etwaige juristische Scharmützel allenfalls abseits der Gamescom zwischen der Stadt Köln und dem Geländeeigentümer abspielen“, zitiert in Gamesindustry. Außerdem kann Eigentümer Oppenheim-Esch „kein Interesse“ an einer Absage der Messe haben, „da er selbst ein erhebliches Haftungsrisiko trägt, wenn im Nachhinein die Unzulässigkeit von einstweiligen Maßnahmen gerichtlich festgestellt werden würde.“

Somit sollte als die Gamescom pünktlich am 18. August für Fachbesucher, vom 19. bis 22. August dann für alle starten.
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