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Playstation Home Beta

Ersteindruck: Wenn aus Wörtern Polygone werden....

Nach etlichen Server-Problemen, extrem langsamen Downloads und ständigen Verbindungsabbrüchen ist es also endlich da: Sonys „Playstation Home“. Das „Second Life" für die Playstation 3 steht seit gestern Abend jedem Konsolen-Besitzer kostenlos zur Verfügung. Denn mit dieser Open Beta möchten die Japaner den Frontalangriff auf Miis und Xbox-Avatare wagen.

Zu finden ist Sonys virtuelles zu Hause in der Xross-Media-Bar unter „Netzwerk“. Sofern die große Schwarze am Internet hängt, sollte ein neues Symbol mit der Bezeichnung „Playstation Home“ zur Installation einladen. 77 Megabyte wiegt das gute Stück. Klingt wenig, doch die Tücke steckt im Detail. Denn für das komplette „Home“ veranschlagt das Programm nämlich satte drei Gigabyte. Keine Angst, die werden jetzt nicht sofort gezogen. Denn erst wenn neue Gebiete beziehungsweise neue Bereiche und Spiele betretet werden, zieht „Home“ die Daten automatisch – mal 30, mal 60, mal mehr Megabyte; ideal für die kleinen Pausen zwischendurch. Zu Beginn allerdings doch ein bisschen nervig, zumal wirklich alles erst einmal geladen werden muss.
Aber zuerst darf sein virtuelles Alter-Ego erstellt werden. Dabei kann Geschlecht, Figur, Gesicht, Klamotten und sonstiges Gestaltungs-Schnickschnack ausgewählt werden. Momentan sind die Möglichkeiten doch etwas sehr übersichtlich gehalten. Man merkt eben doch, dass „Home“ noch das kleine Anhängsel „Beta“ im Titel hat. Endlich im großen Forum angekommen, tummeln sich die ersten „Homies“ schon im künstlichen Stadtzentrum. Multikulturell geht’s da zur Sache: hier ein „Thank you!“, da ein „¿Qué tal?“, dort ein „trés bon“. Wer jetzt Angst vor etwaige Sprachbarrieren hat, kann aufatmen: Standardwörter wie „noch eine Runde“, „Vielen Dank“ oder „Wie geht es dir?“ kann über eine Liste schnell und einfach ausgewählt werden. Die Mitspieler bekommen dann die analoge Übersetzung auf ihren Bildschirm geknallt. Apropos sprechen: Wer intensive Dialoge mit Freunden und Mitspielern halten möchte, dem raten wir dringlich zu einem USB-Keyboard. Die Eingabe über die Bildschirmtastatur reicht für kurze Sätze, für längere allerdings dauert die Eingabe zu lang für eine flüssige Konversation.

Und an Kontakten mangelt es uns nicht: die mit Männern dominierte Gamerdomäne spiegelt sich auch deutlich in „Home“ wieder. Fast nur männliche Charaktere. Da kommen wir uns als weiblicher Charakter schon sehr… naja, sagen wir mal, Frauen sind was Rares dort. Und da Sonys „virtuelles Leben“ schließlich zum Kontakte knüpfen gedacht ist, stehen schon alsbald mehrere männliche Charaktere um uns herum und belagern uns regelrecht – dicht gefolgt von einem Bombardement von Freundschaftsanfragen. Als wir dann allerdings leider mitteilen, dass wir in Wirklichkeit männlicher Natur sind, verschwinden unsere Mitspieler und ihre Freundschaftsanfragen wieder genau so schnell, wie sie angekommen sind. Tja, wie im richtigen Leben eben.
Noch kurz Erwähnung finden die paar Unterhaltungsspiele wie Bowling, Pool Billard oder Spielhallen-Automaten. Zusammen mit Freunden oder Mitspielern lassen sich diese Langeweile-Killer online Spielen. Die Steuerung ist extrem simpel gehalten, macht dafür auch wirklich Spaß. Die Automaten hingegen lassen sich bis jetzt nur alleine zocken. So auch das minimalistische Puzzle-Spiel „Echochrome“ mit drei Levels. Soll wohl als Werbung gedacht und Lust auf die Vollversion im Playstation Store machen. Und wo wir gerade bei Werbung sind: dass die Kosten für diese Gratis-Plattform reinzuholen, stehen alle zehn virtuelle Meter Webtafeln – manche statisch, manche als Video. Bis jetzt ist neben Sony-Eigensponsoring lediglich ein österreichischer Energy-Drink-Hersteller am Start.

Auf den ersten Blick kann gesagt werden, dass Sony da wirklich etwas Tolles an der Front bereit hält. Auch wenn bis jetzt der Umfang noch ein wenig zu wünschen übrig lässt, steckt in „Playstation Home“ äußerst viel Potential. Das Positive dabei: im Gegensatz zu anderen „Second Life“-Plattformen ist und bleibt „Home“ komplett kostenlos. Lediglich neue Gegenstände, wie Klamotten oder Wohnungseinrichtung, werden auf den Geldbeutel schlagen. Apropos „kaufen“: Die in Spielen fleißig gesammelten Trophäen können hier gegen die virtuelle Währung eingetauscht werden. Damit können im Kaufhaus In-Game-Gegenstände erworben werden. Eine Sinnvolle Lösung, die sich Microsoft mit ihren Gamerpoints auch mal überlegen sollte. Einzig und allein wünschen wir uns noch die Einbindung der PSP. Sowas wie ein Offline-Adventure auf dem Handheld mit seinem eigenen Charakter hätte doch was, oder?
Moritz Wanke
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PS3M sagt:

Der erste Eindruck überzeugt. Mal sehen, was Sony daraus noch so macht.

Wertungstipp___?.?/10
Leserwertung__3.0/10

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AUF EINEN BLICK___

EAN:

Publisher Sony
Entwickler Sony
Preis gratis (Extras kosten)
Genre 3D-Chat
Spieler 1 - Server-Absturz
PSN Ja
USK-Freigabe ab 18 Jahren

KURZ UND KNAPP___

Chatten, spielen, Freunde treffen - die Zukunft der Text-Chats 2.0

DAS STECKT DRIN___

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