PREVIEW
Darksiders
Die Welt geht unter und Moritz Wanke hat Spaß dabei.
Das Ende der Welt ist da! Der jüngste Tag bricht an und mit ihm die Apokalypse. Die sieben Siegel des heiligen Buches sind gebrochen und es kommen vier Reiter, die den Untergang der Erde verkünden. So erzählt es die Offenbarung des Heiligen Johannes, Kapitel 6 im neuen Testament. Ein passender Einstieg für das apokalyptische Third-Person-Action-Spiel »Darksiders«. Bevor das Verderben Anfang Januar über uns kommt, durfte PS3M auf Einladung von THQ und Vigil Games in London knapp fünf Stunden lang Tod und Verderben ausüben. Weltuntergang auf Probe, sozusagen.
In einem Reigen aus Panik, Angst und Hysterie bekämpfen sich die Armeen von Engeln und Dämonen. Mitten in dieser unheiligen Schlacht steht Krieg – der Antiheld, einer der vier apokalyptischen Reiter. Mit seiner roten Kutte, seinem schlohweißen Haar und der stählernen Figur erinnert der Höllenkrieger auf den ersten Blick an einen Magier aus »World of Warcraft«. Die riesige Klinge in seiner rechten Hand lässt allerdings schnell darauf schließen, dass Kriegs Name Programm ist.
God of War lässt grüßen
Nicht konfigurierbar, dafür aber überraschend einfach: die Steuerung. Mit dem linken Analog-Stick wird der Antiheld gelenkt, mit dem rechten die Kamera. Per Kreuz-Taste schwingt er in der angespielten Fassung sein mächtiges Breitschwert. Zehn, zwanzig, dreißig Feinde innerhalb einer Minute sind für den Reiter kein Problem. Das geht zack, zack! Ist ein Gegner angeschlagen, leuchtet die B-Taste über dessen Kopf – ein kleiner Druck, schon zerfetzt es den Gegner in einem blutigen Todesmove. Die L2-Schulteraste visiert Gegner an, woraufhin sich durch Halten der L1-Schulteraste und Drücken von Kreuz, Viereck, Kreis oder Dreieck jeweils eine Spezial-Attacke auslösen lässt, etwa das Heraufbeschwören von tödlichen Stacheln aus dem Asphalt. Für jeden niedergestreckten Feind gibt’s Seelen, weitere finden sich in den überall umherstehenden Truhen. Interessant die Unterschiede der Seelen: Grüne füllen Kriegs Lebensenergie wieder auf, gelbe regenerieren die Kraft der Spezial-Attacken und blaue dienen als Spielwährung. Die lassen sich dann beim Händler Vulgrim, der in jedem Level an einem anderen Ort auftaucht, gegen neue Waffen wie eine Sense oder praktische Objekte wie Lebenstränke eintauschen. Auch frische Schwert-Techniken und Spezialattacken stehen auf der Angebotsliste. Schade nur, dass viele der Gegenstände mächtig Zaster kosten – da heißt es jede Seele zweimal umdrehen, bevor man sie ausgibt. Mit etwas Glück findet man auch eines der seltenen Artefakte, die Vulgrim sofort mit einer Handvoll Seelen vergütet.
In einem Reigen aus Panik, Angst und Hysterie bekämpfen sich die Armeen von Engeln und Dämonen. Mitten in dieser unheiligen Schlacht steht Krieg – der Antiheld, einer der vier apokalyptischen Reiter. Mit seiner roten Kutte, seinem schlohweißen Haar und der stählernen Figur erinnert der Höllenkrieger auf den ersten Blick an einen Magier aus »World of Warcraft«. Die riesige Klinge in seiner rechten Hand lässt allerdings schnell darauf schließen, dass Kriegs Name Programm ist.
God of War lässt grüßen
Nicht konfigurierbar, dafür aber überraschend einfach: die Steuerung. Mit dem linken Analog-Stick wird der Antiheld gelenkt, mit dem rechten die Kamera. Per Kreuz-Taste schwingt er in der angespielten Fassung sein mächtiges Breitschwert. Zehn, zwanzig, dreißig Feinde innerhalb einer Minute sind für den Reiter kein Problem. Das geht zack, zack! Ist ein Gegner angeschlagen, leuchtet die B-Taste über dessen Kopf – ein kleiner Druck, schon zerfetzt es den Gegner in einem blutigen Todesmove. Die L2-Schulteraste visiert Gegner an, woraufhin sich durch Halten der L1-Schulteraste und Drücken von Kreuz, Viereck, Kreis oder Dreieck jeweils eine Spezial-Attacke auslösen lässt, etwa das Heraufbeschwören von tödlichen Stacheln aus dem Asphalt. Für jeden niedergestreckten Feind gibt’s Seelen, weitere finden sich in den überall umherstehenden Truhen. Interessant die Unterschiede der Seelen: Grüne füllen Kriegs Lebensenergie wieder auf, gelbe regenerieren die Kraft der Spezial-Attacken und blaue dienen als Spielwährung. Die lassen sich dann beim Händler Vulgrim, der in jedem Level an einem anderen Ort auftaucht, gegen neue Waffen wie eine Sense oder praktische Objekte wie Lebenstränke eintauschen. Auch frische Schwert-Techniken und Spezialattacken stehen auf der Angebotsliste. Schade nur, dass viele der Gegenstände mächtig Zaster kosten – da heißt es jede Seele zweimal umdrehen, bevor man sie ausgibt. Mit etwas Glück findet man auch eines der seltenen Artefakte, die Vulgrim sofort mit einer Handvoll Seelen vergütet.
Aber nicht nur das Handelssystem erinnert schwer an »God of War«, nein, es gibt tatsächlich etliche Parallelen. Leuchtmarkierungen an Türen und Schaltern haben bereits Kratos den Weg gewiesen. Ebenso ähneln die eigentliche Action, die wuchtigen Bossgegner und das ganze martialische Drumherum an Sonys Götter-Schlacht. Und damit zurück zum Kampf Engel gegen Dämon, zurück zu den großartigen, weil äußerst beeindruckend inszenierten Kämpfen. Denn wenn sich am Ende des ersten Kapitels ein riesiger, bildschirmfüllender Dämon aus der Lava erhebt und angreift, vergisst man Kratos schnell wieder. Aber warum kommt es überhaupt zum Angriff? Wieso wenden sich Kriegs Verbündete plötzlich gegen ihn? Ein Hinterhalt, wie sich schon wenig später offenbart. Doch keine Zeit zum Nachdenken, erst einmal muss Krieg den Riesen ausschalten. Dafür greift sich Krieg mit der Kreis-Taste eines der herumliegenden Autos; visiert mit einem kurzen Druck auf R3 den Schädel an und wirft dem Monster das Vehikel mit der R2-Schulteraste direkt auf die Zwölf. Volltreffer! Das wiederholt Krieg ein paar Mal, schon liegt der Gegner im Staub. Doch zu früh gefreut: Der Dämon rappelt sich auf, greift nach Krieg, zerquetscht ihn, der Bildschirm wird schwarz. Ende?
Wenig Krieg, viel Frieden
Szenenwechsel: Zehn Jahre später erwacht Krieg wieder, befindet sich selbst in der Hölle und schwört Rache an seinen Verrätern. Denn eines ist klar: Das siebte Siegel des Buchs der Apokalypse war nicht gebrochen, der jüngste Tag hätte niemals kommen dürfen. Irgendwas muss passiert sein und Krieg muss nun die Wahrheit herausfinden und die Verantwortlichen zur Strecke bringen. Also zurück in unsere Welt, die mittlerweile von abscheulichen Kreaturen wie Schimären, Zyklopen oder Höllenrittern beherrscht wird. In einer offenen Spielwelt macht sich Krieg auf die Suche nach anderen Dämonenfürsten und Göttern, wie zum Beispiel die Göttin des Meeres Tiamat, um seine Rache zu vollstrecken. Auf dem Weg dahin muss der apokalyptische Reiter per Kreis-Taste allerhand Plattformen behüpfen, sich an Wänden herum hangeln sowie Schalter-, Schlüssel- und Suchrätsel lösen. Und natürlich mit dem Gladius – und später auch mit Distanzwaffen, wie dem Crossblade – jede Menge Monster niedermähen. Klingt zwar auf die Dauer ein wenig monoton, macht aber wegen des guten Level-Designs ordentlich Laune. Vor allem die Mini-Spielchen, wie der Wettkampf mit dem Schmied, bei dem man die meisten Engel vom Himmel holen muss, lockern das lineare Gameplay auf. Wer nicht genau weiß, wo er hin soll, schaut nach rechts unten auf die praktische Mini-Karte inklusive Wegweiser. Per Select-Taste können Spieler sogar auf eine vollständige Karte des bereits erkundeten Areals zurückgreifen. Allerdings kam es während unserer fünfstündigen Spiel-Session zweimal vor, dass die Karte keinen Wegpunkt angezeigt hat und wir gut zehn Minuten lang orientierungslos durch die Gegend irrten. Auch der Schwierigkeitsgrad gibt Anlass zur Sorge. Wenig Krieg, viel Frieden, so viel, dass wir während unseres Probespiels nicht ein einziges Mal gestorben sind. Das liegt auch daran, dass die Gegner und Bosse fast immer mit der gleichen Technik zu besiegen sind. Einfach den Moment abwarten, bis der Feind zum Schlag ausholt, mit R1 und Analog-Stick schnell zur Seite ausweichen und anschließend drauf losknüppeln – wenig fordernd. Auch die »Zelda«-ähnlichen Schalterrätsel und Suchspielchen sind schnell gelöst und recht überraschungsarm. Immerhin verhindert der grundsätzlich sehr flüssige Spielablauf die meisten Frustmomente.
Wenig Krieg, viel Frieden
Szenenwechsel: Zehn Jahre später erwacht Krieg wieder, befindet sich selbst in der Hölle und schwört Rache an seinen Verrätern. Denn eines ist klar: Das siebte Siegel des Buchs der Apokalypse war nicht gebrochen, der jüngste Tag hätte niemals kommen dürfen. Irgendwas muss passiert sein und Krieg muss nun die Wahrheit herausfinden und die Verantwortlichen zur Strecke bringen. Also zurück in unsere Welt, die mittlerweile von abscheulichen Kreaturen wie Schimären, Zyklopen oder Höllenrittern beherrscht wird. In einer offenen Spielwelt macht sich Krieg auf die Suche nach anderen Dämonenfürsten und Göttern, wie zum Beispiel die Göttin des Meeres Tiamat, um seine Rache zu vollstrecken. Auf dem Weg dahin muss der apokalyptische Reiter per Kreis-Taste allerhand Plattformen behüpfen, sich an Wänden herum hangeln sowie Schalter-, Schlüssel- und Suchrätsel lösen. Und natürlich mit dem Gladius – und später auch mit Distanzwaffen, wie dem Crossblade – jede Menge Monster niedermähen. Klingt zwar auf die Dauer ein wenig monoton, macht aber wegen des guten Level-Designs ordentlich Laune. Vor allem die Mini-Spielchen, wie der Wettkampf mit dem Schmied, bei dem man die meisten Engel vom Himmel holen muss, lockern das lineare Gameplay auf. Wer nicht genau weiß, wo er hin soll, schaut nach rechts unten auf die praktische Mini-Karte inklusive Wegweiser. Per Select-Taste können Spieler sogar auf eine vollständige Karte des bereits erkundeten Areals zurückgreifen. Allerdings kam es während unserer fünfstündigen Spiel-Session zweimal vor, dass die Karte keinen Wegpunkt angezeigt hat und wir gut zehn Minuten lang orientierungslos durch die Gegend irrten. Auch der Schwierigkeitsgrad gibt Anlass zur Sorge. Wenig Krieg, viel Frieden, so viel, dass wir während unseres Probespiels nicht ein einziges Mal gestorben sind. Das liegt auch daran, dass die Gegner und Bosse fast immer mit der gleichen Technik zu besiegen sind. Einfach den Moment abwarten, bis der Feind zum Schlag ausholt, mit R1 und Analog-Stick schnell zur Seite ausweichen und anschließend drauf losknüppeln – wenig fordernd. Auch die »Zelda«-ähnlichen Schalterrätsel und Suchspielchen sind schnell gelöst und recht überraschungsarm. Immerhin verhindert der grundsätzlich sehr flüssige Spielablauf die meisten Frustmomente.
Grafik vom Comic-Meister
Großes Lob verdient das Grafik-Design: Die Figuren sind detailliert modelliert, Kulissen wie die verwüstete Stadt oder die Kathedrale bis ins kleinste Ecke ausgearbeitet. Und alles läuft stets flüssig und ohne Ruckler. Dass der markante Look an klassische, härtere Erwachsenen-Comics der Marke »Spawn« oder »Lobo« erinnert, verwundert nicht, denn der ehemalige Marvel-Mann Joe Madureira bestimmt hier als kreativer Leiter die optische Stilrichtung. Bis zur Veröffentlichung muss Vigil Games allerdings stellenweise noch nachbessern. Denn während die allermeisten Polygon-Gebäude und –Kreaturen gestochen scharf in Erscheinung treten, wirken einige Texturen in den Kulissen doch noch zu matschig. Auch schade, dass die Story so häppchenweise erzählt wird und zumindest in den fünf Stunden Spielzeit kaum wirkliche Fortschritte macht. Außerdem geht die Freischaltung neuer Objekte recht zäh und langsam voran, wodurch sich die atmosphärische Wirkung der Düster-Story nicht so recht entfalten will. Insgesamt fehlt’s da ein bisschen an Balance, da würden wir uns mehr Ansporn wünschen. Andernfalls könnten sich die – laut Hersteller – rund 30 Stunden Spielzeit auf Dauer doch etwas zu sehr in die Länge ziehen.
Großes Lob verdient das Grafik-Design: Die Figuren sind detailliert modelliert, Kulissen wie die verwüstete Stadt oder die Kathedrale bis ins kleinste Ecke ausgearbeitet. Und alles läuft stets flüssig und ohne Ruckler. Dass der markante Look an klassische, härtere Erwachsenen-Comics der Marke »Spawn« oder »Lobo« erinnert, verwundert nicht, denn der ehemalige Marvel-Mann Joe Madureira bestimmt hier als kreativer Leiter die optische Stilrichtung. Bis zur Veröffentlichung muss Vigil Games allerdings stellenweise noch nachbessern. Denn während die allermeisten Polygon-Gebäude und –Kreaturen gestochen scharf in Erscheinung treten, wirken einige Texturen in den Kulissen doch noch zu matschig. Auch schade, dass die Story so häppchenweise erzählt wird und zumindest in den fünf Stunden Spielzeit kaum wirkliche Fortschritte macht. Außerdem geht die Freischaltung neuer Objekte recht zäh und langsam voran, wodurch sich die atmosphärische Wirkung der Düster-Story nicht so recht entfalten will. Insgesamt fehlt’s da ein bisschen an Balance, da würden wir uns mehr Ansporn wünschen. Andernfalls könnten sich die – laut Hersteller – rund 30 Stunden Spielzeit auf Dauer doch etwas zu sehr in die Länge ziehen.
Vorschau Killzone 2 - PS3
PS3 Preview Duke Nukem Forever Eine Geschichte mit Hürden
PS3 Preview Playstation Move PS3M sagt:
Packend inszeniertes Weltuntergangsszenario mit flüssigem Gameplay, aber Schwächen in Sachen Motivation.
Wertungstipp___8.0/10
Leserwertung__9.0/10
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AUF EINEN BLICK___
Publisher THQ
Entwickler
Preis
Genre Third-Person-Action
Spieler 1
PSN Ja
USK-Freigabe
KURZ UND KNAPP___
Gnadenlose Apokalpyse-Action mit gigantischen Bossgegner.
DAS STECKT DRIN___

