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Guter Beitrag? 

 

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Duke Nukem Forever

Und er kommt doch: Nachdem 3D Realms 13 Jahre lang dran gearbeitet hat, bringt nun Gearbox den Duke 2011 auf den Bildschirm. Eine Entwicklung mit Hürden, wie sich Redakteur Michael Förtsch erinnert...

Das ist der Duke, wie wir ihn lieben. Ein Kerl, der selbst Schwarzenegger und Vin Diesel auf die Stiefel spuckt. Ein blondes Muskelpaket, das Aliens in den Arsch tritt, um’s mal mit seinen Worten zu sagen. Halt ein Typ aus Stahl und Nitroglyzerin, stets einen lockeren Spruch auf den Lippen und vollbusige Chicas im Arm – Duke Nukem! Viele Action-Helden haben große Waffen, doch er hat die größten. Maschinengewehre? Er ballert aus einer dreiläufigen Maschinenkanone, und wenn das Opfer am Boden liegt, tritt er mit seinem Stiefel, Größe 45, nach. Das hat er 1996 das erste Mal so richtig kompromisslos getan in seinem ersten 3D-Ego-Shooter. Seitdem haben wir ihn ins Herz geschlossen. Denn kein anderer ist so hart, fies, böse und gemein – und kriegt doch alle Weiber rum.

Am 8. Mai 2009 dann die Hiobsbotschaft für alle Fans: 3D Realms steht für dem Bankrott, muss die Mehrzahl seiner Mitarbeiter entlassen – das vorzeitige Ende für den Duke. Über ein Jahr und mehrere Gerichtsverhandlungen zwischen 3D Realms und Hersteller Take Two mussten vergehen, bis am 3. September 2010 der Duke reanimiert wird: „Borderlands“-Studio Gearbox arbeitet an der Fertigstellung von „Duke Nukem Forever“ und will das Shooter-Epos pünktlich zum 20. Geburtstag der Reihe im kommenden Jahr veröffentlichen. Keine leichte Aufgabe, wenn man an die Anfänge im Jahre 1997 zurückdenkt…


This really pisses me off!

So wie es ausschaut, war »Duke Nukem Forever« von Anfang an Chaos pur. »Let god sort 'em out«, war wohl die Devise. Planlos – scheint es – hat das Team vor sich hin entwickelt. Hier etwas programmiert, da ein Level gebaut, Kniffe ausprobiert und eingeflickt, was abgefahren und cool wirkt. Doch ohne zu testen, ob auch alles funktioniert – ob der wilde Mix  ineinandergreift. Das zeigt schon 1998 der erste veröffentlichte Trailer. Physikspielereien, zerstörbare Umgebungen, gigantische Explosionen – das alles war zu dieser Zeit noch vollkommenes Neuland. Kein Wunder, dass das Gezeigte jeden Betrachter faszinierte. Denn zweifelsohne war das, was 3D Realms aus der bis dahin genutzten »Quake 2«-Engine herausholte, einfach überwältigend. Wie heute vermutet wird, findet sich hier eine der Ursachen für das Scheitern des ersten Versuchs: Zu sehr konzentriert sich das Team auf witzige und verspielte Elemente und vernachlässigt dabei das Gameplay, das Geschehen und die Levelstruktur. Story, Hintergrundgeschichte? Davon war nie die Rede.



Da überrascht es rückblickend auch nicht, dass sich das Entwicklerteam mit dem offensichtlich nur vage vorhandenen Konzept festfuhr, welches 3D-Realms-Chef Scott Miller jedoch stets mit »revolutionärem Design« umschrieb. Lange Zeit ist dann nichts von 3D Realms zu hören; nur Gerüchte über Technikprobleme und angebliche Design-Änderungen huschen durch verschiedene Foren und Magazine. Doch nach einem Wechsel zur »Unreal«-Engine und der Veröffentlichung des legendären 2001er-Trailers auf der Spielemesse E3, wagt 3D Realms einen Schritt, der bei Fans und Fachpublikum Kopfschütteln auslöst: Im Jahr 2002 wird massenhaft Personal eingestellt. Ganze Bataillone von Programmierern und Grafikern strömen ins Studio. Das bisherige »Duke Nukem«-Team kommt nämlich nicht weiter. Ein Neuanfang wird gemacht. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Spiel schon längst Kultstatus erreicht. Vor allem, da »Duke Nukem Forever« als Dauer-Preisträger des Vaporware-Awards des Kultmagazins »Wired« auftrumpfte – ein Preis für Technik und Software, die zwar angekündigt ist, deren Erscheinen aber ausbleibt. Sechsmal landet das Spiel auf Platz 1 und bekommt 2003 einen Preis für sein »Lebenswerk«. Als der Titel irgendwann aus der Liste verschwinden soll, kommt es zur Revolte unter den Fans. Sogar 3D Realms meldete sich zu Wort, bestätigte, dass immer noch am neuen Duke-Game gearbeitet wird.



And I thought 10 guns were hard to carry!
Heute geht »Duke Nukem«-Vater George Broussard mit sich ins Gericht: »Wir haben’s verbockt«, sagt er im Rückblick, »wir haben alles weggeworfen und neu begonnen.« Dabei scheint das Team 2007 auf dem richtigen Weg. »Duke Nukem Forever« soll die Latte hochlegen. Wie jetzt veröffentlichen Bilder, Spielszenen und Zeichnungen zeigen, waren und sind Fahrsequenzen enthalten, Level so verschieden wie nur irgend möglich: von Las Vegas über Militärbasen durch verlassene Wild-West-Wüstenstädte, geheime Forschungseinrichtungen, Abwasserkanäle und Minenschächte. Und natürlich unzählige abgefahrene Gegner und Bosse: die bekannten Schweine-Soldaten, schwebende Gehirne mit Tentakeln – die Oktabrains –, gepanzerte außerirdische Muskelpakete und haushohe Roboter-Aliens. Das alles gepaart mit abstrusem Humor und Sprüchen wie: »Your face. Your ass. What's the difference?« Dazu kommen Babes mit ordentlich Holz vor der Hütte – von Spielereien, wie dem Verschicken von Emails aus dem Spiel heraus, ganz zu schweigen. Kein Wunder also, dass 3D Realms so lange entwickelt hat. Die »Unreal«-Engine war niemals für so etwas vorgesehen. Was letztlich als technischer Unterbau gedient hat, soll so gar nichts mehr mit der ursprünglichen Engine zu tun gehabt haben. Doch was wird nun mit »Duke Nukem Forever«? Mancher Fan hatte die Hoffnung derweil entnervt aufgegeben; versuchte sich damit abzufinden, dass der Duke wohl nie auf seiner Xbox 360, seiner Playstation 3 oder dem PC einschlagen wird.



Doch das Ende ist noch nicht gekommen, der 3. September 2010 wird in die Geschichte eingehen: Mit den Worten »All Hail to the King« bestätigt Gearbox auf Twitter, dass der Duke weiterhin am Leben ist. Und kündigt damit gleichzeitig an, dass die »Borderlands«-Entwickler nun an der Fertigstellung des Meilensteins werkelt. 2011 soll »Duke Nukem Forever« endlich für PC, Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen. Spätestens kommendes Jahr an Weihnachten dürfen Fans also Aliens endlich wieder in den Hintern treten, coole Sprüche ablassen und sich mit Babes vergnügen – und nebenbei die Welt retten. In diesem Sinne: »Let‘s rock«!
Michael Förtsch/Moritz Wanke
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KOMMENTARE:

Scrappy CoCo
Das Spiel an sich ist relativ lahm. Veraltete 2008 / 2009 Idee, die den Standards übernatürlich nachhinkt. Das Spiel ist in den ersten 10 Minuten sehr spaßig, dann allerdings eher langweilig und sehr enttäuschend. Mehr als die coolen Sprüche, die sich allerdings ständig wiederholen, hat das Spiel nicht zu bieten.
(03.07.11 13:16 Uhr)
Hulkamaniac1
Die Ankündigung des Jahres!
(21.01.11 18:42 Uhr)
FamilieBe
NEIN, das darf nicht passieren - sie werden nur den Kult zerstören! Der Duke lebt von den Ankündigungen das es raus kommen soll. Gearbox wird den Duke töten wenn sie es fertig stellen. Man hätte lieber ein Spendenkonto aufmachen sollen damit 3D Realms weiter ihre irren Ankündigungen machen können über ihren Chaos-Duke...
(13.09.10 02:11 Uhr)
PS3M sagt:

Größer, fetter, Duke Nukem - Dieser Brachial-Shooter mit eingebautem Kultstatus geht richtig ab!

Wertungstipp___9.0/10
Leserwertung__7.5/10

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AUF EINEN BLICK___

EAN:

Publisher 2K Games
Entwickler 3D Realms, Gearbox
Preis
Genre Ego-Shooter
Spieler 1-unbekannt
PSN ja
USK-Freigabe

KURZ UND KNAPP___

Größer, fetter, Duke Nukem - Dieser Brachial-Shooter mit eingebautem Kultstatus geht richtig ab!

DAS STECKT DRIN___

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