Suche
Login

Artikel bewerten

Artikel kommentieren

Guter Beitrag? 

 

 PREVIEW 

 

F.E.A.R. 3

Interview mit Produzent Jason Frederick

Seit November 2006 steht die Ego-Shooter-Serie »F.E.A.R.« gleichbedeutend für Angst und Schrecken in Videospielen. Schockmomente und Panik wie im Survival-Horror-Game »Silent Hill« gemischt mit der Action eines »Call of Duty: Modern Warfare«. Dazu eine Geschichte um Genexperimente, übersinnliche Kräfte und ein junges Mädchen, das für finstere Zwecke missbraucht wurde und nun nach Rache sinnt. Wer sich der »F.E.A.R.«-Reihe widmet, wird garantiert immer wieder aufschrecken, Pausen einlegen und das Licht anmachen, um zu schauen, ob das unheimliche Mädchen Alma nicht vielleicht doch hinter der eigenen Schranktür lauert.
Ein Konzept, das ankommt. Kein Wunder, dass Publisher Warner Bros. einen dritten Teil nachschiebt. Diesen Winter soll’s losgehen. Allerdings wird das Spiel nicht mehr von den Erfindern der Serie – also von Monolith Productions – entwickelt, sondern von Day 1 Studios, einem Team langjähriger Branchenveteranen aus Chicago. Was das bedeutet und ob sich Fans sorgen müssen, das erzählt uns »F.E.A.R. 3«-Produzent Jason Frederick

PS3M: Nach dem, was wir bisher über »F.E.A.R 3« gehört haben, soll der geplante Koop-Modus eine große Rolle spielen. Wie wird das ausschauen? Ist die gesamte Kampagne gemeinsam spielbar?
Jason Frederick:
Wir versuchen natürlich, die Serie voranzubringen und den neuen Koop-Part sinnvoll ins bekannte Gameplay einzupassen. Aber wir tun auch alles, damit die Einzelspieler-Kampagne ein echtes Erlebnis wird und für sich funktioniert. Im Koop-Modus selbst ist es den Spielern möglich, die ganze Kampagne auf dem Splitscreen oder via PSN gemeinsam zu bewältigen. Ein Spieler kontrolliert den fiesen Übersoldaten Fettel, der über viele besondere Fähigkeiten verfügt. Beispielsweise kann er Feindkörper in Besitz nehmen und Wege ausfindig machen, die dem anderen Protagonisten verborgen bleiben. Letzteren kennen Fans der Serie bereits. Es ist der Soldat Point, den man auch im Einzelspieler-Modus steuert.

PS3M: Die »F.E.A.R.«-Reihe ist ja inhaltlich nun nicht ganz unkompliziert. Es gibt dicht gestrickte Charaktere, vor allem die unheimliche Alma. Kann man der Handlung des dritten Teils trotzdem folgen, ohne die ersten beiden Games zu kennen?
Jason Frederick: Absolut! Wir haben es so angelegt, dass die Story auch alleine funktioniert. Denn auch wenn die Geschichte direkt an die Ereignisse des vorherigen Ablegers anknüpft, haben wir etwas geschaffen, das Fans und Neueinsteigern gefallen wird.

PS3M: Der Mehrspieler-Modus scheint auch nicht ohne. Wird’s neue Modi und einschneidende Verbesserungen gegenüber Teil Zwei geben?
Jason Frederick: Darüber kann und darf ich noch nicht viel sagen, aber wir feilen an etwas sehr Speziellem. Und das wird dem Namen des Spiels alle Ehre machen.
   
PS3M: Die »F.E.A.R.«-Serie stammt ursprünglich von Monolith Productions. Ihr tretet jetzt deren Erbe an. Dennoch fragen sich sicherlich viele, wie viel Einfluss die Monolith-Jungs noch auf »F.E.A.R. 3« haben.
Jason Frederick: Monolith hat natürlich die Basis für alle »F.E.A.R.«-Games geschaffen. Nicht umsonst sind sie für rasante Kämpfe, beeindruckende Geschichten, Angst machende Szenen und eine unglaubliche, künstliche Intelligenz bekannt. Wir haben daher schon in der frühen Entwicklungsphase von »F.E.A.R. 3« eng mit Monolith gearbeitet und unsere Ideen und Einfälle auf den Tisch gelegt. Gezeigt, wie sich die Serie weiterentwickeln könnte. Soviel vorweg: Sie waren sehr unterstützungsbereit und solidarisch.

PS3M: Besonders großen Anklang scheint auch eure prominente Unterstützung in Form von »Halloween«- und »Vampire«-Regisseur John Carpenter zu finden. Wie habt ihr den diesen Deal an Land gezogen?
Jason Frederick: Ganz ehrlich, meinem Kollege Steve Niles gebührt das meiste Lob. Er hat sehr viel dafür getan. Er ist ein Freund von John und als er das erste Skript sah, dachte er, das könnte was für John sein und wir könnten von seiner Erfahrung profitieren. Schließlich konnte Steve ihn für unser Projekt gewinnen.

PS3M: Aber welche Rolle spielt John Carpenter nun genau bei der Entwicklung?

Jason Frederick: John ist die wichtigste Figur, wenn’s um die filmischen Momente und Horrorszenen geht. Er ist darin ein echtes Genie. Sein Zutun spiegelt sich überall im Spiel wider.

PS3M: Mit eurem letzten Spiel, dem Third-Person-Shooter »Fracture«, habt ihr das Element Geländeverformung gekonnt mit einem Actionspiel verwoben. Spielt das auch bei »F.E.A.R. 3« eine Rolle?
Jason Frederick: Leider nein. Hier wird sich die Umgebung nicht verformen oder komplett zerstören lassen. Aber wir sind sicher, dass den Fans das Spiel trotzdem gefällt.

PS3M: Kannst du uns denn überhaupt schon etwas mehr davon verraten, was die Spieler erwarten wird?
Jason Frederick: Aber sicher doch! In »F.E.A.R. 3« dreht sich alles um Familie und die Verbindung zwischen dem bereits aus der Serie bekannten Soldaten Point Man, dem Psycho-Soldaten Paxton Fettel und ihrer gemeinsamen und übernatürlich begabten Mutter: Alma. Ohne zu viel zu verraten: Nach den Ereignissen von Teil Zwei, »Project Origin«, ist Alma schwanger. Entsprechend setzt »F.E.A.R. 3« neun Monate später an, kurz bevor Alma ihr Kind bekommt. Wir wissen zwar nicht genau, was in ihrem Bauch wächst, aber es ist irgendetwas wirklich Schreckliches. Etwas Widerliches und Grausames. Point Man und auch sein Bruder Paxton Fettel, der von den Toten zurückgekehrt ist, versuchen sie zu finden. Und das, bevor sie ihr Kind gebärt. Zeitgleich will die Firma Armacham, die Alma all das überhaupt erst angetan und mit ihren Experimenten so eine Schweinerei angerichtet hat, alles vertuschen.

PS3M: Magst du in diesem Zusammenhang vielleicht noch ein paar spezielle Fähigkeiten von Paxton und Point Man enthüllen?
Jason Frederick:
Klar. Ganz wichtig: Erstmals gibt es ein richtiges Deckungssystem, genannt »360 Degree Active Cover«. Es ermöglicht dem Spieler, hinter nahezu jedem Objekt in Deckung zu gehen oder über dieses zu springen. Als trainierter Supersoldat ist Point Man übermächtig und kann das Geschehen dank seiner abartig gesteigerten Reflexe und Wahrnehmung in Zeitlupe sehen. Paxton Fettel, sein Bruder, ist wiederum ein Psi-Talent. Er hat einige anomale Kräfte, kann Gegner durch die Luft schleudern, sie schweben lassen, während Point Man sie durchlöchert. Und dann, das hab ich schon angesprochen, kann Fettel Soldaten und Söldner »übernehmen« und ihren Verstand steuern.

PS3M: Und wie schaut’s mit den Waffen aus?
Jason Frederick:
Freut euch auf ein fettes Arsenal! Mein Liebling? Die neue Schrotflinte des F.E.A.R.-Spezialkommandos. Mit der kannst du deine Gegner echt fies zerstückeln und zu einem Haufen Schei*** zerballern. Dann gibt’s noch diese Strahlenkanone, die sich hervorragend dazu eignet, Kerls in Brand zu stecken. Damit lässt du nichts weiter als verkohlte Kadaver zurück. Außerdem kehren die Kampf- und Power-Mech-Rüstungen zurück, jedoch verbessert mit einigen interessanten Extras.

PS3M: Klingt sehr blutig. Da stellt sich die Frage: Sind die Angst- und Horror-Elemente eher physischer Art – also abartige Kreaturen und Blut wie in »Resident Evil 5« – oder psychischer Natur und abstrakt wie in »Silent Hill«?
Jason Frederick:
Die »F.E.A.R.«-Serie ist dafür bekannt, dass sie beides gut vereint. Mit John Carpenter an Bord versuchen wir, diese Tradition beizubehalten, ja, sogar noch einen Schritt weiterzugehen. Und dank vieler paranormaler Gegnern wie den Scavengers sowie dem echt blutigen Abschusssystem, darfst du dich auf einige äußerst derbe Momente einstellen. Dazu gibt’s einige ziemlich psychotische Szenen, Kannibalismus zum Beispiel und nicht zu vergessen Alma, die immer wieder Realität und ihre verstörende Traumwelt ineinander blendet.

PS3M: Damit wären wir schon beim Thema unserer letzten Frage. Werden wir Alma erneut nackt sehen?
Jason Frederick:
(lacht) Alma wird sich auf jeden Fall recht oft zeigen. Und, sagen wir so, manchmal neigt sie dazu, ihre Klamotten zu vergessen. Aber denkt daran, sie ist im neunten Monat schwanger. Willst du das wirklich sehen?
weiter Vorschau Killzone 2 - PS3
weiter PS3 Preview Spec Ops - The Line
weiter PS3 Preview The Darkness 2

KOMMENTARE:

Hulkamaniac1
Ich habe noch keine große Interesse.
(21.01.11 18:29 Uhr)
PS3M sagt:

Trotz Entwicklerwechsel: Auch dieses »F.E.A.R.« scheint ein echter Horrorschocker zu werden. Bunkert schon mal die Herzrhythmus-Tabletten!

Wertungstipp___8.5/10
Leserwertung__8.0/10

Um eine Wertung abzugeben musst Du angemeldet sein.

AUF EINEN BLICK___

EAN:

Publisher Warner Bros.
Entwickler Day 1 Studios
Preis ab 55 Euro
Genre Ego-Shooter
Spieler 1 - unklar
PSN ja
USK-Freigabe

KURZ UND KNAPP___

Neuer Albtraum von einem neuen Studio. Mehr Blut, mehr Angst und mehr Alma inklusive.

DAS STECKT DRIN___

© Airmotion Games Verlags GmbH 2009 - alle Rechte vorbehalten.

www.ps3m.de   www.360-live.de