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Spider-Man: Dimensions

Vier gespinnt!

Noch ein »Spider-Man«-Game? Schon. Aber wer die ersten bewegten Bilder sieht, der bleibt verblüfft zurück. Bastelt der US-Entwickler hier etwa tatsächlich an einer richtig guten Comic-Adaption? Wird das nicht »nur noch ein« Actiongame mit offener Welt, sondern eines mit richtig guten Ideen und Einfällen? Nun, an Abwechslung dürfte es »Shattered Dimensions« nicht mangeln. Als Basis dienen gleich vier Auskopplungen aus den vielseitig ausgeprägten »Spider-Man«-Comics. Eine gemeinsame Handlung dient als Klebstoff: Demnach gilt es in vier Zeitdimensionen die Splitter eines mysteriösen Kristalls zu finden, der den Zusammenstoß der Dimensionen und die Auslöschung von Spider-Man verhindern soll. Und so kämpft sich der Spinnenheld durch vier Etappen, die die Sinne des Spielers mit fundamental unterschiedlichen Looks und Herausforderungen prüfen. Das 1963 erstmals unters Volk gebrachte »Amazing«-Universum etwa dient temporeicher Haudrauf-Action in knallbunter Cel-Shading-Comic-Grafik als Basis. Soll aber kein dumpfes Verkloppen werden, sondern ein kontrollierbarer Schlagabtausch mit taktischen Finessen. Beispielsweise kann Spider-Man aus Spinnenseide mächtige Waffen formen, und Angreifer per Morgenstern ausknocken. Er kann Fallen stellen, Gegner blenden, etliches mehr – und kämpft sich so beispielsweise an Maya-Ruinen, Wasserfällen und Eingeborenen vorbei, um schlussendlich Bösewicht Kraven eine Abreibung zu verpassen.

Ganz anders das »Noir«-Universum, für das die düsteren 30er-Jahre in den USA Pate stehen – genau wie in den gleichnamigen Comic-Spin-offs. Bunt weicht beige und braun, der Superheld tauscht seinen rotblauen Körperstrumpf gegen Lederweste und Fliegerbrille; die Gegner tragen Anzug, Krawatte und Tommy-Maschinenpistole; im Hintergrund pafft eine rostige Empire-State-Express-Dampflok durch das Bild; und irgendwann fordert Mafiaboss Hammerhead zum Duell. Sobald´s einen in diese Dimension reißt, bremsen sich die Abläufe. Haudrauf ist dann passé, das Ganze soll sich eher nach spannungsreicher Schleicherei im »Splinter Cell«-Stil anfühlen. Der Superheld nähert sich seinen Opfer auf leisen Sohlen, klettert an Wänden entlang, schnappt sich den Halunken mit seinem Spinnennetz, hängt ihn lautlos an die Decke. Könnte prickeln, zumal das Spiel schon mal überraschend von der Verfolger- in die Ich-Perspektive wechselt. Derart unkonventionelle Stilbrüche sollen die Wirkung dramatischer Momente vervielfachen, und sie wecken Neugier. Denn das Gefüge aus Design und Gameplay macht einen kennenlernenswerten Eindruck; vor allem weil vielfältige Neuerungen das Gameplay richtig vorwärts bringen, gerade im Vergleich mit vorangegangenen »Spider-Man«-Games. Dem hier könnten alle Actionfreunde ins Netz gehen, nicht nur Comicfans.
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PS3M sagt:

Wenn die beiden noch unbekannten Universen ebenfalls so grandios aussehen, wird das hier ganz große Klasse.

Wertungstipp___8.0/10

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AUF EINEN BLICK___

EAN:

Publisher Activision
Entwickler Beenox
Preis
Genre Actionabenteuer
Spieler 1 - unklar
PSN unklar
USK-Freigabe

KURZ UND KNAPP___

Vier Comic-Vorlagen mit unterschiedlichem Design und Gameplay vereint in einem Spiel.

DAS STECKT DRIN___

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