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Iron Sky: Invasion

Brauner Sumpf im schwarzen Nichts…

Sie waren stets bemüht, die NSDAP-Stiefelfetischisten rund um den kleinen Adolf, Propaganda-Klumpfuß Goebbels und wie sie alle hießen. Stets bemüht, den deutschen Lebensraum nach Osten, Süden und eigentlich in so ziemlich alle jemals erfundenen Himmelsrichtung auszuweiten. Wer den Trash-Streifen »Iron Sky« gesehen hat, weiß nur zu gut, dass die Brauntonträger, zumindest in der Fiktion, nicht einmal vor dem All Halt machen. Die »Two Worlds 2«-Macher von Reality Pump haben sich kurzerhand die Mondnazi-Lizenz geschnappt und eine Weltraumsimulation in der Tradition von »Wing Commander« drum herum gebastelt.

»Iron Sky: Invasion« setzt direkt nach der Handlung des Films ein und schickt dich in eine große Weltraumschlacht. Filmbekannte Figuren treten als Auftraggeber auf, löblicherweise in eigens angefertigten Realfilm-Zwischensequenzen. Arier-Blondchen Renate Richter alias Julia Dietze darf dabei ebenso wenig fehlen wie die frappierend an Sarah Palin erinnernde US-Präsidentin Vivian Wagner. Bei Reality Pump ist man sichtlich bemüht, den schrägen Humor der Vorlage zu transportieren, was stellenweise tatsächlich gelingt. Die Schauspieler leisten gute Arbeit, nur der Protagonist bleibt blass. Im Verlauf der acht bis zehn Spielstunden gilt es, wichtige Flaggschiffe und Stationen der Alliierten zu verteidigen und Armheber-Piloten ins tausendjährige Todesreich zu ballern. Die Missionen der verschiedenen Auftragsgeber laufen eigentlich immer auf dasselbe hinaus: Per Schnellreise-Funktion an einen bestimmten Punkt der Sternenkarte springen und die Fascho-Flieger ausmerzen.



Während deiner Weltraumkämpfe triffst du, zumindest in der angespielten Fassung, meist auf dieselben Gegnertypen. Die nach mythologischer Übermittlung Feuer und Eisen spuckenden Walküren stellen den Hauptteil der Naziflotte. Ab und an warten Flaggschiffe größeren Kalibers wie Zeppeline der Siegfried-Klasse in den Tiefen des Alls. Die Steuerung deiner alliierten Flieger wie dem Raketen-ähnlichen Dundee ist dabei deutsche – pardon, polnische – Wertarbeit und funktioniert zuverlässig. Per rechtem Stick gleitet die Maschine nach vorn, die Aktionstasten leiten Energie wahlweise auf Waffensysteme oder Schilde. Haben Feindessalven deine Verteidigung geschwächt, leitest du einfach Ressourcen auf die Schilde um – Problem gelöst! Von zerlegten Schiffen sammelst du Wrackteile auf, die dann an Raumstationen wie die ISS verkauft werden. Den so gewonnen Zaster investierst du wiederum in Aufrüstungen für Laserkanonen oder zielsuchende Raketen.

Insgesamt machen die Gefechte durchaus Laune, lassen allerdings echte Bombast-Momente Marke »Wing Commander« vermissen. Etwas steril wirken zudem die Umgebungen – Schlachten auf Planetenoberflächen hätten da sicher Abhilfe schaffen können. Dank solider Spielmechanik behalten Kenner der Nazi-All-Invasion das Game dennoch auf dem Radar.
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PS3M sagt:

Solider Weltraum-Shooter mit vorlagegetreuem Humor, allerdings auch Schwarzen Löchern bei der Inszenierung.

Wertungstipp___7.0/10

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AUF EINEN BLICK___

EAN:

Entwickler Reality Pump
Preis
Genre Action
Spieler 1
PSN nein
USK-Freigabe

KURZ UND KNAPP___

Weltraum-Shooter mit Trash-Lizenz und Nazis im All.

DAS STECKT DRIN___

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