TEST
Outrun Online Arcade
Ein Ferrari kann so preiswert sein…
Wenn die Worte »Splash Wave« und »Magical Sound Shower« fallen, dann knallen bei so manchem die Sicherungen durch. Jugendträume melden sich zurück, von schnittigen Ferraris auf schnellen Highways, einer Blondine auf dem Beifahrersitz und einer Freiheit, die nur einen Gaspedal-Stoß weit entfernt ist. So hat sich Segas Arcade-Racer »Outrun« 1986 angefühlt, und so fühlt sich heute das Remake der Spielhallen-Produktion »Outrun 2 SP« an. Dass Sega das Ganze als Download via Marktplatz startfertig macht…danke!
Tempo, Tempo!
Denn so gibt’s den Geschwindigkeitsrausch für wenig Bares. Mit dem Ferrari unter dem Hintern und einer Blondine als Passagier flitzt man an Palmenstränden und Eiswüsten, Wasserfällen und Canyons, Wäldern und Tempeln vorbei. Als Pulsbeschleuniger stehen zehn Ferrari-Mobile zur Disposition. Testarossa, 360 Spider, F40/50, 246 GTS, 250 GTO, Enzo und Co. machen zwar alle optisch was her, fahren sich aber gleich und klingen alle nach Turbine. Das ist zwar nicht direkt nervtötend, aber die sieben, vom englischen Soundtrack-Spezialisten Richard Jaques bearbeiteten Variationen der eingangs erwähnten Original-Musikstücke tun mehr für den Spielfluss.
Das Gameplay zaubert schnell ein breites Grinsen ins Gesicht. Mehrspurige Straßen zoomen rauf und runter und in beeindruckender Ferne dem Horizont entgegen. Zum Gucken bleibt kaum Zeit, denn der Tacho zeigt fast immer 300 Sachen. Du musst den Speed halten, Haken um den Berufsverkehr schlagen, niemals bremsen. Nur vor engen Kurven das Gas lupfen, die Bremse antippen, so den Drift einleiten und ihn halten, indem du den Analogstick führst wie ein Chirurg – sachte und mit Finesse. Während der Countdown zur Eile mahnt, bildet die Quertreiberei die eigentliche Herausforderung; sie ist die schnellste Art der Fortbewegung. Das auf Zehntelsekunden ausbalancierte Timing zwischen den Checkpoints lässt wenig Raum für Fehler. Doch wenn alles klappt, die Reifen qualmen, die Beifahrerin quietscht und dich der Windschatten des Gejagten nach vorn zieht – dann putscht das ordentlich.
Denn so gibt’s den Geschwindigkeitsrausch für wenig Bares. Mit dem Ferrari unter dem Hintern und einer Blondine als Passagier flitzt man an Palmenstränden und Eiswüsten, Wasserfällen und Canyons, Wäldern und Tempeln vorbei. Als Pulsbeschleuniger stehen zehn Ferrari-Mobile zur Disposition. Testarossa, 360 Spider, F40/50, 246 GTS, 250 GTO, Enzo und Co. machen zwar alle optisch was her, fahren sich aber gleich und klingen alle nach Turbine. Das ist zwar nicht direkt nervtötend, aber die sieben, vom englischen Soundtrack-Spezialisten Richard Jaques bearbeiteten Variationen der eingangs erwähnten Original-Musikstücke tun mehr für den Spielfluss.
Das Gameplay zaubert schnell ein breites Grinsen ins Gesicht. Mehrspurige Straßen zoomen rauf und runter und in beeindruckender Ferne dem Horizont entgegen. Zum Gucken bleibt kaum Zeit, denn der Tacho zeigt fast immer 300 Sachen. Du musst den Speed halten, Haken um den Berufsverkehr schlagen, niemals bremsen. Nur vor engen Kurven das Gas lupfen, die Bremse antippen, so den Drift einleiten und ihn halten, indem du den Analogstick führst wie ein Chirurg – sachte und mit Finesse. Während der Countdown zur Eile mahnt, bildet die Quertreiberei die eigentliche Herausforderung; sie ist die schnellste Art der Fortbewegung. Das auf Zehntelsekunden ausbalancierte Timing zwischen den Checkpoints lässt wenig Raum für Fehler. Doch wenn alles klappt, die Reifen qualmen, die Beifahrerin quietscht und dich der Windschatten des Gejagten nach vorn zieht – dann putscht das ordentlich.
Herzinfarkt-Gefahr
Die Grafik, obwohl turboschnell, reißt keine Stücke aus dem Asphalt, dazu ist sie zu wenig detailliert. Und leider unterscheiden sich die fünf Spielmodi kaum. Meist geht es klassisch durch fünf von insgesamt 15 farblich sehr unterschiedliche Etappen. An Abzweigungen entscheidet sich die Routenwahl, nebenbei werden Computergegner überholt. Genauso funktioniert das im Stoppuhr-Modus, bloß fährt man gegen Ghosts, also quasi sich selbst. Schlussendlich kann man alle 15 Etappen am Stück bewältigen. Der Herzinfarkt-Modus schlägt aus der Reihe: Hier sagt die Beifahrerin an, man möge nebenbei Hütchen rammen oder Tore treffen. Als Belohnung gibt’s Herzchen. Schön auflockernd.
Und so hat man zwar nach zwei bis drei Stunden alles gesehen. Aber reizvoll ist weniger das Durchspielen als vielmehr das Wiederspielen, das Perfektionieren des eigenen Könnens, die Jagd nach dem Highscore. Dass man Punktestände via Xbox Live vergleichen kann, motiviert ebenso wie die Möglichkeit, sich mit bis zu fünf Kumpels online zu messen. Wunderbarer Retro-Flash für herrlich kleines Geld.
Die Grafik, obwohl turboschnell, reißt keine Stücke aus dem Asphalt, dazu ist sie zu wenig detailliert. Und leider unterscheiden sich die fünf Spielmodi kaum. Meist geht es klassisch durch fünf von insgesamt 15 farblich sehr unterschiedliche Etappen. An Abzweigungen entscheidet sich die Routenwahl, nebenbei werden Computergegner überholt. Genauso funktioniert das im Stoppuhr-Modus, bloß fährt man gegen Ghosts, also quasi sich selbst. Schlussendlich kann man alle 15 Etappen am Stück bewältigen. Der Herzinfarkt-Modus schlägt aus der Reihe: Hier sagt die Beifahrerin an, man möge nebenbei Hütchen rammen oder Tore treffen. Als Belohnung gibt’s Herzchen. Schön auflockernd.
Und so hat man zwar nach zwei bis drei Stunden alles gesehen. Aber reizvoll ist weniger das Durchspielen als vielmehr das Wiederspielen, das Perfektionieren des eigenen Könnens, die Jagd nach dem Highscore. Dass man Punktestände via Xbox Live vergleichen kann, motiviert ebenso wie die Möglichkeit, sich mit bis zu fünf Kumpels online zu messen. Wunderbarer Retro-Flash für herrlich kleines Geld.
Ausgabe:04/09
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Uncharted 3: Drake's Deception
PS3 Test King of Fighters PS3M sagt:
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Grafik _____________
Bunt, schnell, aber nicht sehr detailliert |
6 |
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Sound _____________
Fader Motorsound, netter Soundtrack |
7 |
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Steuerung __________
Großartig handlich, gefühlvoll und ausgewogen |
9 |
URTEIL 8.0/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 4 |
| Sound _____________ | 8 |
| Steuerung __________ | 9 |
URTEIL 8.6 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Sega
Entwickler
Preis 15 Euro
Genre Arcade-Racing
Spieler 1 - 6
PSN Ja
USK-Freigabe ohne Alterbeschränkung
KURZ UND KNAPP __
Löst einen Benzinrausch aus, wie’s leider nur ganz wenige Arcade-Racer schaffen.


