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Guter Beitrag? 

 

 TEST 

 

Ace Combat: Assault Horizon

...und Top Gun wirkt wie Teletubbies.

Nach einigen Jahren der Abwesenheit starten die tollkühnen Piloten der "Ace Combat"-Reihe jetzt erstmals auch auf der Playstation 3 durch. Teil Sieben rollt aus dem Hangar und katapultiert sich mit Mach 4 direkt an die Spitze der traditionsreichen Flugsimulations-Reihe. Befürchtungen, „Assault Horizon” wäre ein kompletter Neustart der Serie, ein Schritt hin zur mehr Simulation und weniger Arcade-Action? Verflüchtigen sich bereits in der ersten Mission über den Wolken des US-Bundesstaats Washington: Mit über 1.300 Stundenkilometer rast deine F-22A Raptor einer feindlichen MiG-29 hinterher, nur wenige Meter vorbei an Wolkenkratzern. Flugmanöver, die wohl kein echter Pilot wagen würde – hier jedoch gehen sie spielend leicht von der Hand. Die R2-Schultertaste steigert den Schub, L2 drosselt ihn, der linke Analog-Stick gibt die Richtung vor. Mittels Gedrückthalten der Kreuz-Taste speit die Minigun unbegrenzt Munition in die Landschaft – bei einem solchen Affenzahn jedoch ohne Erfolg. Also gut, Zeit für ein größeres Kaliber: Gefühlvoll die Raptor in Position bringen, warten bis sich die kleine eckige Zielmarkierung um den feindlichen Jet rot färbt und nun schnell auf die Kreis-Taste tippen, um die Todbringer auf ihre erste und letzte Reise zu schicken…
Verdammt, verfehlt! Dann eben auf die ganz harte Tour! Kurzes gleichzeitiges Drücken der L1- und R1-Schultertasten sobald das HUD einen grünen Kreis um den Gegner zieht, schon hast du den praktischen „Dog Fight Mode” aktiviert. Die Kamera zoomt auf den voranfliegenden Tango, behält ihn sicher im Blick – eine fast automatisch gesteuerte Verfolgungsjagd beginnt. Keine Frage, dieser Modus erleichtert den Abschuss ungemein und ist spätestens bei den als „TGT_LEAD” betitelten, extrem schnellen Gegnern essenziell. Außerdem sieht er dank cineastischer Kamerafahrten äußerst spektakulär aus.



Weniger beeindruckend dagegen die Handlung, die von hübsch aufgemachten Zwischensequenzen in Spielgrafik erzählt wird: Eine Terrorgruppe namens „Neue Russische Förderation” will die Welt mit Trinitiy-Superbomben ins Verderben reißen. Warum und wer die Hintermänner sind? Das sollen Flieger-Ass Colonel Bishop und seine Staffel herausfinden. Dich als Spieler interessiert dagegen vielmehr: Was darf ich als nächstes bombardieren, hochjagen oder sonst wie in die Luft sprengen? Denn genau auf dieses Spielelement versteht sich „Assault Horizon” am besten! Die über 20 Missionen führen Nachwuchspiloten zu markanten Orten in Afrika, Russland und Nordamerika – alle jeweils auf Basis von real existierendem Geoeye-Satellitendaten-Material ansprechend texturiert. Vor jeder Mission kann aus einer vorgegebenen Auswahl von leistungsstarken Flugzeugen sowie der damit kompatiblen Bewaffnung gewählt werden. Insgesamt stehen im Spielverlauf 24 Kampfjets, zwei Helikopter, zwei Bomber und eine AC-130U Propellermaschine zur Auswahl. Dass jedes Gefährt andere Flugeigenschaften aufweist, motiviert. Eine F-117A Nighthawk ist zwar weniger kurvenfreudig als eine F-22A Raptor, kann dafür aber vom Feind bedingt durch spezielle Tarnkappentechnik viel schwieriger geortet und somit überhaupt erst angegriffen werden. Die Feinheiten jeder Maschine auszuloten, den Gegner mit Überschallgeschwindigkeit hunderte Kilometer durch die Landschaft respektive die Wolkendecke scheuchen und dann erleben, wie er und sein Geschwader in leuchtenden Feuerbällen zu Boden rasen, während Tausende Wrackteile wie feuerrote Schneeflocken vom Himmel rieseln – das ist’s, was „Assault Horizon” so extrem befriedigend macht.
Lob verdient ferner die abwechslungsreiche Gestaltung der Aufgaben. Mal geht’s als Pilot eines Apache in den Luftraum von Moskau, mal schlüpft man in eben dieser Höllenmaschine in die Rolle des Gunners und mal nimmst du’s neben Panzerfahrzeugen, Hind-Hubschraubern und Kampfjets sogar mit einem ganzen Flugzeugträger auf – der bei heldenhaftem Einsatz schließlich in den Fluten versinkt. PS3M-Highlight: An Bord eines Bombers durch den Bombenschacht aufs Schlachtfeld blicken, den Feind mittels Wärmebildkamera orten und so den alliierten Fußtruppen mit 25-, 40- und 120-Millimeter-Geschossen unter die Arme greifen. Kurzum: Langweilig wird’s in der 10- bis 12-stündigen Kampagne kaum. Nur manch Abschnitt zieht sich mit bis zu 45 Minuten Spielzeit sehr in die Länge. Außerdem: Der Schwierigkeitsgrad wirkt trotz drei Auswahlmöglichkeiten unausbalanciert und sorgt hin und wieder durch äußerst knackige Stellen für Frust.



Weitere Landebahn für Kritik ist die Grafik. Zwar können Auflösung und Detailgrad aller Fluggefährte überzeugen, matschige Bodentexturen und gekünstelt dargestellte Piloten trüben allerdings das Gesamtbild. Ähnlicher Fall beim Sound: Jet-Geräusche, Detonationen und die deutschen Sprecher gefallen – das Bord-MG hingegen erinnert akustisch mehr an einen Bienenschwarm als an ein Hochleistungs-Waffensystem. Doch das ist Gemecker auf hohem Niveau, denn im Kern bleibt „Assault Horizon” eine extrem abwechslungsreiche, durch und durch action-geladene Flugsimulation, die mühelos auch an Genre-Schwergewichten wie „H.A.W.X.” vorbeizieht.

Ausgabe:
weiter PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
weiter PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
weiter PS3 Test Street Fighter X Tekken
PS3M sagt:
Grafik _____________

Detailliertes Kriegsgerät, wuchtige Explosionen, aber matschiger Boden

8
Sound _____________

Skurriler, jedoch voranpeitschender Metal-Klassik-Soundmix; gute Sprecher

8
Steuerung __________

Trotz voll belegtem Controller ist die Steuerung schnell erlernt

8

URTEIL 8.5/10

 

Leserwertung:
Grafik _____________ 0
Sound _____________ 0
Steuerung __________ 0

URTEIL 0.0 /10

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AUF EINEN BLICK __

EAN:

Publisher Namco Bandai

Preis ab 65 Euro

Genre Arcade-Flugsimulation

Spieler 1 - 16

PSN ja

USK-Freigabe ab 16 Jahren

 

KURZ UND KNAPP __

Actionbetonte Flugsimulation mit einem Hangar voll lizensierter Luftvehikel.

FAQ

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www.ps3m.de   www.360-live.de