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Guter Beitrag? 

 

 TEST 

 

Borderlands

Diablo als Shooter

Ego-Shooter in offenen Spielwelten gibt’s bisher nicht viele. Als ambitionierter Spielentwickler ist also klar, für welches Konzept man sich entscheidet. Randy Pitchford, seines Zeichens Chef der texanischen Gearbox-Studios, initiiert seine Idee zu »Borderlands« als ein neues Projekt, das erstmals im September 2007 vor der Weltöffentlichkeit enthüllt wird. Die Idee ist klasse, auch wenn’s eigentlich immer noch genauso aussieht, wie jeder x-beliebige Shooter. Kurz vor der jüngsten E3 lässt Randy erneut die Peitsche schnalzen und verdonnert seine Crew dazu, dem Ganzen einen wirklich frischen Look zu verpassen. Was herauskommt, ist kein Zeichentrick und auch kein reines Cel-Shading, sondern eine auf Comic gebürstete Render-Optik – und die ist im Shooter-Genre auf der aktuellen Konsolengeneration bisher wahrlich einzigartig.
Überlebens-Künstler
Die Story geht hier Hand in Hand mit der post-apokalyptischen Atmosphäre auf dem Planeten Pandora: Die vier Kopfgeldjäger Roland, Brick, Lilith und Mordecai verschlägt es auf der Suche nach einer mysteriösen Alien-Kammer, die mächtige und unbekannte Technologien beinhalten soll, auf den zerklüfteten Wüstenplaneten. Und der ist alles andere als gastfreundlich, denn Banditen-Klans haben die einstigen Siedlerstämme abgeschlachtet. Nur einige der Einheimischen, wie Doktor Zed und der Farmer T.K. Baha, haben die Bedrohung bis zur Ankunft der vier Söldner überlebt. Von ihnen bekommt die Viererbande ihre ersten Aufträge, doch zuvor weißt sie ein kleiner Service-Roboter namens Claptrap in die wichtigsten Steuerungsgrundlagen ein. Anscheinend herrscht auf dem Planeten geringere Schwerkraft als auf der Erde, denn die Sprünge unserer Helden sind in Reichweite und Höhe ähnlich denen der »Halo«-Spielmechanik. Die sonstige Kontrollierbarkeit lässt keine Wünsche von Shooter-Fans unberücksichtigt: Sprints über lange Distanzen, seitliches Ausweichen, bequemes Waffenwechseln per Steuerkreuz, Granatenwerfen, erweitertes Zielen über die L2-Schultertaste, Ducken und auch das Öffnen von Türen und etlichen in der Landschaft verteilten Gegenständen ist möglich.
Sammelsucht-Beratungsstelle
Jetzt aber zu den wirklichen Besonderheiten der Spielmechanik, die mindestens genauso viele Shooter- wie Rollenspiel-Elemente enthält. Denn während die ersten Missionen eher zum Freischalten einiger Grundausrüstungsgegenstände dienen, erfüllen die nachfolgenden nur einen einzigen Zweck: der eigenen Charakterverbesserung. Wie bei einem Rollenspiel verdient man sich mit jeder Tötung und jedem erfüllten Auftrag Erfahrungspunkte, die den eigenen Charakter stufenweise aufleveln – bei Level 50 ist Schluss. Ab dem fünften Level werden zusätzlich zu jeder Stufe Skill-Punkte freigeschaltet, die dann auf einen verzweigten Fähigkeitenbaum verteilt werden können. Auf diese Weise werden schon bald mächtige und klassenspezifische Spezialattacken verfügbar und Basisfertigkeiten aufgebessert.
Die passenden Argumente
Stärkere Gegner fordern schnell bessere Waffen, und so weichen die rostigen Schießprügel vom Spielanfang schon nach kurzer Zeit mächtigem Hightech-Equipment, mit dem man sich auch problemlos level-höheren Gegnern stellen kann. Sage und schreibe 3.166.880 Waffen und Ausrüstungsgegenstände gilt es zu entdecken. Fundorte gibt’s zur Genüge: Quasi jeder Gegner lässt Munition oder Waffen fallen, überall finden sich Kisten mit kostbarem Equipment. Darunter auch verschiedene Schildgeneratoren, Granaten-Upgrades und Charakterverbesserungen wie größere Inventar-Kapazität – denn die ist anfangs vergleichsweise gering. Generell gilt, dass sich selbst kleinste Statistikunterschiede der Gegenstände im Kampf deutlich bemerkbar machen. Das Balancing für die Ausrüstung lässt also keine Wünsche offen. Bravo!

Filmreife Sci-Fi-Ballerei
Cool ist auch, dass die Grafik absolut ausgereift wirkt und fehlerfrei über den Bildschirm flimmert, obwohl sie auf der herkömmlichen »Unreal Engine 3« basiert. Texturen-Popups oder Ruckler sucht man vergebens – selbst im Splitscreen-Modus läuft’s absolut flüssig. Einzig und allein die Ladezeiten zu Spielbeginn und beim Gebietswechsel in eines der vielen Sub-Level, die als rollenspiel-übliche Dungeouns über ganz Pandora verteilt sind, nerven hie und da.
Dennoch: »Borderlands« ist ein herrlich erfrischendes und unverbrauchtes Sci-Fi-Erlebnis, bei dem vor allem die Koop-Funktionen erstklassig integriert sind. Extrem spielenswert!
Jan Heinrich
Ausgabe:11/2009
weiter PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
weiter PS3 Test King of Fighters
weiter PS3 Test Need for Speed: The Run
PS3M sagt:
Grafik _____________

Flüssige Comic-Action, aber wenig Abwechslung

8
Sound _____________

Stimmige Mucke, 1A Sprache und klasse Effekte

8
Steuerung __________

Leicht erlernt, anpassbar und absolut präzise

8

URTEIL 8.3/10

 

Leserwertung:
Grafik _____________ 8
Sound _____________ 8
Steuerung __________ 8

URTEIL 8.5 /10

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AUF EINEN BLICK __

EAN:

Publisher 2k Games

Entwickler Gearbox

Preis ab 60 Euro

Genre Ego-Shooter

Spieler 1 - 4

PSN Ja

USK-Freigabe ab 18 Jahren

 

KURZ UND KNAPP __

Zwanglose Koop-Party für schießwütige Outlaws.

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