TEST
Damnation
Lara Croft trifft Wild Wild West.
Nach dem Willen der Entwickler nimmt die Geschichte der USA in einer alternativen Realität einen völlig anderen Verlauf: 40 Jahre Bürgerkrieg haben Anfang der 20er-Jahre dazu geführt, dass Industriemagnat W.D. Prescott als Despot herrscht, die Bevölkerung verwandelt sich durch seine PSI-Drogen langsam in Mutanten. Den letzten Widerstand bilden die Friedensstifter-Rebellen. Eines der Mitglieder ist Soldat Rourke. Der will nicht nur Prescott zur Strecke bringen, sondern auch seine verschollene Verlobte wiederfinden. Dazu muss er sich durch ein Western-Szenario mit Steampunk-Elementen kämpfen: Neben modern wirkenden Waffen gibt es auch dampfbetriebene Panzer und Motorräder. Die sind auch nötig, denn die Abschnitte sind gigantisch. Oft kann man den Ausgang aus dem aktuellen Umfeld nur als Punkt am Horizont ausmachen.
Platte Plattformen
Das Gameplay? Ein Mix aus Plattform-Turnen und Tempo-Schießereien: Held Rourke hangelt an Balken herum, gleitet am Seil über Schluchten hinweg, springt über Spalten, hüpft zwischen Wänden hin und her. Nur macht er dabei eine weitaus schlechtere Figur als Lara Croft: Die Möglichkeiten sind begrenzter, die Kamera will ständig nachkorrigiert werden. Das nervt. Immerhin ist die Steuerung soweit okay, auch lockt der weitläufige Levelaufbau zu Entdeckungen. Abseits des Lösungsweges finden sich häufig neue Waffen und mehr von der knappen Munition. Kritisch wird’s, wenn Schrotgewehr, Scharfschützenflinte, Granatwerfer und andere Waffen zum Einsatz kommen. Rourke kann zwar jederzeit eine von drei Knarren zücken, doch die Ballerei gegen Soldaten, Bergarbeiter oder mutierte Indianer ist knifflig: Mit der L2-Schultertaste zieht der Held die Waffe, der rechte Stick dient zum Anvisieren, der linke bewegt den Helden. Mit der R2-Schultertaste wird gefeuert. Ist dann auch noch die Zoom-Funktion gefragt, muss der rechte Analogstick gedrückt werden. Wer das alles meistern will – und muss – während Rourke auch noch überm Abgrund hängt, der braucht Geduld und Übung.
Das Gameplay? Ein Mix aus Plattform-Turnen und Tempo-Schießereien: Held Rourke hangelt an Balken herum, gleitet am Seil über Schluchten hinweg, springt über Spalten, hüpft zwischen Wänden hin und her. Nur macht er dabei eine weitaus schlechtere Figur als Lara Croft: Die Möglichkeiten sind begrenzter, die Kamera will ständig nachkorrigiert werden. Das nervt. Immerhin ist die Steuerung soweit okay, auch lockt der weitläufige Levelaufbau zu Entdeckungen. Abseits des Lösungsweges finden sich häufig neue Waffen und mehr von der knappen Munition. Kritisch wird’s, wenn Schrotgewehr, Scharfschützenflinte, Granatwerfer und andere Waffen zum Einsatz kommen. Rourke kann zwar jederzeit eine von drei Knarren zücken, doch die Ballerei gegen Soldaten, Bergarbeiter oder mutierte Indianer ist knifflig: Mit der L2-Schultertaste zieht der Held die Waffe, der rechte Stick dient zum Anvisieren, der linke bewegt den Helden. Mit der R2-Schultertaste wird gefeuert. Ist dann auch noch die Zoom-Funktion gefragt, muss der rechte Analogstick gedrückt werden. Wer das alles meistern will – und muss – während Rourke auch noch überm Abgrund hängt, der braucht Geduld und Übung.
Die Gegner-KI beschränkt sich auf simple und berechenbare Attacken, außerdem lassen sich die Feinde selbst hinter Mauern prima per Indianer-Vision aufspüren. Die Wirkung vieler Schießprügel nimmt der Mann am Abzug staunend zur Kennnis: Nur mit Scharfschützengewehr oder Bolzenwerfer hat man überhaupt eine Chance, ein entferntes Ziel auszuschalten. Die anderen Schießeisen wirken fast nur auf Armlänge. Und Rourkes ständige Begleiterin Yakecan ist während der Gefechte keine rechte Hilfe. Immerhin weist sie dem Helden ab und zu den richtigen Weg.
Soweit ist das Ganze also Durchschnittsware, daran ändert auch die Optik nichts. Egal, ob Stollen oder Prärie, Kaff oder Moloch, es fehlen Farben, Details, Effekte und Abwechslung, Gebäude und Gegner sehen immer gleich aus. Auch die mageren Zwischensequenzen machen die Augen nicht satt. Der Sound fügt schlappe Waffeneffekte, Schreie der Banditen und eine wechselnde Musikbegleitung hinzu. Wenigstens ist die deutsche Sprachausgabe ganz passabel gelungen. Einziger Lichtblick: Die Story lässt sich online auch im Koop-Modus abfeiern, die bekannten Multiplayer-Modi wie »Deathmatch« oder »Capture the Flag« fesseln hingegen kaum. Kurzum: Für den Preis bietet »Damnation« einfach zu viel Mittelmaß und zu wenige Höhepunkte, wirkt mithin veraltet. Da gibt es heutzutage deutlich Besseres.
Soweit ist das Ganze also Durchschnittsware, daran ändert auch die Optik nichts. Egal, ob Stollen oder Prärie, Kaff oder Moloch, es fehlen Farben, Details, Effekte und Abwechslung, Gebäude und Gegner sehen immer gleich aus. Auch die mageren Zwischensequenzen machen die Augen nicht satt. Der Sound fügt schlappe Waffeneffekte, Schreie der Banditen und eine wechselnde Musikbegleitung hinzu. Wenigstens ist die deutsche Sprachausgabe ganz passabel gelungen. Einziger Lichtblick: Die Story lässt sich online auch im Koop-Modus abfeiern, die bekannten Multiplayer-Modi wie »Deathmatch« oder »Capture the Flag« fesseln hingegen kaum. Kurzum: Für den Preis bietet »Damnation« einfach zu viel Mittelmaß und zu wenige Höhepunkte, wirkt mithin veraltet. Da gibt es heutzutage deutlich Besseres.
Ausgabe:
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test King of Fighters
PS3 Test Lego Harry Potter Die Jahre 5-7 PS3M sagt:
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Grafik _____________
Matschige Texturen, detailarme Ausstattung |
4 |
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Sound _____________
Wenige Soundeffekte, magere Musikbegleitung, deutsche Sprachausgabe |
6 |
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Steuerung __________
Bei Kletterpassagen gut, im Kampf unhandlich |
7 |
URTEIL 4.7/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 2 |
| Sound _____________ | 4 |
| Steuerung __________ | 5 |
URTEIL 2.4 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Blue Omega Entertainment
Entwickler Codemasters
Preis ab 60 Euro
Genre Action
Spieler 1 - 4
PSN Ja
USK-Freigabe ab 16 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Action im Wilden Westen einer alternativen Zeitrechnung.


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