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Guter Beitrag? 

 

 TEST 

 

DC Universe Online

Von Superhelden und Megaschurken

Bei Superman, Batman, dem Joker oder einem anderen Superhelden respektive -schurken in die Lehre gehen? In Metropolis oder Gotham City Bösewichte jagen, beziehungsweise in der Rolle eben dieser Unheil anrichten? Beides Wunschträume, die bisher kein Spiel unter einen Hut bringen konnte. Doch nun, liebe Comic-Fans, gibt es »DC Universe Online«, das erste Online-Rollenspiel für die Playstation 3, das genau das verspricht.
Zur Story: Die Alien-Bedrohung Brainiac raubt die Superkräfte der Erdenbürger. Der Blaue Planet scheint dem Untergang geweiht. Doch dann kommt ausgerechnet Fiesling Lex Luther, stibitzt die mit den Kräften gefüllten »Exobytes« und flieht zurück in der Zeit. In der Vergangenheit angekommen setzt er die konzentrierten Kräfte sogleich wieder frei. Die Folge: Viele Erdenbewohner werden plötzlich zu Superhelden. Und nun kommst du ins Spiel: Entscheide dich für oder gegen die Versklavung der Erde. Anschließend folgt die Charaktererstellung: Zunächst legst du Persönlichkeit, Geschlecht, Statur und die Art deiner Kräfte fest. Dann bestimmst du den Ursprung deiner Kräfte: ist’s übernatürliche Magie wie bei Wonder Woman, genetisch veranlagte Meta wie bei Superman oder basiert deine Stärke auf Technologie, wie die von Batman. Als Nächstes ist der Bewegungsschwerpunkt dran: Fliegen, Akrobatik oder Supertempo? Nun noch den Waffenfokus definieren, also zum Beispiel ob du eher mit Nahkampf-Schwert oder Beidhand-Wummen angreifst. Und dann das Aussehen festmachen.



All das dauert dir zu lange? Dann hilft ein Charaktergenerator aus, der lediglich eine von acht Inspirationen für deinen Superhelden-Anwärter verlangt: Deathstroke? Catwoman ? Oder doch lieber Circe? Die Möglichkeiten bei der Heldenerstellung begeistern. PS3M entscheidet sich schließlich für einen flugbegabten Hünen mit Helm, Umhang und zwei Knarren. Der Name: »The Writer«. Direkt darauf folgt die Einführung: Flucht aus dem Brainiac-Mutterschiff. Diese Sequenz bringt dem Spieler das eingängige Kampfsystem nahe, das sehr direkt reagiert, gute Rückmeldung gibt und actiongeladene Kämpfe gegen die Alienbrut garantiert. Zurück auf der Erde startet man dann, je nach gewähltem Mentor, in Metropolis oder Gotham. Beide Städte sind in zahlreiche Bezirke unterteilt und wirklich riesig. Dementsprechend warten auch massig Aufträge, in der Regel vermittelt von Comic-Legenden: Am Strand etwa spielt die Affenarmee von Bösewicht Gorilla Grodd verrückt; andernorts wurde The Flash entführt und harrt seiner Befreiung. Solche Missionen abarbeitend besucht der Spieler so nach und nach viele der aus den DC Comics bekannten Örtlichkeiten – inklusive Area 51. Glaubhaft gemacht: Wer abseits der Rumrennerei auch mal durchschnaufen und seine Vorräte aufstocken will, muss in eines der Polizeireviere oder ins Hauptquartier der eigenen Allianz flüchten. Pausieren wie in einem Offline-Game? Nicht vorgesehen.

Zum weiteren Spielverlauf: Mit zunehmender Charakterstufe greift dein Alter Ego auf immer mehr Kombos und Spezialangriffe zurück. Rollenspieltypisch beeinflussen Ausrüstungs- und Charakterwerte Parameter wie erlittenen und ausgeteilten Schaden. Ausweichen und Blocken sind ebenfalls entscheidend. Taktisches Vorgehen und Zusammenarbeit wird aber erst ab etwa Heldenlevel 15 wichtig. Ähnlich solide der Sound: Die kompetenten Sprecher bauen eine dichte Atmosphäre auf. Die scheppernden Effekte gefallen ebenfalls.



Klar, sonderlich innovativ ist das Gesamtkonzept zwar nicht, dafür entschädigen jedoch jede Menge spaßige Quests. Wie diese: The Flash bittet um Hilfe. Brainiac greift Kommunikationsgeräte an und muss um jeden Preis aufgehalten werden. Also raus aus der Basis und rein in die Häuserschluchten von Metropolis. Die Invasoren rücken in Scharen an, nun drängt die Zeit. Aus dem Flug heraus folgt die donnernde Landung inmitten der ersten drei Schergen – Triple-Strike! Die Knarren ausgepackt, zerlegt The Writer nun Gegner um Gegner. Drei endlose Minuten lang. Dann endlich kommt die lang ersehnte Unterstützung durch andere Mitspieler. Zwei rauschen nach dem Sieg sofort wieder ab, der dritte dagegen bleibt. Und schließt sich wenig später dem »Writer«-Team an. Tagesfazit: Viele tote Schergen, ein neuer Kumpel – morgen geht’s gleich weiter!



Klingt alles nach ziemlich viel Spaß? Eigentlich ja. Nur leider trüben noch diverse Programmfehler das Superhelden-Vergnügen. So war beim Test der Sound nicht immer passend zum Geschehen. Auch Hintergrundgrafiken und entfernte Gegner bauten sich teilweise erst sehr spät auf. Die immens langen Ladezeiten wurden mit dem ersten Patch zwar schon gehörig beschleunigt, aber auch hier ist noch Luft nach oben. Trotzdem fällt das alles nicht all zu stark ins Gewicht, denn unterm Strich motivieren die Erkundung der Welt und das Bestreiten der immer knackigeren Kämpfe ungemein. Hinzu kommt die gute Unterstützung seitens Sony mit immer neuen Quests und Updates. Kurzum: Wer auch mal über Fehler hinwegsieht und die DC-Figuren mag, ist hier bestens aufgehoben.
Ausgabe:
weiter PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
weiter PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
weiter PS3 Test Street Fighter X Tekken
PS3M sagt:
Grafik _____________

Für ein reines Onlinespiel überraschend gute Effekte und Texturen

7
Sound _____________

Krachende Effekte, ambitionierte deutsche Sprecher, belanglose Musik

8
Steuerung __________

Verständlich, guter Superkraft-Einsatz, manchmal dennoch hakelig

7

URTEIL 8.1/10

 

Leserwertung:
Grafik _____________ 7
Sound _____________ 8
Steuerung __________ 8

URTEIL 8.2 /10

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AUF EINEN BLICK __

EAN:

Publisher Sony

Preis ab 55 Euro

Genre Online-Rollenspiel

Spieler 1 - hunderte

PSN ja

USK-Freigabe ab 12 Jahren

 

KURZ UND KNAPP __

Comic-Fans weltweit jubeln: endlich ein MMO mit allen namhaften Superhelden.

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