TEST
Tom Clancy's H.A.W.X. 2
Hier brennt die Luft.
Wieder einmal beschwört der US-Thrillerautor Tom Clancy den Dritten Weltkrieg herauf; oder gibt zumindest seinen Namen für folgendes Szenario her: Im Nahen Osten herrscht Chaos, in Europa auch, und zu allem Übel wurden in Russland nukleare Sprengköpfe gemopst. Wie sich das Ganze entwickelt? Das wird anhand eher fader Missionsbriefings erzählt. Um den bösen Buben ein Ende zu bereiten, schwingen sich die Piloten genau wie im ersten »H.A.W.X.« hinter die Steuerknüppel hochmoderner Kampfjets: Eurofighter, F/A-18E Super Hornet, F-22 Raptor zum Beispiel; neuerdings gibt es aber auch unbemannte Drohnen, die Luftschläge einleiten. Überdies nimmt man als Bordschütze Platz im mächtigen Gunship vom Typ AC-130U Spooky und gibt richtig Zunder. Gut geschützt vor feindlichem Beschuss lässt man mit der 105mm-Haubitze Granaten auf Bodentruppen regnen und holt mit der Gatling-Kanone Kampfhubschrauber vom Himmel. Nette Abwechslung.

Unter den Wolken…
Neu sind zudem Luftbetankungen sowie Starts und Landungen, sogar auf Flugzeugträgern. Die lassen sich allerdings nur mit Übung reibungslos über die Bühne bringen. Davon abgesehen geben sich die 21 Missionen aber recht überraschungsfrei. Im Mittelpunkt der Action-Flugsimulation stehen rasante Luftkämpfe, meist in Bodennähe. Oft jagen 20 Maschinen und mehr durch die Luft. Zahllose Geschützsalven und Luft-Luft-Raketen suchen erbarmungslos ihr Ziel – hier brennt wahrlich der Himmel. Schade, dass ein Abschuss nur mit faden Feuerbällen belohnt wird, keinerlei Trümmerregen weit und breit. Schaden am eigenen Flugzeug? Steckt man einen Treffer ein, raucht die Maschine ein paar Sekunden, das war‘s. Davon abgesehen funktioniert das Grafiktriebwerk recht gut: scharfe Modelldetails und nette Schattenspiele auf den Tragflächen, wenn sich die Jäger gen Sonne in den Himmel schrauben – klasse. Überzeugen können ferner die Bodentexturen. Ob russische Bergketten oder flirrende Wüsten, die Landschaften sehen gut aus – die Gebäude am Boden sind dagegen weniger spektakulär.

Runter kommen sie immer
In den meisten Missionen steigen mehrere Flügelmänner mit auf. Doch trotz Feuerunterstützung heißt es: aufpassen. Jederzeit muss man bereit sein, einen Verfolger abzuschütteln. Im Allgemeinen leistet die KI solide Arbeit, mit ein paar Wendemanövern hat man sich aber trotzdem schnell hinter etwaige Verfolger gehängt. Zumindest im einfachsten der drei Schwierigkeitsgrade. Die anderen beiden verlangen einem deutlich mehr ab.
Die Schlachten selbst spielen sich nach wie vor geschmeidig, denn die direkte Flugzeugsteuerung funktioniert ebenso gut wie im Vorgängerspiel. Nicht optimal jedoch die Kontrolle im sogenannten Schubvektor-Modus: Hier schwebt die Kamera Hunderte Meter vom Jäger entfernt, damit der Spieler spektakuläre Wende- und Ausweichmanöver einleiten kann. Sieht zwar optisch toll aus, steuert sich aber leider oft unpräzise, was die Idee etwas entwertet. Alles in allem ist »H.A.W.X. 2« demnach keine großartige, wenngleich unterhaltsame Luftnummer.
Ausgabe:
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test King of Fighters
PS3 Test Lego Harry Potter Die Jahre 5-7 PS3M sagt:
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Grafik _____________
Detaillierte Flugzeugmodelle, einige schlecht eingefügte Effekte |
7 |
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Sound _____________
Gelegentliche Tonaussetzer, teils seltsamer Triebwerks-Sound |
6 |
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Steuerung __________
Im Standard-Modus präzise, im Schubvektor-Modus schwammig |
7 |
URTEIL 7.5/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 8 |
| Sound _____________ | 7 |
| Steuerung __________ | 8 |
URTEIL 8.0 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Ubisoft
Entwickler Ubisoft Romania
Preis ab 60 Euro
Genre Action-Flugsimulation
Spieler 1 - 16
PSN Ja
USK-Freigabe ab 16 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Nach wie vor spannende Missionen, leider fehlt‘s an Verbesserungen und wahren Höhepunkten.

