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Guter Beitrag? 

 

 TEST 

 

Infamous

Action für jeden, der mal so richtig elektrisiert werden möchte…

Ein ganz normaler Tag in der amerikanischen Großstadt Empire City: Plötzlich eine Explosion, die einen halben Stadtteil verwüstet. Was ist passiert? Ein Terrorangriff? Cole McRath kommt mit schweren Brandwunden zu sich, um ihn herum ein brennendes Inferno. An diesem Tag hat sich nicht nur für Empire City alles verändert. Auch Fahrrad-Kurier Cole entdeckt eine neue Seite an sich. Er hat plötzlich die Fähigkeit, Elektrizität zu beeinflussen. Kurz darauf fällt er für mehrere Tage ins Koma. Nach seinem Erwachen sieht die Lage in der Stadt noch düsterer aus: Polizeikräfte gibt es kaum, Gewalt herrscht an allen Ecken und Enden. Zu allem Überfluss rafft auch noch eine rätselhafte Seuche große Teile der Bevölkerung dahin, Empire City ist unter Quarantäne gestellt. Es gibt keine Nahrung, kein Entkommen. Die Regierung lässt nur das Notwendigste einfliegen und über der Stadt abwerfen. Wahrlich apokalyptische Zustände, in denen sich Coles neue Fähigkeiten noch als sehr nützlich herausstellen.

Widerstand ist zwecklos
Der Tag der Explosion dient als Lauf- und Actiontraining. Danach geht’s auf dem Dach eines Hochhauses weiter. Hier lernt er der Spieler eine weitere grundlegende Fähigkeit: den Standardschuss. Feine Sache, denn damit ist Cole nicht mehr nur auf den Nahkampf beschränkt. Die Funktionsweise erinnert an »GTA«. Mit der L1-Schultertaste schaltet die Kamera in die Schulteransicht mitsamt Visier um; dann mal eben R2 antippen, schon saust einen satter Elektro-Blitz Richtung in Richtung Opfer. Nachdem Cole auf diese Weise ein paar Schaufensterpuppen geröstet hat, soll er zusammen mit seinem Kumpel Zeke ein Essenspaket sichern, bevor es sich die Reaper schnappen. Reaper? Diese in Kapuzenpullover gehüllten Psychopathen haben das Neon-Viertel komplett unter ihrer Kontrolle. Aber Cole fasst sich ein Herz und erklärt sich bereit, auf eine riesige Skulptur zu klettern und die Ladung von dort zu bergen.

Genau in diesem Moment greifen die Reaper an. Im ersten Kampf fällt sofort auf, dass Cole trotz seiner Superkräfte nicht unbesiegbar ist. Die Gangmitglieder schießen genau, jegliche Farbe weicht aus dem Bild: ein deutliches Zeichen. Wie so oft im Action-Genre gilt: Jetzt aber in Deckung! Kurz die die Kreis-Taste antippen, und Cole heftet sich an einen Mauervorsprung.
Unter Strom
Bald darauf macht sich die offene Spielwelt bemerkbar – die Freiheit ruft. Nachdem die FBI-Agentin Moya den Helden zur Zusammenarbeit zwingt, darf er das Neon-Viertel nach Herzenslust erkunden. Zunächst wundert man sich vielleicht, warum Cole sich nicht in die wenigen verbliebenen Autos hocken kann. Aber wieso im Stau stecken bleiben, wenn unser Held relativ flott rennen und zusätzlich noch jedes Haus der Stadt erklimmen kann? Ganz egal, ob Laternenpfosten, Stützsäule oder Mauerritze, irgendwie kommt der agile Ex-Fahrradkurier – kein Witz, so wird’s einem zwischendurch erzählt – immer nach oben. Fleißig wird die Sprungtaste genutzt, das Ganze fühlt sich oft sehr nach Jump ’n’ Run alter Schule an – hier wird mal wieder richtig Geschick abverlangt. Die Kameraführung legt auch keine Steine in den Weg des Spielers. Zunächst fühlt sich das vielleicht etwas umständlich an, nach kürzester Zeit stellt sich aber ein herrliches Gefühl der Kontrolle ein. Das hier ist kein Spiel, das sich zum größten Teil allein steuert. Es macht aber auch einfach richtig Laune, von Hausdach zu Hausdach zu klettern. Zum guten Spielgefühl tragen die stetig wachsenden Fähigkeiten des Protagonisten ein gerüttelt Maß bei. Während Cole anfangs nur klettern und sonst wenig kann, driftet er später mit Highspeed über Stromleitungen oder Hochbahn-Gleise oder gleitet per elektrischem Impuls langsam gen Erdboden.
Ganz und gar nicht spannungsarm
Bei den Story-Missionen wird ähnliche Abwechslung geboten. Mal soll Cole eine Hochbahn wieder in Gang setzen, während er von allen Seiten unter Beschuss gerät, oder er muss einen mit Verletzten besetzten Bus zu einem Krankenhaus eskortieren. Immer wieder verschlägt es den Helden sogar in die Kanalisation, wo er die Stromversorgung des jeweiligen Viertels wieder in Gang setzen muss. Ist ein Stromkreis wieder geschlossen, bekommt Cole eine neue Fähigkeit. So eignet sich der Held im Verlauf 15 Fähigkeiten an – eine davon exklusiv für die jeweilige Gesinnung. Obwohl das Spiel vom Fernkampf geprägt ist, nimmt der Held übrigens keine einzige Waffe zur Hand. Aber keine Sorge, Coles Kräfte können fast dasselbe wie eine Bleipuste. Selbst einen Präzisions-Schuss gegen ungeliebte Scharfschützen lernt Cole im Spielverlauf.

Die Unter-der-Erde-Passagen sind zudem von anspruchsvoller Hüpf-Action geprägt. Weil Cole immer unter Strom steht, sollte er den Kontakt mit Wasser meiden. Vor allem in späteren Spielteilen mit massig Feindbeschuss können die Untergrund-Abschnitte ziemlich stressig werden. Auch hier fällt wieder auf, wie herausfordernd der Schwierigkeitsgrad ist. Dank der bereits erwähnten fairen Rücksetzpunkte artet das Ganze jedoch nie in Frust aus. Wem es doch zu viel wird, kann den Schwierigkeitsgrad jederzeit eine Stufe niedriger stellen.
Hochspannung pur
Bis die Ursache für die Explosion zum Start des Spiels herausgefunden ist, wird Cole mit jeder Menge Feinde konfrontiert. Die bieten ebenfalls überraschend viel Abwechslung. Bereits die Reaper kommen in unterschiedlichen Bewaffnungsstufen daher, manche gar mit ähnlichen Kräften ausgestattet, über die auch Cole verfügt. Später wird‘s noch abgedrehter. Im zweiten Stadtteil – Warren – haben die »Vergänglichen« die Macht an sich gerissen. Das sind durchgeknallte Obdachlose, die sich bewaffnet haben und einen riesigen Turm aus Schrott bauen. Mit ihren telekinetischen Fähigkeiten erschaffen sie zudem kleine spinnenartige Müllmonster oder Ehrfurcht einflößende Golems. Und die dritte Feindfraktion? Die lassen wir an dieser Stelle mal unbeschrieben, weil sie für die Geschichte wichtig ist.

In jedem der drei Stadtteile wartet zudem ein Bossgegner auf Cole, das jeweilige Oberhaupt der Feinde. Die Auseinandersetzungen sorgen zumindest teilweise für Höhepunkte. Warum nur teilweise? Nun ja, die Bosse hätten einen Tick anspruchsvoller sein können. Bloßes Draufschießen und Ausweichen reicht, um jeden von ihnen in die Knie zu zwingen. Da fehlt einfach der Kick, die Schwachstelle herauszufinden. Dafür gibt es bei zweien der drei noch Quicktime-Events, die sogar gelungen sind und nicht negativ auffallen.

Mag sein, dass der eine oder andere Grafikfetischist ein bisschen das Gesicht verzieht – wer sich deshalb dieses Spiel nicht gibt, versäumt aber wirklich was. Die Action ist klasse, das Jump ’n’ Run wird voll kontrolliert in die Handlung umgesetzt und diese wiederum fesselt von Anfang bis Ende. Lediglich die Spielzeit hätte einen Tick länger sein dürfen. Nach gut 15 Stunden ist alles erledigt – jedenfalls, wenn man die Suche nach Audio-Dateien außen vor lässt…
Nicholas Buracas
Ausgabe:06/09
weiter PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
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KOMMENTARE:

Joker89
ein riesen spaß, der lange halten wird , ,... vorallen da man frei entscheiden kann, ob man gut oder böse sein will , und damit die ganze story beeinflusst , .... einfach ein top spiel , kann ich echt nur empfehlen , ...pflichtkauf
(24.07.09 11:17 Uhr)
PS3M sagt:
Grafik _____________

An sich ansehnlich, aber mit Flimmern und Pop-Ups

7
Sound _____________

Knalliger Sound, treibende Electro-Mucke

8
Steuerung __________

Durchdacht und nicht zu passiv

8

URTEIL 8.7/10

 

Leserwertung:
Grafik _____________ 8
Sound _____________ 8
Steuerung __________ 8

URTEIL 8.9 /10

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AUF EINEN BLICK __

EAN:

Publisher Sony

Entwickler Sucker Punch

Preis ab 60 Euro

Genre Action

Spieler 1

PSN Nein

USK-Freigabe ab 18 Jahren

 

KURZ UND KNAPP __

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