TEST
Monkey Island 2: SE
Achtung, hinter dir! Ein dreiköpfiger Affe!
Ahoi, ihr übelriechenden, grog-gurgelnden Bastarde! Zeit den Papagei zu entstauben und die Säbel zu wetzen. Denn endlich ist »Monkey Island 2 Special Edition: LeChuck's Revenge« als Download auf dem Playstation Network eingelaufen. Und das punktet, wie vorher bereits »The Secret of Monkey Island« mit vielen überarbeiteten Details: allen voran frische, handgemalte Grafiken; alles wunderhübsch, bis auf einige gelegentlich ruckelnde Animationen. Ansonsten bleibt alles beim Alten, oder?

Ziemlich. Die Hauptrolle kommt immer noch Guybrush Threepwood zu, mittlerweile sowas wie ein echter Pirat mit Dreitagebart und blauem Mantel. Doch trottelig ist er nach wie vor und verliert schon nach den ersten Schritten sein angehäuftes Vermögen. Macht aber nicht, denn eigentlich sucht er nach dem größten Schatz aller Zeiten: Big Whoop! Dazu muss er jedoch erst einmal von der Insel runter, die von Terror-Typ Largo beherrscht wird.
Um das zu bewerkstelligen, gilt es wie vor fast 20 Jahren aus Spucke und Stofffäden eine Vodoopuppe zu basteln und Holzbeine von schlafenden Piraten abzusägen. In der Praxis steuert man Guybrush also durch hübsch flache Kulissen, führt Multiple-Choice-Dialoge mit Voodoo-Damen und anderen schrägen Vögeln und sammelt Objekte ein, die anschließend sinnvoll eingesetzt werden wollen. Das ist manchmal knifflig, teils albern, insgesamt aber ein fantastisches Erlebnis, nicht nur für Retrofans.

Einfach affig
Manko für Kenner des Originals ist die an Konsolenverhältnisse angepasste Steuerung: Heißt: Guybrush und Mauszeiger bewegt man mit den Analogsticks, Aktionen löst man mit der Kreuz-Taste aus. Etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber nach kurzer Zeit gut. Trotzdem: Wer eher auf echte Maussteuerung steht, sollte die PC-Version über das Spiele-Netzwerk Steam laden.

Denn auch die hat diesen brillanten Gag, dass man per Select-Taste jederzeit auf Original-Pixel-Grafik umschalten kann. Leider, leider sind dann aber alle Texte und Dialoge komplett englisch. Die »Special Edition« bringt zumindest deutsche Untertitel mit, doch auch ihr muss man die englische Sprachausgabe nachsehen. Unverständlich, weshalb auf eine deutsche Tonspur verzichtet und ergo die Ausgrenzung jüngerer Gamer und deutschliebender Piraten in Kauf genommen wird.

Beinharte Fans wiederum werden die Introsequenz mit den tanzenden Affen vermissen. Und außerdem jenes kleine Menü, das einem beim Original von 1991 zu Beginn die Wahl zwischen »Ich will alles! All die Puzzles! All die Arbeit!« und »Ich spiele so selten Adventure-Spiele. Ich probier erstmal« lässt. Es gibt also keine zwei Schwierigkeitsgrade mehr, sondern nur noch den höheren – den dafür inklusive jederzeit abrufbaren Rätselhilfen. Einsteiger werden das dankbar annehmen.
Unterm Strich handelt es sich um eine gelungene Modernisierung eines Klassikers, der den Charme des Originals trotz kleiner Mängel erfolgreich einfängt. Rund acht Stunden Piratenspaß für knapp zehn Euro? Guter Kauf!
Ausgabe:08/10
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
PS3 Test Street Fighter X Tekken PS3M sagt:
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Grafik _____________
Pixelgrafik und neue handgemalte Kulissen: gefällt! |
8 |
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Sound _____________
Tolle englische Sprecher, neue üppige Sounds |
8 |
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Steuerung __________
Braucht Eingewöhnung, ist dann aber klasse |
7 |
URTEIL 8.6/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 6 |
| Sound _____________ | 8 |
| Steuerung __________ | 7 |
URTEIL 9.1 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Lucasarrts
Entwickler Lucasarts
Preis 9,99 Euro
Genre Abenteuer
Spieler 1
PSN nein
USK-Freigabe ab 12 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Großartiges, prima aufgehübschtes Priatenabenteuer für Knobelfans.

