TEST
MotoGP 10/11
Gran Turismo hat einen zweirädrigen Bruder
Beim MotoGP ist jede Runde Nervenkitzel pur. Mit 250 Sachen an Tribühnen vorbeirasen, sich fast horizontal in Kurven lehnen und Windschatten anderer Fahrer ausnutzen, das fetzt. Entsprechend erfreulich, dass Hersteller Capcom auch pünktlich zum diesjährigen Saisonstart der Motorrad-Königsklasse seine virtuellen Sattelakrobaten an den Start rollt. Volle Lizenz von Veranstalter Dorna, umfangreiche Einzelspieler-Modi, das kennt man schon aus dem Vorgängerspiel. Überarbeitete Physik, lokaler Koop-Modus und allerhand Neues machen hieraus aber mehr als nur einen Zahlenwechsel im Titel. Das hier ist Pflichtprogramm für Zweirad-Fans, die auf Simulationen stehen. Und auf Tempo…

Innerhalb von zwei Sekunden beschleunigst du mit der R2-Schulteraste auf über 100 Sachen. Die konstanten 60 Bilder pro Sekunde lassen Motorräder und Kulissen herrlich flüssig über den Bildschirm rasen. Sofort spürst du die überholte Physik und weißt: Die Feuerstühle lenken sich noch präziser als die im Vorjahr.
Je nach Klasse jagen bis zu 27 Fahrer gleichzeitig im Einzelspieler-Modus über den Sachsenring, den Circuit Ricardo Tormo und die 16 anderen, über den ganzen Globus verteilten Strecken. Sowohl Biker und ihre Maschinen als auch Etappen sind bis ins kleinste Detail dem Original nachempfunden. Outfits, Logos, Tribünen – hier stimmt einfach alles.

All dies ebnet den Weg für die fünf abwechslungsreichen Spielmodi, angefangen beim klassischen Weltmeisterschaftsmodus: In die Haut von Lorenzo oder Rossi schlüpfen und auf den 800 Kubik starken Prototyp-Maschinen Pokale einfahren – darum geht’s. Bevor Nachwuchs-Piloten allerdings diese PS-Bestien beherrschen, braucht‘s viel Übung. Gerade Einsteiger werden daher die langsameren Klassen der 125 und 250 Kubik alias Moto2 mit offenen Armen empfangen. Frustvorbeugend: acht zuschaltbaren Fahrhilfen sowie eine Rückspul-Funktion.
Wer dagegen auf Fahrhilfen verzichtet, die höheren der vier Schwierigkeitsgrade auswählt und mehr Runden fährt, den belohnt vor allem der spaßige Karriere-Modus. Denn Ruf und Preisgeld des selbst erstellten Teams hängen von genannten Faktoren ab. Doch die Mühe lohnt: Top-Ränge führen zu zahlungskräftigeren Sponsoren und besseren PR-Managern und Ingenieuren. Letztere optimieren die Bikes spürbar. Rennen gewinnen, Sponsoren anziehen und Preisgelder kassieren – das fesselt wochenlang. Und wer doch mal Hilfe braucht, kann jederzeit einen Freund via Splitscreen-Modus zuschalten und im Team durchstarten.

Einmal an die Spitze gefahren, tauscht man seine Bestzeiten online aus, beendet Rennen unter Zeitdruck im Herausforderungs-Modus oder misst sich im Mehrspieler-Modus für bis zu 20 Wohnzimmer-Raser. Dank solidem Netzwerk-Code klappt das Ganze WM-verdächtig gut. Schade nur, dass Online-Freunde im Karriere-Modus nicht mitrasen dürfen. Ferner enttäuscht manch matschige Fahrer-Textur und sterile Kulisse. Auch rasen die KI-Kollegen auf den höheren Schwierigkeitsgrad deutlich zu aggressiv und starten seltsame Rammangriffe. Dennoch: Selten hat sich ein Bike so echt und 200 Stundenkilometer so mitreißend angefühlt, wie bei »MotoGP 10/11«. Applaus!
Ausgabe:04/11
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
PS3 Test Street Fighter X Tekken PS3M sagt:
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Grafik _____________
Rasante 60 Bilder pro Sekunde, jedoch teils matschige Texturen |
8 |
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Sound _____________
Fetziger Elektro-Soundtrack, klasse Motoren-Sounds |
9 |
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Steuerung __________
Frei konfigurierbar, sehr präzise |
9 |
URTEIL 8.7/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 0 |
| Sound _____________ | 0 |
| Steuerung __________ | 0 |
URTEIL 0.0 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Capcom
Entwickler Monumental Games
Preis ab 50 Euro
Genre Rennsimulation
Spieler 1-20
PSN ja
USK-Freigabe ab 0 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Geschwindigkeitskick mit voller MotoGP-Lizenz.

