TEST
Motorstorm Apocalypse
Weltuntergang im Highspeed-Tempo
Die Welt geht unter und du bist mittendrin. Wolkenkratzer stürzen ein, Brücken brechen auseinander, Straßen reißen auf. Doch dich und die anderen 15 PS-Wahnsinnigen juckt das nicht die Bohne. Im Gegenteil: Dieser Reigen aus Chaos und Zerstörung ist der ideale Ort für das nächste »Motorstorm«-Event. Waren Canyons, eine Insel und Polargebiete die Szenarien-Shooting-Stars vergangener »Motorstorm«-Spiele, geht’s diesmal in einer von der Apokalypse heimgesuchten Stadt zur Sache, die Ähnlichkeiten mit San Francisco aufweist. Das Spielziel: »Motorstorm«-Sieger werden, den Pokal holen und bei jedem Rennen heil durchs Ziel rollen. Dass gerade letzterer Punkt alles andere als einfach umzusetzen ist, wissen Kenner der insgesamt vier anspruchsvollen Vorgängerspiele auf Playstation 3 und PSP nur zu gut.

Mesh ist eigentlich noch zu jung zum Sterben. Ein Afro-Amerikaner, gerade mal Anfang 20, hat sein ganzes Leben noch vor sich. Doch die Zwischensequenzen des Story-Modus im coolen Comicstil zeigen den Halbstarken mit seiner blondierten Kurzhaarfrisur entschlossen: Er will der neue »Motorstorm«-Champion werden. Große Worte für einen Neuling in der Szene. Aber Floskeln und Alter zählen hier sowieso kaum, Taten müssen sprechen. Immerhin wollen auch Draufgänger Tyler und Fahr-Profi Big Dog im späteren Kampagnen-Verlauf aufs Treppchen. Also rein in Buggy, Quad, Geländewagen oder ein anderes Gefährt der 11 weiteren Fahrzeugklassen und rauf auf die Piste. Mit der R2-Schulteraste beschleunigst du deine Klitsche, nur um Sekunden später in Hochgeschwindigkeit durch abgelegene Häfen, verwüstete Stadtgebiete und über die Dächer völlig ramponierter Hochhäuser zu fegen. Insgesamt 40 abwechslungsreiche Strecken erwarten dich im Kampagnenverlauf – Sprungschanzen, Tunnel und stapelweise Haarnadelkurven inklusive. Schon nach wenigen Spielminuten wird unmissverständlich klar. »Apocalpyse« bietet einen Temporausch der Extraklasse. Hier geht’s meterhoch rauf, nur um kurz darauf noch tiefer zu fallen. Und wenn’s sein muss, küssen halt auch mal ein paar Passanten die Kühlerhaube. Kollateralschaden, sozusagen.
Wieder mit dabei: Adrenalinjunkies injizieren mit der Kreuz-Taste Lachgas in den Motor. Der Bildschirm verzerrt, die Beschleunigung maximiert, der Abstand zur aggressiven KI-Konkurrenz vergrößert sich – oder schrumpft. Je nachdem wo man sich befindet. Doch Vorsicht: Zu langes Nachbrennen endet in einer selbstzerstörerischen Explosion. Der Nitro-Einsatz will folglich bedacht sein um Überhitzungsproblemen vorzubeugen.

Um schnell Fortschritte zu machen, ist das Einstudieren der Streckenführung ein entscheidender Faktor. Denn entsprechend der gerade stattfindenden Apokalypse sind auch die Pisten in einem teilweise katastrophalen Zustand. Anders formuliert: Wer es schafft, eine Runde zu meistern, ohne ein Hindernis zu rammen, an einer Betonwand zu zerschellen oder auf andere Weise in einem gleißenden Feuerball aufzugehen, darf sich als echter Könner bezeichnen. Schuld sind das hohe Tempo und die teils undurchsichtige Streckenführung. Und wenn dann noch Häuser über dir spektakulär einstürzen oder die Straße mal eben komplett weg bricht ist die Weltuntergangsstimmung perfekt.
Die Strecken verinnerlichen, das richtige Tempo finden und auch mal mittels L2- und L1- Schultertasten in die Eisen steigen – darauf kommt’s an. Ebenfalls vorteilhaft: mit der Viereck- und Kreis-Taste eine Rammattacke starten, um die fordernden KI-Fahrer aus der Bahn zu werfen. Auch die Analyse der in den Zwischensequenzen eingeblendeten Tipps lohnt: Zum Beispiel wird der Motor schnell gekühlt, wenn im Flug der Finger vom Gashebel bleibt. Falls es dann doch mal zum Crash kommt – kein Problem. Ein kurzer Tipper auf die Select-Taste, schon geht’s kaum zeitverzögert zurück auf die Strecke.

Super: Trotz toller Fernsicht, detaillierter Fahrer und Fahrzeuge sowie der hohen Geschwindigkeit bleiben nervige Ruckler oder Hänger komplett aus. Schade nur, dass dafür matschige Texturen umso mehr ins Auge stechen. Ferner enttäuscht die magere Vielfalt von gerade mal vier unterschiedlichen Spielmodi. So gehen neben klassischen Platzierungsrennen noch Zeit-, Eliminierungs- und Verfolgungsrennen an den Start. Die beiden Letztgenannten spielen sich zudem sehr ähnlich: Alle zehn Sekunden wird der Spieler ganz hinten im Pulk aus dem Rennen geworfen – bis schließlich ein Gewinner feststeht. Dennoch dürften sich diese Varianten dank des Vier-Spieler-Splitscreen-Modus zum Party-Spaß entwickeln. Allerdings müssen – egal ob nun zu zweit oder viert – alle Teilnehmer in Kauf nehmen, dass das Bild dann nur im 4:3-Modus dargestellt wird. Das kann ein »Split/Second: Velocity«, wenn auch nur im Zwei-Spieler-Modus, besser. Allerdings läuft der geteilte Bildschirm sogar dann rund wenn man zu sechzehnt ohne spielt. Zusammen mit den fetzigen Elektro-Beats von Sound-Virtuosen wie DJ Shadow und Co. ein mindestens zehn, im Mehrspieler-Modus sogar 15 Stunden fesselnder Adrenalin-Kick, den jeder Arcade-Racing-Fan erlebt haben sollte.
Ausgabe:
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
PS3 Test Street Fighter X Tekken PS3M sagt:
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Grafik _____________
Herrlich abwechslungsreich, sehr schnell, manchmal aber matschig |
8 |
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Sound _____________
Gute deutsche Sprachausgabe, fetter Soundtrack |
8 |
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Steuerung __________
Schnell erlernt, jedoch nicht manuell konfigurierbar |
8 |
URTEIL 8.5/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 8 |
| Sound _____________ | 8 |
| Steuerung __________ | 8 |
URTEIL 8.4 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Sony
Entwickler
Preis ab 65 Euro
Genre Arcade-Rennspiel
Spieler 1 - 16
PSN ja
USK-Freigabe ab 16 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Exklusiv für Playstation 3: zerstörerischer Rennspaß mit Blechschaden-Garantie.


KOMMENTARE:
Man muss schon sagen das ich ein echt Fan der Motorstorm - Reihe bin. Und so kann ich doch, wie ich finde, ganz gut das Spiel bewerten.
Beginnen wir mit dem Intro Video, das ist leider auch in dem Comic Style präsentiert und hat kein bisschen Aktion. Da sind die Intros, der anderen Teile, wesentlich besser gelungen und machen richtig Lust auf das Spiel. Dass die Entwickler eine Story in das Spiel eingebaut haben, finde ich echt super. Allerdings ist diese ein Witz. Aber bei Motorstorm ging es schon immer um brachiale Rennen abseits der Welt und der Straße. Mindestens haben die Entwickler das abseits der restlichen Welt beibehalten, denn in dieser, von Erdbeben erschütterte und zerstörte Stadt, möchte nun wirklich kein normaler Mensch bleiben. Die Motorstormler sind aber keine normalen Menschen, sie sind auf Freiheit aus, die ihnen nur die aberwitzigen Rennen durch z.B. zerstörte Städte bringen kann. Die erste Version der zwei Festival Tage ist noch recht einfach. Die darauf folgenden werden dann immer schwerer und unfairer. Gerade im letzten Teil des Festivals hatte ich oft das Gefühl, dass nicht nur die Zerstörung und Veränderung durch Skripte bestimmt sind, sondern auch die Gegner. Ich kann von mir behaupten das ich ein recht guter Fahrer bin und somit kann ich gut beurteilen das man oftmals keine Möglichkeit hat ein komplettes Rennen Erster zu sein. Dieses Phänomen ist mir besonders auf einer Strecke in den Docklands aufgefallen. Immer erst auf den letzten 500 Metern hatte ich die Möglichkeit den Ersten zu überholen. Weiterhin war der Erstplatzierte immer der selbe LKW. Auch auf der letzten Version von Skyline springen alle vor dem Speiler platzierten zu kurz und man ist Erster oder zu mindestens Zweiter. Diese Umstände haben den Spielspaß doch sehr gebremst, man muss aber auch sagen das ich nie Aufgegeben habe und alle drei Schwierigkeitsgrade abgeschlossen habe und das relativ schnell.
Die Grafik hat in meinen Augen einen sehr großen Sprung, im Vergleich zum vorherigen Teil, gemacht und hat mich echt beeindruckt. Auch die Tatsache das es 40 Strecken gibt finde ich echt super. Die 13 Fahrzeugklassen sind auch top, nur das man die Wagen im Online Modus freischalten muss finde ich nicht gut. So hat man von jeder Klasse lediglich nur 1 Fahrzeug von Anfang an zur Verfügung.
Fazit: Das Spiel hat mir im Großen und Ganzen viel Spaß gemacht, nur die oft unfaire KI hat stellen Weise genervt. Ich kann eine Kauftipp aussprechen. Weiterhin empfehle ich aber auch das Speil erst zu kaufen wenn es günstiger geworden ist.
PS.: Sich beim Rasieren zu schneiden ist keine schöne Sache und kann ich keinem empfehlen, auch deswegen weil der Schnitt wie Saus blutet und damit noch eine schönen Tag.
ich habe den besagten Titel nun fast das Erste mal durchgespielt.
Ich kann mich jetzt nur auf den Single-Player, Festival, beziehen. Insgesamt muss ich sagen hat mir der zweite Teil mehr Spaß gemacht bzw. ich habe ihn zugänglicher empfunden. Die Rennen sind aber absolut irre, die Steuerung habe ich klassisch wie in Teil 2 und komme wie gewohnt klar. Die erzählte "Story" hätten sie sich lieber sparen dürfen, die ist der absolute shice, es gibt kaum eine Sequenz die ich nicht wegdrücke weil sie so schlecht sind. :(
Dennoch die reinen Rennen haben es echt in sich, meist schaffe ich es erst auf den letzten Metern mich auf Platz 1 zu kämpfen.
Mein Tip, eher warten bis man das Spiel günstiger oder gebraucht bekommt, sonst ist der Titel aber TOP.