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 TEST 

 

Prince of Persia

Wenn ein Spiele-Hersteller ein bekanntes Konzept verwirft und etwas ganz Neues probiert, muss er schon sehr überzeugt sein. In diesem Fall zu Recht.

Vor ziemlich genau einem Jahr haben die Jungs und Mädels von Ubisoft Montreal mit dem Fernost-Abenteuer »Assassin’s Creed« bereits den Beleg dafür erbracht, dass sie fähig und gewillt sind, Spielideen abseits des Etablierten mit viel Aufwand so in Form zu bringen, dass sie faszinieren und begeistern. Und jetzt wieder so ein Ding. Was wäre leichter gewesen, als die fesselnden Action-Abenteuer rund um den orientalischen Märchenhelden »Prince of Persia« und den »Sand der Zeit« mit aufgehübschter Grafik fortzusetzen? Aber bei Ubisoft traut man sich offensichtlich den Schritt auf neues Terrain zu. Und so liefert »Assassin’s Creed« zwar die technische Basis für den neuen »Prince of Persia«, aber abgesehen ist hier vieles neu und anders und entdeckenswert – gerade auch im Vergleich mit früheren Teilen aus der Prinzen-Reihe.

Ich bin das Dunkel…
Sofort fällt der Grafikstil auf. Der Cel-Shading-Look erinnert an Comics, an Handgezeichnetes. Die Züge der Figuren werden durch feine Poren, Narben und Strukturen auf der Haut betont; die Kulissen wirken durch Detailarbeit wie zum Greifen plastisch. Doch Cel-Shading lebt vor allem von der Bewegung. Sprints und Sprünge, Kämpfe und Klettereien sehen aus wie in einer aufwändigen Kinoproduktion – ein wunderschöner Höhepunkt der Videospiel-Animation!
Die Heldenrolle fällt einem namenlosen Wanderer zu; einem orientalischen Desperado, für den das Schicksal Größeres bereithält. Ist er zum Prinzen bestimmt? Ledersandalen, Turban und Rida aus Stoffen in Rot und Purpur schlingen sich um Kopf und Körper. So streift der Namenlose durch einen Sandsturm in der Felsenwüste. Er stolpert über ein Mädchen auf der Flucht, die Häscher nicht weit dahinter, der Held greift ein, die Dinge nehmen ihren Lauf. Die ersten zehn Minuten setzen sich aus Lauf- und Kampftraining zusammen. Mit gewagten Stunts und Sprüngen hechtet der Held hinter dem Mädchen her, nimmt Felskanten mit leichtem Fuß. An den Händen trägt er Dornen-Handschuhe: Die Dornen dienen als Hilfsmittel für extreme Kletteraktionen. Mit schnellem Schritt joggt der Prinz auf eine Felswand zu, sprintet an sie heran und turnt seitlich an ihr entlang – der Dornen-Handschuh spendet kurzzeitig den notwendigen Halt, doch er bietet auch Schutz. Blitzschnell, wendig, mit messerscharfen Krallen und ebensolchem Blick richtet der Prinz die Jäger des Mädchens. Tastenbelegung und Timing werden anhand anschaulicher Symbole verdeutlicht. Wann funktionieren Blocks, wie löse ich Konter aus? Selten wurde eine Steuerung so eingängig erklärt, bravo! Diese ersten Kämpfe verschweißen des Helden Schicksal mit jenem von Elika, dem gejagten Mädchen.

[...weiter geht's im Heft]

In unserer Ausgabe 12/08 erfährst du außerdem...

- Viele spannende Storydetails
- Wie sich der neue Prinz spielt
- Was die Grafik hermacht
- Wieso der neuste Teil der Serie mit zu den besten gehört
Ausgabe:
weiter PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
weiter PS3 Test H.A.W.X. 2
weiter PS3 TEST Spider-Man Dimensions

KOMMENTARE:

Joker89
ein hammer spiel , konnt garnicht mehr aufhören zu spielen , ...echt top , .. die synchron-stimmt des prinzen ist ja mal der Hammer, ...
(22.05.09 15:29 Uhr)
MagiXps3
Klasse Spiel - klasse Wertung (vielleicht einen Tick zu hoch ;-))
(28.01.09 19:40 Uhr)
PS3M sagt:

 

Leserwertung:
Grafik _____________ 9
Sound _____________ 9
Steuerung __________ 8

URTEIL 8.9 /10

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