TEST
R.U.S.E.
Der klassische Kansas City Shuffle!
Was ein Kansas City Shuffle ist? Wenn alle Leute nach rechts schauen, und du links herum gehst. Wer dieses Motto verinnerlicht, feiert beim Echtzeit-Strategiespiel »R.U.S.E.« schnell erste Erfolge, denn Taktik und List sind hier die Quintessenz. Aus der isometrischen Draufsicht verschiebt man entweder als deutscher General Major Elrich von Richter oder aber als amerikanischer Major Joseph Sheridan seine Land-, See- und Luftstreitkräfte und verhilft ihnen durch cleveren Einsatz von einer von zehn Kriegslisten zum Sieg.

Alles blickt nach links
Mit Funkstille etwa bleiben eigene Truppenbewegungen vom Gegner unentdeckt. Mithilfe einer imitierten Panzerfront wird die feindliche Armee provoziert, ihre Formation aufzubrechen. Jetzt noch die eigenen Einheiten mit Fanatismus zu Höchstleistungen anstacheln und mittels der Blitzkrieg-Taktik um den Feind herum bugsieren, schon rückt der Triumph in greifbare Nähe. Der Einsatz solcher Taktiken wird komfortabel über ein eigenes Menü abgewickelt. List auswählen, einen Sektor auf der Landkarte damit belegen, voila! Das geht schnell und funktioniert zuverlässig. Und auch die KI trumpft mit cleverem Einsatz der Listen auf.

Schade dagegen, dass sich die 22 Missionen der Einzelspieler-Kampagne in ihrem Aufbau nur darin unterscheiden, ein bestimmtes Gebiet einzunehmen, eine Basis zu zerstören oder einen Sektor zu halten. Viele Listen wirken zumindest im Solo-Modus überflüssig, da stets dieselben Taktiken zum Sieg führen. Hinzu kommen Probleme bei der Wegfindung einzelner Einheiten und fehlende Komfortfunkionen, beispielsweise zur Bildung von Teams oder zum Zentrieren von aktuellen Brandherden. Sehr lobenswert hingegen die Playstation-3-exklusive Steuerung mittels Move-Controller. Größter Vorteil: Einheiten können durch »Draufzeigen« viel schneller und präziser ausgewählt werden, als wenn man einen Standard-Controller verwendet. Außerdem entfällt viel lästiges Umherscrollen. Wer »R.U.S.E.« mit Move-Controller spielt, ist also klar im Vorteil.

Durchschaut
Im Mehrspieler-Modus stellen sich die sechs spielbaren Nationen als weitestgehend ausbalanciert dar. Im Grunde bringt jedes Land bestimmte Vor- und Nachteile mit sich. Die Italiener überzeugen durch günstige Fußsoldaten, die Briten bieten die stärkste Luftstaffel, während die Franzosen mit den stabilsten Bunkern und den tödlichsten Standgeschützen aufwarten. Bei maximal acht Spielern pro Match gewinnt schließlich nur, wer schnell umdenken kann und das ausgeklügelte Stein-Schere-Papier-Prinzip voll ausnutzt: Feldherren, die ihre Soldaten im Wald verstecken, können zum Beispiel mühelos Panzer ausschalten – Flak-Geschütze sind logischerweise die beste Wahl gegen Flugzeuge. Taktiker kommen im Mehrspieler-Modus also auf jeden Fall auf ihre Kosten, ärgern sich jedoch auch hier über die etwas unspektakuläre Grafik und das Fehlen eines Kompasses zur besseren Orientierung. Daher: Erst die Demo anspielen, dann entscheiden!
Ausgabe:
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test King of Fighters
PS3 Test Lego Harry Potter Die Jahre 5-7 PS3M sagt:
|
Grafik _____________
Mittelprächtige Grafik ohne nennenswerte Details, unspektakuläre Präsentation |
6 |
|
Sound _____________
Zum Teil atmosphärisch, zum Teil überhörbar. Wenig mitreißende Synchro |
5 |
|
Steuerung __________
Umständlich mit Dual Shock Controller, jedoch sehr präzise mit Move |
7 |
URTEIL 7.3/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 7 |
| Sound _____________ | 7 |
| Steuerung __________ | 7 |
URTEIL 7.0 /10
Um eine Wertung abzugeben musst Du angemeldet sein.
AUF EINEN BLICK __
Publisher Ubisoft
Entwickler Eugen Systems
Preis ab 55 Euro
Genre Echtzeit-Strategie
Spieler 1 - 8
PSN Ja
USK-Freigabe ab 12 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Alleine eher fad, im Mehrspieler-Modus sehr spaßig. Vorausgesetzt man steuert’s mit Move-Controller.


KOMMENTARE: