TEST
Red Faction: Guerrilla
Nur ein weiterer Sci-Fi-Shooter? Von wegen: Das hier ist Abrisskommando und Actionüberraschung in einem!
Willkommen auf dem Mars in einer gar nicht allzu fernen Zukunft. Das erste Render-Video stimmt mit hübschen Bildern auf die nachfolgende Action ein. Die Story: Als Alec Mason seinen Bruder Dan auf dem Mars besucht, trifft er auf eine Gesellschaft am Abgrund. Menschen flüchten von der Erde zum Roten Planeten, erhoffen sich ein besseres Leben und finden doch nur Verfall und Ausbeutung. Hier hat die Earth Defence Force – kurz EDF – das Sagen. Mega-Konzern und Terror-Regime in einem, zwingt die EDF Mars-Immigranten unter unmenschlichen Bedingungen zum Rohstoffabbau. Als Dan von den Handlangern der EDF erschossen wird, schließt sich Alec der Widerstandsbewegung »Red Faction« an und kämpft sich im Handumdrehen in die Kommando-Ebene hoch: Einfacher Arbeiter legt sich mit fiesen Drahtziehern an und wird zum heldenhaften Menschenretter – Parallelen zu Schwarzeneggers Sci-Fi-Streifen »Total Recall« sind unübersehbar.
Geomod ist top
Die von der EDF durch Terraforming bewohnbar gemachten Areale sind in sechs Sektoren gegliedert: Parker, Dust und Oasis als Zufluchtsstätten der Arbeiterklasse, die Badlands und die Free Fire Zone als ödes Brachland und die Hauptstadt Eos, in der die EDF residiert. Das Gebiet mit seiner enormen Größe erinnert an Liberty City aus »GTA IV«, ist zwar nicht ganz so detailliert dargestellt, weist aber Gemeinsamkeiten auf: regen Straßenverkehr, Lagerhallen zum Speichern und Aufrüsten und vor allem das Gefühl, machen zu können, worauf man Lust hat. Ein Sci-Fi-Shooter in einer offenen Welt – dass das so gut funktioniert?!
Alec ist zu Spielbeginn nur mit Pickel und Haftminen ausgerüstet, beides Relikte seiner Tätigkeit als Bergarbeiter. Die Karte zeigt erste Missionen, eine davon wird Alec von seinen Faction-Kumpels besonders ans Herz gelegt: Zerstöre ein nahe gelegenes EDF-Gebäude. Alsdann: Ziel auf der Karte markieren, rein in den Truck, der gelben Linie zum Einsatzziel folgen – klappt gut. Der EDF-Stützpunkt scheint unbewacht, mit L2- und R2-Schultertaste schwingt Alec den Vorschlaghammer, zerlegt das Gebäude Stück für Stück. Sofort fällt die Wirkung der »Geomod 2.0« Physik-Engine auf: Während sich lose Steine relativ bald aus der Struktur lösen, brauchen Stahlträger mehr Zuwendung. Konzentriert man sich auf tragende Wände, fällt das gesamte Konstrukt in sich zusammen. Sprengstoffe beschleunigen die Abriss-Party. In den folgenden Stunden erarbeitet sich Alec ein beachtliches Inventar an Waffen und Upgrades, das mehr Schaden anrichtet als jede Abrissbirne – klasse fühlt sich das an! Die Übersichtskarte füllt sich im Lauf der Zeit, zeigt neben den Basisaufgaben reichlich Guerilla-Aktionen.
Die von der EDF durch Terraforming bewohnbar gemachten Areale sind in sechs Sektoren gegliedert: Parker, Dust und Oasis als Zufluchtsstätten der Arbeiterklasse, die Badlands und die Free Fire Zone als ödes Brachland und die Hauptstadt Eos, in der die EDF residiert. Das Gebiet mit seiner enormen Größe erinnert an Liberty City aus »GTA IV«, ist zwar nicht ganz so detailliert dargestellt, weist aber Gemeinsamkeiten auf: regen Straßenverkehr, Lagerhallen zum Speichern und Aufrüsten und vor allem das Gefühl, machen zu können, worauf man Lust hat. Ein Sci-Fi-Shooter in einer offenen Welt – dass das so gut funktioniert?!
Alec ist zu Spielbeginn nur mit Pickel und Haftminen ausgerüstet, beides Relikte seiner Tätigkeit als Bergarbeiter. Die Karte zeigt erste Missionen, eine davon wird Alec von seinen Faction-Kumpels besonders ans Herz gelegt: Zerstöre ein nahe gelegenes EDF-Gebäude. Alsdann: Ziel auf der Karte markieren, rein in den Truck, der gelben Linie zum Einsatzziel folgen – klappt gut. Der EDF-Stützpunkt scheint unbewacht, mit L2- und R2-Schultertaste schwingt Alec den Vorschlaghammer, zerlegt das Gebäude Stück für Stück. Sofort fällt die Wirkung der »Geomod 2.0« Physik-Engine auf: Während sich lose Steine relativ bald aus der Struktur lösen, brauchen Stahlträger mehr Zuwendung. Konzentriert man sich auf tragende Wände, fällt das gesamte Konstrukt in sich zusammen. Sprengstoffe beschleunigen die Abriss-Party. In den folgenden Stunden erarbeitet sich Alec ein beachtliches Inventar an Waffen und Upgrades, das mehr Schaden anrichtet als jede Abrissbirne – klasse fühlt sich das an! Die Übersichtskarte füllt sich im Lauf der Zeit, zeigt neben den Basisaufgaben reichlich Guerilla-Aktionen.
Die Rote Fraktion
Und doch ist »Red Faction: Guerrilla« kein doofer Grafik-Blender, das zeigt sich auch an der unaufdringlichen Integration taktischer Facetten. So kann der Umsturz nur gelingen, wenn Alec genug Menschen für seine Sache begeistert. Die scharen sich um ihn, rennen gemeinsam mit ihm durch das Chaos und stürzen sich mit Eifer ins Gefecht. Die Kerls und Mädels schießen zwar eher wild als klug um sich, nehmen einem kaum Arbeit ab, lenken aber das Interesse des Gegners auf sich und richten ordentlich Chaos und Zerstörung an. Man fühlt sich tatsächlich als Teil eines Teams. Das Moral-O-Meter im Kartenbildschirm motiviert, sich tatsächlich um seine »Red Faction« zu kümmern – zumal das Zerstörungswerk auch in anderer Hinsicht lohnt. Sobald sich der Staub legt, schimmern umso mehr silbrige Trümmerteile im Schutt, je mehr Schaden angerichtet wird. Wer diese »Rohstoffe« sucht und sammelt, auch abseits zwischen den Hügeln, findet in den raren Nachschubbehältern mehr Munition und kann etwas sorgloser feuern – und sichert sich die Dankbarkeit einer blonden Schlüsselfigur namens Sam. Die hübsche Ingenieurin fertigt Knallkörper und Waffen-Upgrades, die je nach Menge des Rohstoffs attraktiver ausfallen. Dieses Eine-Hand-wäscht-die-andere-System macht sich als taktische Note ebenfalls gut.
Und doch ist »Red Faction: Guerrilla« kein doofer Grafik-Blender, das zeigt sich auch an der unaufdringlichen Integration taktischer Facetten. So kann der Umsturz nur gelingen, wenn Alec genug Menschen für seine Sache begeistert. Die scharen sich um ihn, rennen gemeinsam mit ihm durch das Chaos und stürzen sich mit Eifer ins Gefecht. Die Kerls und Mädels schießen zwar eher wild als klug um sich, nehmen einem kaum Arbeit ab, lenken aber das Interesse des Gegners auf sich und richten ordentlich Chaos und Zerstörung an. Man fühlt sich tatsächlich als Teil eines Teams. Das Moral-O-Meter im Kartenbildschirm motiviert, sich tatsächlich um seine »Red Faction« zu kümmern – zumal das Zerstörungswerk auch in anderer Hinsicht lohnt. Sobald sich der Staub legt, schimmern umso mehr silbrige Trümmerteile im Schutt, je mehr Schaden angerichtet wird. Wer diese »Rohstoffe« sucht und sammelt, auch abseits zwischen den Hügeln, findet in den raren Nachschubbehältern mehr Munition und kann etwas sorgloser feuern – und sichert sich die Dankbarkeit einer blonden Schlüsselfigur namens Sam. Die hübsche Ingenieurin fertigt Knallkörper und Waffen-Upgrades, die je nach Menge des Rohstoffs attraktiver ausfallen. Dieses Eine-Hand-wäscht-die-andere-System macht sich als taktische Note ebenfalls gut.
Deutsche Schnitte
Außerdem möchten wir »Red Faction: Guerrilla« einen Orden umhängen, weil’s den Mars nicht nur als rotbraune Suppe darstellt. Keine Chance für Monotonie. Volition bringt Farbe ins Spiel, peppt das Drumherum etappenweise mit praller Vegetation auf, überrascht in jedem Sektor mit intensiven Paletten. Und dennoch wirkt das Gezeigte nachvollziehbar, gerade so, als würde man sich auf dem roten Planeten befinden. Auf die üppig bepflanzten Ebenen von Oasis folgen die radioaktive Badlands, zerklüftete Oberflächen und tobende Sandstürme stehen in Kontrast zu futuristisch anmutenden Gebäudestrukturen in lila-blauen Tönen. Glaubhafte Wetterumschwünge und wechselnde Tag-Nacht-Zyklen tauchen den Planeten in immer anderes Licht. Wenn dann noch Gas-Tanks in farbenfrohen Explosionen bersten, dann sind Augenmenschen glücklich – zumal die Bildwiederholrate fast immer die 30 Frames hält. Kein Vergleich mit den eher ruckeligen und charakterschwachen Bildern aus Volitions »Saints Row 2«. Der Sound? Streicher, Chöre und Synthiesounds werfen einander den Taktstock zu, synchron zu den Ereignissen auf dem Bildschirm. Die Effekte bringen erst den Subwoofer, dann die Nachbarn zum Beben. Jawoll!
Dass das hier so rundherum begeistert, wagte man nach den vielen Produktions-Schwierigkeiten und Start-Verzögerungen kaum mehr zu hoffen. So oder so bleibt festzuhalten, dass stimmungsvolle Aufmachung, außergewöhnlichen Ideen und zugänglicher Spielspaß selten so harmonieren wie hier. Ganz große Klasse, Volition!
Außerdem möchten wir »Red Faction: Guerrilla« einen Orden umhängen, weil’s den Mars nicht nur als rotbraune Suppe darstellt. Keine Chance für Monotonie. Volition bringt Farbe ins Spiel, peppt das Drumherum etappenweise mit praller Vegetation auf, überrascht in jedem Sektor mit intensiven Paletten. Und dennoch wirkt das Gezeigte nachvollziehbar, gerade so, als würde man sich auf dem roten Planeten befinden. Auf die üppig bepflanzten Ebenen von Oasis folgen die radioaktive Badlands, zerklüftete Oberflächen und tobende Sandstürme stehen in Kontrast zu futuristisch anmutenden Gebäudestrukturen in lila-blauen Tönen. Glaubhafte Wetterumschwünge und wechselnde Tag-Nacht-Zyklen tauchen den Planeten in immer anderes Licht. Wenn dann noch Gas-Tanks in farbenfrohen Explosionen bersten, dann sind Augenmenschen glücklich – zumal die Bildwiederholrate fast immer die 30 Frames hält. Kein Vergleich mit den eher ruckeligen und charakterschwachen Bildern aus Volitions »Saints Row 2«. Der Sound? Streicher, Chöre und Synthiesounds werfen einander den Taktstock zu, synchron zu den Ereignissen auf dem Bildschirm. Die Effekte bringen erst den Subwoofer, dann die Nachbarn zum Beben. Jawoll!
Dass das hier so rundherum begeistert, wagte man nach den vielen Produktions-Schwierigkeiten und Start-Verzögerungen kaum mehr zu hoffen. So oder so bleibt festzuhalten, dass stimmungsvolle Aufmachung, außergewöhnlichen Ideen und zugänglicher Spielspaß selten so harmonieren wie hier. Ganz große Klasse, Volition!
Ausgabe:06/09
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Uncharted 3: Drake's Deception
PS3 Test King of Fighters
http://www.ps3m.de/media/video/PS3M_Red_Faction_Guerrilla_final.wmv.FLV
media-galerie/red-faction-guerrilla.html
PS3M sagt:
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Grafik _____________
Schlüssiges Design, wuchtige Explosionen – der Mars sieht klasse aus |
8 |
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Sound _____________
Stimmungsvoller Soundtrack, tolle Effekte, komplett deutsch |
9 |
|
Steuerung __________
Absolut nachvollziehbar, perfekte Kollisionsabfrage |
8 |
URTEIL 8.8/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 8 |
| Sound _____________ | 8 |
| Steuerung __________ | 8 |
URTEIL 8.3 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher THQ
Entwickler Volition Inc.
Preis ab 60 Euro
Genre Third-Person-Action
Spieler 1 - 16
PSN Ja
USK-Freigabe ab 18 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Erst die offene Welt erkunden – dann zerstören. In diesem Shooter stecken etliche einzigartigen Ideen.

