TEST
Rise of the Argonauts
Ein Mann, der für die Liebe durch die Hölle geht
Götter sind nicht leicht zufriedenzustellen. Wer den griechischen Kriegsgott Ares erzürnt, der muss sich einem Kampf auf Leben und Tod stellen. Mit Schwert, Lanze und Streitkolben bewaffnet stehen zwei Männer in der großen Arena von Mykene. Der Pöbel schreit, will Blut sehen. Auf der einen Seite sehen wir Achilles, den großen Krieger. Arroganz strahlt aus seinen Augen, er gilt als unbesiegbar. Auf der anderen Seite macht sich unser Held Jason, der König von Iolkos, bereit. Jason zieht nicht des Ruhmes willen in den Kampf, sondern wegen der Liebe. Warum er das tut, das wird nach und nach in geschliffenen Dialogen und durch Zwischensequenzen in diesem wunderschönen Fantasy-Rollenspiel enthüllt. Soweit es uns betrifft, ist »Rise of the Argonauts« eine echte Überraschung für reisewillige Abenteurer, die nach »Oblivion« neue Herausforderungen suchen.
Doch zunächst steht jetzt ein Kampf an. Der Controller wird zur Waffe. Per Kreis-Taste macht Jason eine Rolle, weicht den Ausfällen seines Gegners aus, springt ihm in die Seite und sticht per Dreieck-Taste zu – das fühlt sich sehr intuitiv an. Dennoch setzt Achilles Jason weiter hart zu. »Genug, niemand soll heute sterben«, gellt es von der königlichen Tribüne. »Ares ist dir wieder wohlgesonnen«. Genauso wie Achilles, der vom erbitterten Feind zum Freund wird und Jason auf dessen schwimmendes Hauptquartier folgt: die Argo. Ein schönes Beispiel für die wendungsreiche Geschichte. Die Reise kann nun beginnen! Denn die zurückliegenden sieben Stunden Spielzeit bilden lediglich den Auftakt für ein vielschichtiges Rollenspiel, in dem zwar viel Blut fließt, sich aber auch eine mitreißende Geschichte entfaltet. Das Leitmotiv: Wie weit würdest du gehen, um die Liebe deines Lebens zu retten?
Hier heißt diese wunderschöne Frau Alceme und will gerade mit Jason den Bund der Ehe eingehen, als ein Pfeil ihr Herz durchbohrt. Das Söldnervolk der sogenannten »Schwarz-Zungen« hat sie ermordet. Aber warum? Jason will die Wahrheit herausfinden und seine Frau wiederbeleben. Dazu benötigt er das Goldene Vlies, ein Artefakt, das ewiges Leben verspricht. Nur die Götter kennen den Aufenthaltsort dieses Gegenstands. Die Geschichte hält sich vage an Homers »Argonautensage«, nimmt sich aber viele Freiheiten. Athene, Apollo, Hermes und Ares stellen Jason vor schwierige Aufgaben, die den Helden auf drei Inseln sowie in die Unterwelt führen. Alle vier Gebiete sind ausgesprochen weitläufig. Das hat Freiraum zur Folge, aber auch Orientierungsschwierigkeiten. Denn eine Minikarte im Stil von »GTA IV« fehlt. Wer sich nicht verlaufen will, muss also im Pausenmenü oft die detaillierten Karten studieren, um Ansprechpartner und Ziele zu finden. Wer das nicht tut, läuft Gefahr, sich zu verzetteln. Ärgerlich: Denn die Umschalterei reißt den Spieler immer wieder aus der sonst so herrlichen Atmosphäre heraus. Zudem sind die Wege stellenweise recht lang geraten, ein komfortables Teleportiersystem wie in »Viking: Battle for Asgard« würde qualmende Lederstiefel verhindern. Wenn man sich erst mit diesen Tatsachen arrangiert und etwaige Einstiegsschwierigkeiten am Ausgangspunkt Iolkos überwunden hat, gewinnt das Abenteuer an Schwung. Sowieso sind die Quests recht geradlinig aneinandergereiht, was allzu langatmige Märsche verhindert.
[...weiter geht's im Heft]
In Ausgabe 01/09 erfährst du außerdem...
- Wie viel Griechische Mythologie wirklich drin steckt
- Was den Spieler noch so erwartet
- Wie blutig der Titel wirklich ist
- Wieviel Rollenspiel im Game steckt
Doch zunächst steht jetzt ein Kampf an. Der Controller wird zur Waffe. Per Kreis-Taste macht Jason eine Rolle, weicht den Ausfällen seines Gegners aus, springt ihm in die Seite und sticht per Dreieck-Taste zu – das fühlt sich sehr intuitiv an. Dennoch setzt Achilles Jason weiter hart zu. »Genug, niemand soll heute sterben«, gellt es von der königlichen Tribüne. »Ares ist dir wieder wohlgesonnen«. Genauso wie Achilles, der vom erbitterten Feind zum Freund wird und Jason auf dessen schwimmendes Hauptquartier folgt: die Argo. Ein schönes Beispiel für die wendungsreiche Geschichte. Die Reise kann nun beginnen! Denn die zurückliegenden sieben Stunden Spielzeit bilden lediglich den Auftakt für ein vielschichtiges Rollenspiel, in dem zwar viel Blut fließt, sich aber auch eine mitreißende Geschichte entfaltet. Das Leitmotiv: Wie weit würdest du gehen, um die Liebe deines Lebens zu retten?
Hier heißt diese wunderschöne Frau Alceme und will gerade mit Jason den Bund der Ehe eingehen, als ein Pfeil ihr Herz durchbohrt. Das Söldnervolk der sogenannten »Schwarz-Zungen« hat sie ermordet. Aber warum? Jason will die Wahrheit herausfinden und seine Frau wiederbeleben. Dazu benötigt er das Goldene Vlies, ein Artefakt, das ewiges Leben verspricht. Nur die Götter kennen den Aufenthaltsort dieses Gegenstands. Die Geschichte hält sich vage an Homers »Argonautensage«, nimmt sich aber viele Freiheiten. Athene, Apollo, Hermes und Ares stellen Jason vor schwierige Aufgaben, die den Helden auf drei Inseln sowie in die Unterwelt führen. Alle vier Gebiete sind ausgesprochen weitläufig. Das hat Freiraum zur Folge, aber auch Orientierungsschwierigkeiten. Denn eine Minikarte im Stil von »GTA IV« fehlt. Wer sich nicht verlaufen will, muss also im Pausenmenü oft die detaillierten Karten studieren, um Ansprechpartner und Ziele zu finden. Wer das nicht tut, läuft Gefahr, sich zu verzetteln. Ärgerlich: Denn die Umschalterei reißt den Spieler immer wieder aus der sonst so herrlichen Atmosphäre heraus. Zudem sind die Wege stellenweise recht lang geraten, ein komfortables Teleportiersystem wie in »Viking: Battle for Asgard« würde qualmende Lederstiefel verhindern. Wenn man sich erst mit diesen Tatsachen arrangiert und etwaige Einstiegsschwierigkeiten am Ausgangspunkt Iolkos überwunden hat, gewinnt das Abenteuer an Schwung. Sowieso sind die Quests recht geradlinig aneinandergereiht, was allzu langatmige Märsche verhindert.
[...weiter geht's im Heft]
In Ausgabe 01/09 erfährst du außerdem...
- Wie viel Griechische Mythologie wirklich drin steckt
- Was den Spieler noch so erwartet
- Wie blutig der Titel wirklich ist
- Wieviel Rollenspiel im Game steckt
Ausgabe:
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Uncharted 3: Drake's Deception
PS3 Test King of Fighters PS3M sagt:
|
Grafik _____________
Anfangs trist, später sehr stimmungsvoll, der eigenwillige Look entwickelt seinen Charme |
8 |
|
Sound _____________
Pompöser Orchestersoundtrack, gute bis sehr gute Synchronspreche |
9 |
|
Steuerung __________
Durchdacht, dennoch anfangs etwas gewöhnungsbedürftig |
8 |
URTEIL 8.6/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 6 |
| Sound _____________ | 5 |
| Steuerung __________ | 6 |
URTEIL 5.8 /10
Um eine Wertung abzugeben musst Du angemeldet sein.
AUF EINEN BLICK __
Publisher Codemasters
Entwickler Liquid Entertainment
Preis ab 65 Euro
Genre Action-Rollenspiel
Spieler 1
PSN Nein
USK-Freigabe ab 18 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Rollenspiel mit tiefer Story, toller Atmosphäre und nachvollziehbaren Charakteren – die technischen Mängel fallen kaum ins Gewicht.



KOMMENTARE: