TEST
Skate 3
Neuer Teil der Brett-Spielreihe kommt ins Rollen
Die dritte Skateboard-Simulation aus der »Skate«-Reihe zieht um. Kulissenwechsel. Die fetten Spots sind jetzt in der fiktiven Skater-Metropole Port Carverton zu finden, für deren Erkundung sich PS3M einen echten Profi mit ins Team geholt hat: Der Münchener Skateboard-Crack Kilian Heuberger ist ein Meister des Streetstyles und konnte mit seiner Kunst schon unzählige Titel einheimsen, unter anderem »Vize-Weltmeister 2007«.
Das Spielgeschehen bleibt auch im neuen Teil seinem Stil treu: eine reinrassige Skateboard-Simulation aus Third-Person-Ansicht mit einzigartigem Bedienkonzept. Und wieder geht die für »Skate« typische Flick-It-Steuerung sofort in Fleisch und Blut über: »Der linke Stick führt den Körper des Skaters, der rechte Stick das Board. Per Kreuz- oder Viereck-Taste Schwung holen, den rechten Stick nach hinten drücken, kurz darauf nach vorne schnalzen lassen und fertig ist der Ollie.« Flip-Tricks gehen mit Diagonal-, Halbkreis- und Zickzack-Bewegungen fast genauso leicht von der Hand. Selbst die neuen Dark Slides und Dark Catches, bei denen der Skater kurzzeitig auf der Unterseite des Boards steht, sowie die überdrehten Underflips sind blitzschnell verinnerlicht. Schön, dass EA hier auch weiterhin den Spaßfaktor in den Vordergrund stellt, ohne zeitgleich das Simulationsgefühl zu vernachlässigen. Denn tatsächlich ist jede Aktion auf dem Brett absolut nachvollziehbar, weil man stets die volle Kontrolle hat. Kilian Heuberger sieht das ähnlich: »Den zweiten Teil hab ich schon gerne gezockt. Und auch hier wird niemand dank toller Einführungslevel Probleme haben, die Steuerung zu meistern. Außerdem ist’s perfekt, um sich neue Lines auszudenken!« Dem stimmt PS3M zu.

Dennoch braucht’s eine gewisse Zeit, um Anfahrtswinkel, Absprungpunkt und Geschwindigkeit für Tricks einzuschätzen, die Objekte aus der Umgebung mit einbeziehen. Einmal warmgespielt flutscht dann aber alles wie bei einem gut gefetteten Kugellager.
Das generelle Konzept ändert sich im Vergleich zu den Vorgängertiteln nur geringfügig. So lädt die Kampagne zu zahlreichen Foto- und Videosessions ein, um Werbung für die eigene Skateboard-Firma zu machen. Mit jeder gemeisterten Aufgabe steigt der Umsatz – eine Million Bretter unters Volk zu bringen ist schließlich das Ziel des Spiels. Herrlich: Fast alle Herausforderungen der elf Einzelspieler-Modi können auch aus dem Online-Modus heraus gestartet und dann mit einem knappen Dutzend Kumpels kooperativ bewältigt werden. Da die einzelnen Veranstaltungen über die ganze, offen angelegte Stadt verteilt sind, hat man stets freie Wahl, was man wie angeht. Zuerst im Deathrace mit drei anderen Freaks todesmutig einen Hang runterstürzen? Oder doch vorher im Tranny-Contest in den fettesten Bowls der Stadt die Highscores knacken? »Skate 3 ist sehr abwechslungsreich und bietet viele kreative Spots. Allerdings nervt’s, dass die Teilnehmer bei den meisten Wettkämpfen gleichzeitig durch die Funparks rauschen und einem oft die Show vermasseln«, ärgert sich Kilian. Zu Recht, denn die vielen Unfälle frusten auf Dauer – nicht nur Einsteiger.

Auch der »Hall of Meat«-Modus ist wieder mit von der Partie, dient aber eher der reinen Belustigung, als dass er sich sinnvoll ins Gesamtbild einfügt. »Bei einem 20-Meter-Sturz bricht man sich nun mal nicht nur die Beine – da bist du Brei!« meint Kilian dazu.
Gänzlich runderneuert zeigt sich der Editor: In speziellen Arealen dürfen erstmals komplette Skateparks aus dem Boden gestampft werden. Manchmal macht das Einfügen von Objekten an gewünschter Stelle Probleme, insgesamt aber begeistert der Baukasten auf ganzer Linie. Auch Kilian hat Spaß: »Halfpipes und Ledges selber verlegen? Genial einfach. In der Realität müsste ich dafür wahrscheinlich erst Architektur studieren!« Vor allem das Platzieren von Objekten – erstmals in Teil Zwei eingeführt – wird diesmal dank dem neuen »Gegenstands-Dropper« zum puren Vergnügen. Hinzu kommt, dass diese Methode funktioniert, egal wo man sich gerade im Spiel aufhält. Top!
Sogar die deutsche Synchro leistet sich diesmal keine Schnitzer: Jede einzelne Herausforderung wird mit toll vertonten Rendervideos eingeleitet, in denen sich die Konkurrenz lässig vorstellt und erklärt, was als Nächstes ansteht. Highlight bleiben jedoch die Gespräche mit dem neunmalklugen Coach Frank, der dem Spieler, wo immer es geht, mit Tipps zur Seite steht. Die Technik? Nicht makellos aber sehr solide: kurze Ladezeiten, schmucke Animationen, stabile 60 Bilder pro Sekunde – nur die Texturen könnten detaillierter und schärfer sein. Der Soundtrack wiederum patzt so gut wie nie und trägt mit seinen Funk- und Chill-Beats maßgeblich zur entspannten Atmosphäre bei. Für den inhaltlichen Feinschliff sorgt schließlich ein umfangreiches Lizenzpaket mit nahezu allen bedeutenden Marken des Funsports. Kilian bringt es auf den Punkt: »Wenn du dich mit Kumpels bei Schlechtwetter zum Online-Skaten treffen willst, ist das hier die perfekte Lösung – auch, um neue Ideen auszutesten. Ich kann’s nur empfehlen!«
Wer mehr zum Lesertester und Brettakrobat Kilian wissen möchte, der ist am besten auf seiner Homepage aufgehoben:
http://unitedskateboardartists.de/web/team/kili.php
Klicken und weiterblättern!

Dennoch braucht’s eine gewisse Zeit, um Anfahrtswinkel, Absprungpunkt und Geschwindigkeit für Tricks einzuschätzen, die Objekte aus der Umgebung mit einbeziehen. Einmal warmgespielt flutscht dann aber alles wie bei einem gut gefetteten Kugellager.
Das generelle Konzept ändert sich im Vergleich zu den Vorgängertiteln nur geringfügig. So lädt die Kampagne zu zahlreichen Foto- und Videosessions ein, um Werbung für die eigene Skateboard-Firma zu machen. Mit jeder gemeisterten Aufgabe steigt der Umsatz – eine Million Bretter unters Volk zu bringen ist schließlich das Ziel des Spiels. Herrlich: Fast alle Herausforderungen der elf Einzelspieler-Modi können auch aus dem Online-Modus heraus gestartet und dann mit einem knappen Dutzend Kumpels kooperativ bewältigt werden. Da die einzelnen Veranstaltungen über die ganze, offen angelegte Stadt verteilt sind, hat man stets freie Wahl, was man wie angeht. Zuerst im Deathrace mit drei anderen Freaks todesmutig einen Hang runterstürzen? Oder doch vorher im Tranny-Contest in den fettesten Bowls der Stadt die Highscores knacken? »Skate 3 ist sehr abwechslungsreich und bietet viele kreative Spots. Allerdings nervt’s, dass die Teilnehmer bei den meisten Wettkämpfen gleichzeitig durch die Funparks rauschen und einem oft die Show vermasseln«, ärgert sich Kilian. Zu Recht, denn die vielen Unfälle frusten auf Dauer – nicht nur Einsteiger.

Auch der »Hall of Meat«-Modus ist wieder mit von der Partie, dient aber eher der reinen Belustigung, als dass er sich sinnvoll ins Gesamtbild einfügt. »Bei einem 20-Meter-Sturz bricht man sich nun mal nicht nur die Beine – da bist du Brei!« meint Kilian dazu.
Gänzlich runderneuert zeigt sich der Editor: In speziellen Arealen dürfen erstmals komplette Skateparks aus dem Boden gestampft werden. Manchmal macht das Einfügen von Objekten an gewünschter Stelle Probleme, insgesamt aber begeistert der Baukasten auf ganzer Linie. Auch Kilian hat Spaß: »Halfpipes und Ledges selber verlegen? Genial einfach. In der Realität müsste ich dafür wahrscheinlich erst Architektur studieren!« Vor allem das Platzieren von Objekten – erstmals in Teil Zwei eingeführt – wird diesmal dank dem neuen »Gegenstands-Dropper« zum puren Vergnügen. Hinzu kommt, dass diese Methode funktioniert, egal wo man sich gerade im Spiel aufhält. Top!
Sogar die deutsche Synchro leistet sich diesmal keine Schnitzer: Jede einzelne Herausforderung wird mit toll vertonten Rendervideos eingeleitet, in denen sich die Konkurrenz lässig vorstellt und erklärt, was als Nächstes ansteht. Highlight bleiben jedoch die Gespräche mit dem neunmalklugen Coach Frank, der dem Spieler, wo immer es geht, mit Tipps zur Seite steht. Die Technik? Nicht makellos aber sehr solide: kurze Ladezeiten, schmucke Animationen, stabile 60 Bilder pro Sekunde – nur die Texturen könnten detaillierter und schärfer sein. Der Soundtrack wiederum patzt so gut wie nie und trägt mit seinen Funk- und Chill-Beats maßgeblich zur entspannten Atmosphäre bei. Für den inhaltlichen Feinschliff sorgt schließlich ein umfangreiches Lizenzpaket mit nahezu allen bedeutenden Marken des Funsports. Kilian bringt es auf den Punkt: »Wenn du dich mit Kumpels bei Schlechtwetter zum Online-Skaten treffen willst, ist das hier die perfekte Lösung – auch, um neue Ideen auszutesten. Ich kann’s nur empfehlen!«
Wer mehr zum Lesertester und Brettakrobat Kilian wissen möchte, der ist am besten auf seiner Homepage aufgehoben:
http://unitedskateboardartists.de/web/team/kili.php
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Ausgabe:Juni 2010
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test King of Fighters
PS3 Test Lego Harry Potter Die Jahre 5-7 PS3M sagt:
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Grafik _____________
Realistische Animationen, flüssig, Umgebung etwas trist |
7 |
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Sound _____________
Fetziger Soundtrack und sehr gute deutsche Sprachausgabe |
8 |
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Steuerung __________
Alle Tricks flutschen locker von den Fingern |
9 |
URTEIL 8.6/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 8 |
| Sound _____________ | 9 |
| Steuerung __________ | 6 |
URTEIL 7.9 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Electronic Arts
Entwickler EA Black Box
Preis ab 60 Euro
Genre Skateboard-Simulation
Spieler 1 - 12
PSN ja
USK-Freigabe ab 12 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Das bewährte »Skate«-Konzept aufgepeppt mit vielen sinnvollen Verbesserungen.

