TEST
Star Ocean: The Last Hope
Krieg der Sterne auf Japanisch
Seit Sommer 2009 gehen Xbox-360-Besitzer im Sci-Fi-Rollenspiel »Star Ocean: The Last Hope« auf Sternenkreuzfahrt. Jetzt fasst sich Square Enix ein Herz und lässt Freunde der Playstation 3 ins All aufbrechen – Neuerungen inklusive. Beispielsweise die japanische Tonspur, als prima Alternative zur eher unprofessionellen englischen Synchronisation. Auf Japanisch mit deutschen Untertiteln macht das Einstiegsvideo doch gleich viel mehr Spaß!
Wie dem auch sei, im Jahr 2087 jedenfalls liegt die Erde in Schutt und Asche. Der Dritte Weltkrieg hat den blauen Planeten unbewohnbar gemacht. Die einzige Chance der Menschheit: die Suche nach neuem Lebensraum im All. Die Hoffnung der Bevölkerung ruht auf Aeos, einem Planeten, der den Gegebenheiten der Erde zur Zeit des Jura entspricht – nur ohne gefährliche Dinos. Ergo wird ein Pionier-Team mit fünf Sternenkreuzern ausgesandt. Mit an Bord des Schiffes »Calnus«: Blondschopf Edge Maverick und Kindheitsfreundin Reimi Saionji. Eine Zwischensequenz verrät, dass Edge nicht gerade das repräsentiert, was man einen Helden nennen würde. Er ist eher der Typ »widerspenstiger Rebell« – vorlaut, eigenwillig und ein echter Dickschädel. Reimi hingegen ist die vernünftige Seele, die Schulstreberin, aber naiv wie ein Stück Brot. Eines allerdings haben Edge und Reimi gemein: ihre Kindlichkeit. Ihre Dialoge, die farbenfrohen Outfits wie hautenge Space-Suits und futuristische Schulmädchen-Uniformen unterstreichen diesen Eindruck. Das zappelige Verhalten, die übergroßen Augen und die bewegungslosen Porzellangesichter sind jedoch fast schon unheimlich – ein »Final Fantasy XIII« macht das besser. Doch zurück zur Handlung. Wie befürchtet läuft beim Anflug auf Aeos nichts glatt. Das Schiff gerät in Turbulenzen, wird von einem Meteoriten gestreift, strandet aber gerade noch so auf dem Zielplaneten. Und Aeos birgt viele Gefahren. Zwar keine Dinos, dafür aber nicht minder gefährliche Insekten-Aliens: die Adephaga. Nun ist es die Aufgabe des Spielers, die Umgebung zu sichern und die anderen Raumschiffe ausfindig zu machen.

Zeit für ein bisschen Action: der Spieler steuert den Protagonisten Edge aus der Verfolgerperspektive über die üppige, wilde Landschaft von Aeos. Mit dem Licht- und Schattenspiel ist das wirklich schön anzusehen. Wer umherstreift, entdeckt auch kleinere Schätze, zum Beispiel essbare Früchte, die regenerative Fähigkeiten besitzen. Besonders für spätere Auseinandersetzungen sollte man immer ein wenig davon im Inventar mitführen. Apropos Auseinandersetzungen. Die bleiben auf Aeos nicht lange aus. Überall wuseln spinnenartige Viecher mit ihren langen Chitinbeinen über die Oberfläche. Wer auf Zoff aus ist, läuft einem dieser sichtbaren Gegner einfach direkt vor die Nase, wartet, bis sich der typische Kampfbildschirm einblendet. Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab. Mit dem linken Analogstick steuert man Edge in Richtung der Gegner und wählt dann den Angriff aus: Die Kreuz-Taste steht für einen normalen Hieb, per Kreis-Taste kann man springen oder sich für eine Spezialattacke bereitmachen, per Quadrat-Taste werden Zornangriffe ausgeführt. Über die Dreieck-Taste lassen sich Objekte aus dem Inventar einsetzen. Wer mit mehr als einem Charakter die Klopperei bestreitet – später sind’s bis zu vier Figuren – darf per R1-Taste auch den Helden wechseln. Der Controller ist somit fast komplett belegt. Das erfordert Einarbeitungszeit, geht dann aber flott von der Hand. Zwar braucht man für die meisten Gegner kaum Taktiken, kann einfach ausweichen und austeilen. Trotzdem spielt sich all das herrlich flott und flüssig, und mitunter auch richtig spannend, wenn sich Bossgegner ins Bild schieben. Wer viel kämpft und siegt, wird genretypisch mit Erfahrungspunkten belohnt. Die lassen den Helden im Level aufsteigen, wobei die Punkte automatisch auf Statuseigenschaften verteilt werden. Einzig bei den Spezialattacken – etwa Edges »steigende Klinge« – oder Charakterspezifika wird selbst Hand angelegt. So erarbeitet man sich beispielsweise die Fähigkeit, zu kochen oder Erz zu schürfen. Ein bisschen Individualisierung ist also möglich, doch allzu viel Tiefe steckt nicht drin in »Star Ocean«. Es ist eher die Handlung, die einen vorantreibt. Auch wenn sie, im Vergleich zu anderen Japano-Rollenspielen, oberflächlich und nicht sonderlich gefühlsbetont ausfällt. Liebe, Hass und anderes Zwischenmenschliches bleibt eine Randerscheinung.

Die »International«-Fassung hält übrigens im Vergleich zum Xbox-Pendant einige Überraschungen bereit. Beispielsweise werden die Charakterbildchen wahlweise als computergeneriertes 3D-Portrait dargestellt, oder als knuffiges 2D-Anime-Motiv. Putzig! Auch umfasst diese Version mehr Musik und einen komplett neuen Charakter. Wer das ist, wo der auftaucht? Wird nicht verraten, selber ausprobieren! Zumindest Fans von Japano-Rollenspielen mit Faible für einen infantilen Marionetten-Look der Figuren werden bei der Suche viel Spaß haben. Alle anderen: besser Probe spielen.

Zeit für ein bisschen Action: der Spieler steuert den Protagonisten Edge aus der Verfolgerperspektive über die üppige, wilde Landschaft von Aeos. Mit dem Licht- und Schattenspiel ist das wirklich schön anzusehen. Wer umherstreift, entdeckt auch kleinere Schätze, zum Beispiel essbare Früchte, die regenerative Fähigkeiten besitzen. Besonders für spätere Auseinandersetzungen sollte man immer ein wenig davon im Inventar mitführen. Apropos Auseinandersetzungen. Die bleiben auf Aeos nicht lange aus. Überall wuseln spinnenartige Viecher mit ihren langen Chitinbeinen über die Oberfläche. Wer auf Zoff aus ist, läuft einem dieser sichtbaren Gegner einfach direkt vor die Nase, wartet, bis sich der typische Kampfbildschirm einblendet. Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab. Mit dem linken Analogstick steuert man Edge in Richtung der Gegner und wählt dann den Angriff aus: Die Kreuz-Taste steht für einen normalen Hieb, per Kreis-Taste kann man springen oder sich für eine Spezialattacke bereitmachen, per Quadrat-Taste werden Zornangriffe ausgeführt. Über die Dreieck-Taste lassen sich Objekte aus dem Inventar einsetzen. Wer mit mehr als einem Charakter die Klopperei bestreitet – später sind’s bis zu vier Figuren – darf per R1-Taste auch den Helden wechseln. Der Controller ist somit fast komplett belegt. Das erfordert Einarbeitungszeit, geht dann aber flott von der Hand. Zwar braucht man für die meisten Gegner kaum Taktiken, kann einfach ausweichen und austeilen. Trotzdem spielt sich all das herrlich flott und flüssig, und mitunter auch richtig spannend, wenn sich Bossgegner ins Bild schieben. Wer viel kämpft und siegt, wird genretypisch mit Erfahrungspunkten belohnt. Die lassen den Helden im Level aufsteigen, wobei die Punkte automatisch auf Statuseigenschaften verteilt werden. Einzig bei den Spezialattacken – etwa Edges »steigende Klinge« – oder Charakterspezifika wird selbst Hand angelegt. So erarbeitet man sich beispielsweise die Fähigkeit, zu kochen oder Erz zu schürfen. Ein bisschen Individualisierung ist also möglich, doch allzu viel Tiefe steckt nicht drin in »Star Ocean«. Es ist eher die Handlung, die einen vorantreibt. Auch wenn sie, im Vergleich zu anderen Japano-Rollenspielen, oberflächlich und nicht sonderlich gefühlsbetont ausfällt. Liebe, Hass und anderes Zwischenmenschliches bleibt eine Randerscheinung.

Die »International«-Fassung hält übrigens im Vergleich zum Xbox-Pendant einige Überraschungen bereit. Beispielsweise werden die Charakterbildchen wahlweise als computergeneriertes 3D-Portrait dargestellt, oder als knuffiges 2D-Anime-Motiv. Putzig! Auch umfasst diese Version mehr Musik und einen komplett neuen Charakter. Wer das ist, wo der auftaucht? Wird nicht verraten, selber ausprobieren! Zumindest Fans von Japano-Rollenspielen mit Faible für einen infantilen Marionetten-Look der Figuren werden bei der Suche viel Spaß haben. Alle anderen: besser Probe spielen.
Ausgabe:02/10
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Uncharted 3: Drake's Deception
PS3 Test King of Fighters PS3M sagt:
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Grafik _____________
Hübsche Effekte, lebhafte Umgebung, aber Charaktere wie aus der Puppenkiste |
7 |
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Sound _____________
Musik eher dezent, englische Tonspur madig. Daumen hoch für die Japanische! |
8 |
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Steuerung __________
Anfangs nicht ganz einfach, danach aber eingängig. Stellenweise zickt die Kamera |
7 |
URTEIL 7.5/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 8 |
| Sound _____________ | 8 |
| Steuerung __________ | 8 |
URTEIL 8.5 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Square Enix
Entwickler
Preis ab 60 Euro
Genre Rollenspiel
Spieler 1
PSN nein
USK-Freigabe ab 12 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Endlich auch auf Playstation 3: Standard-Sci-Fi-Japano-Rollenspiel mit tiefgehender Echtzeit-Klopperei.

