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Guter Beitrag? 

 

 TEST 

 

Super Street Fighter IV

Ich bin das Beste, das Japan zu bieten hat.

Turbo. Ex. Alpha. Remix. Und schließlich Super. Wenn man Capcom eins lassen muss, dann wie sie ihre »Street Fighter«-Serie mit verschiedenen Versionen zu melken wissen. So ist’s wenig verwunderlich, dass auch der vierte Teil nicht aus dem Ring fällt und knapp ein Jahr nach Veröffentlichung in einer umfangreicheren Neuauflage aufschlägt. Klar, am Gameplay ändert sich freilich wenig: Das Konzept, bei dem sich zwei Kämpfer in einer Arena mit Faust und Fuß, Kombos und Spezialtacken gegenseitig die Energiebalken leerhauen, bleibt unangetastet.
Vielmehr stecken die Änderungen im Detail – und hauen richtig rein! Neben den 25 bekannten Gesichtern aus Teil Vier, gesellen sich gleich zehn frische Gesichter zu Ryu, Gen, Akuma und Co dazu, die praktischerweise schon von Anbeginn spielbar sind. Zugegeben, den mexikanischen Riesen T. Hawk, Maracas-Schwinger Dee Jay und Ex-Sträfling Cody kennt man aus den Vorgängerspielen. Ebenso holt Capcom Serien-Veteran Adon und »Final Fight«-Schläger Guy wieder auf die Straße. Gänzlich neu dafür zum Beispiel die koreanische Teak-Wan-Do-Meisterin Juri. Wie eine sexy Raubkatze bewegt sie sich durch die Arena, lässt selbst bei hektischem Tastengehämmere eindrucksvolle Kicks vom Stapel. Ebenfalls neu im Boot: das Japan-Duo Ibuki und Makoto. Beide setzen vorzugsweise auf direkten Körperkontakt und lassen ihre Kontrahenten dank spektakulärer Angriffs- und Wurfmanöver schnell Staub fressen. Nicht weniger hart teilt Boxer Dudley aus, der ähnlich wie Serienurgestein Balrog ausschließlich auf die Kraft seiner beiden Fäuste setzt. Den krönenden Abschluss im Lager der Neuzugänge bildet der extrem flinke Hakan, der sich übrigens auf Tastendruck einölt – ein echter geölter Blitz eben. Ähnlich wie Dan darf die rote Hommage an Marvels Hulk eher als Spaßfigur angesehen werden. Hakans Moves aus dem Effeff zu beherrschen, ist dennoch selbst für Profis kein leichtes Unterfangen.



Überhaupt macht das Bedienkonzept einen vielschichtigen Eindruck: Einsteiger haben die Steuerung mit Digi-Kreuz und den jeweils drei Schlag- und Tritt-Tasten innerhalb kürzester Zeit verinnerlicht, Profis wiederum freuen sich über die Existenz komplizierterer Spezialattacken. Großartig, wie das Spiel Neulinge sanft heranführt und Kenner angenehm fordert. Alle Facetten des Gameplays zu erlernen, die Techniken zu studieren und die Vor- und Nachteile eines jeden Kämpfers herauszufinden, das fesselt Tage und Wochen. Liegt nicht zuletzt am aus »Street Fighter IV« bekannten »Focus System«, mit dem taktisch überlegte Konterattacken abgefeuert werden können. Um mit einer Focus-Attacke höchstmöglichen Schaden anzurichten, müssen jedoch die Medium-Tritt- sowie die Schlagtaste für zwei Sekunden gedrückt gehalten werden. Im Duell gegen flotte Recken leichter gesagt als getan. Auch die spektakulär in Szene gesetzten EX- und Ultra-Kombos wollen wohlüberlegt sein. Denn während sich die EX-Leiste mit jedem erfolgreichen Angriff auflädt, füllt sich die Revenge-Leiste für Ultra-Kombos mit jedem eingesteckten Treffer – ideal, um verloren geglaubte Kämpfe doch noch rumzureißen. Ganz neu: die Aufforderung sich vor jeder Runde zwischen einem passiven oder einem aktiven Ultra-Move entscheiden zu müssen. Unterstreicht die taktische Ausrichtung zusätzlich!



Auch in anderen Bereichen wurde Feintuning betrieben: Ken, Akuma oder Seth sind nun nicht mehr so überstark, wie im Vorgängerspiel. Zudem hat Capcom das Tempo nach oben geschraubt – alles spielt sich zügiger. Einen Geschwindigkeitsrausch wie bei einem »Soul Calibur IV« sollte man dennoch nicht erwarten. Nicht weniger Lob verdient die herrlich detailverliebte und komplett ruckfreie, mit eindrucksvollen Kamerafahrten garnierte Grafik. Die Fusion aus klassischen 2D-Figuren, die jedoch in 3D dargestellt werden, zählt zweifelsohne zum Schönsten, was das Genre zu bieten hat. Vor allem die Animationen der Ultra-Kombos lassen ein wahres Feuerwerk an Effekten vom Stapel – brillant! Anders als beispielsweise »Tekken 6« läuft das hier komplett auf einer 2D-Schiene. Bedenken, das Spiel könnte sich in seiner 3D-Optik verlieren, können daher umgehend aus dem Ring geworfen werden. Aber nicht nur Figuren und Animationen lassen einen staunen, auch die toll belebten Kulissen präsentieren sich abwechslungsreich und sind grandios in Szene gesetzt. Fünf frische Areale, wie zum Beispiel eine Baustelle und ein Safari-Szenario verstärken dieses Gefühl. Zugegeben, einen Vierer-Tag-Team- oder einen Zwei-gegen-Einen-Modus sowie eine richtige Geschichte im Arcade-Modus vermissen Fans in der Neuauflage weiterhin. Aber das ist Meckern auf höchstem Niveau. Denn was Capcom mit »Super Street Fighter IV« abliefert, überzeugt auf ganzer Linie und stößt sogar »Alpha 3« – den favorisierten Automaten der Fangemeinde – vom Thron. Bedenkt man, dass einige Händler das Game bereits für 33 Euro anbieten, haben selbst die größten Kritiker kein Argument mehr, das hier nicht zu kaufen. Ganz große Klasse!
Moritz Wanke
Ausgabe:05/10
weiter PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
weiter PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
weiter PS3 Test Street Fighter X Tekken
PS3M sagt:
Grafik _____________

Hübsch, effektreich, flüssig

9
Sound _____________

Flotter Sound, aber keine deutschen Synchronsprecher

8
Steuerung __________

Einstellbar, mit Arcade-Stick perfekt

9

URTEIL 9.3/10

 

Leserwertung:
Grafik _____________ 8
Sound _____________ 8
Steuerung __________ 7

URTEIL 7.9 /10

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AUF EINEN BLICK __

EAN:

Publisher Capcom

Entwickler Capcom

Preis ab 33 Euro

Genre Beat 'em Up

Spieler 1 - 8

PSN ja

USK-Freigabe ab 12 Jahren

 

KURZ UND KNAPP __

Neuauflage von »Street Fighter IV« mit frischen Kämpfern und Kulissen sowie Gameplay-Feintuning.

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