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Guter Beitrag? 

 

 TEST 

 

Tekken 6

Harte Schläge, brutale Kicks: Die Eisenfaust haut richtig rein!

Die »Tekken«-Reihe mag keinen ganz so klingenden Namen haben wie »Street Fighter«. Dennoch ist sie ebenso wichtig. Die Regeln sind einfach: Eine Arena, zwei gehen rein, einer kommt raus. Schwerter, Äxte, Feuerbälle und dergleichen bleiben draußen. Meistens jedenfalls. Bei »Tekken 6« entscheiden Fersen, Handkanten und Reflexe über Sieg oder Niederlage. Man steht sich gegenüber, muss ein Auge auf den Gegner haben. Die Möglichkeiten seines Gegenübers zu kennen, ist entscheidend. Sonstige Attribute? Große Kämpferauswahl, umwerfende Grafik und ein Sound, der dir durch Mark und Bein fährt. Das hier ist nicht nur grobes Draufhauen, nicht Van Damme oder Chuck Norris, sondern feine und durchtrainierte Kampfsport-Akrobatik. Bruce Lee, sozusagen. Hart und schnell, filigran und raffiniert und trotzdem einsteigerfreundlich.

Aus all diesen Gründen sei das neuste »Tekken« auf Playstation 3 begrüßt. Ist immerhin schon ein ganzes Weilchen her, dass sich die Reihe wieder seinen Herausforderern stellt. Da wäre in erster Linie natürlich »Street Fighter IV« zu nennen. Das hat sich in den letzten Wochen und Monaten zum Bestseller entwickelt, und mithin das Beat-‘em-Up-Genre aus einer zeitweiligen Tiefschlafphase befreit. Und, hat sich der Schritt gelohnt? Um das herauszufinden, holen wir Lesertester Jochen Bergwart in den Dōjō – ein langjähriger Kampfspiel-Fan, mit Ryu, Scorpion, Kasumi und Marshall Law aufgewachsen.
Hajime. Los, kämpft!
Vom Titelbild aus führen mehrere Spielmodi in die Arena. Beim Modus »Überleben« geben sich die Eisenfäuste solange gegenseitig auf die Nase, bis die Energieleiste des gegnerischen Probanden ausgenullt ist und er per Knockout zu Boden stürzt. »Zeitangriff« fordert ebenfalls zügiges Ausknocken des anderen, nur dass diesmal eine Stoppuhr zeitlichen Druck ausübt. Dann natürlich der Versus-Modus, in dem ein Mitspieler die Rolle des Computergegners übernimmt. Beim Duell an einer Konsole wird man sicherlich viel Zeit verbringen, das Ganze klappt aber auch online gut: Im Test lief fast jedes Match trotz hohen Tempos stabil – immer 60 Bilder pro Sekunde, ohne Wenn und Aber, ohne Verzögerungen oder Problemen mit der Kollisionsabfrage. So kann man sich also sorglos mit den Feinheiten des Kampfsystems vertraut machen und überhaupt Allerlei entdecken. Jede Menge skurrile Kämpfer vor allem. Die 18 Arenen? Herrliche Hingucker. Da wird inmitten eines Springbrunnens gekämpft, während die Fontänen rot und blau glitzern, im Zentrum eines traumhaften Sees oder in Front einer zerfallenden Weltraumkolonie, die durch umher rasende Kampfjets an Leben gewinnt. Geht’s hart auf hart, bricht der Boden, und einen kurzen dramatischen Moment später finden sich die zwei Kämpfer im Stockwerk darunter wieder. Egal in welcher Arena, Einzelkämpfer werden sich die Nächte zweifellos am häufigsten im Arcade-Modus um die Ohren schlagen. Hier fertigt man mit seinem Lieblingskämpfer acht Computergegner in Folge ab. Die Auswahl ist zufallsbestimmt. Nach ein bis zehn Runden pro Match – die Anzahl ist einstellbar – und sechs Siegen läutet der Gong zum großen Finale. Der erste Bossgegner schiebt sich in den Ring: Jin Kazama, dicke Muskeln, Arme wie aus Granit gemeißelt. Danach Azazel, ein drachenähnliches Ungetüm, das Laserfeuer aus den Augen schießt. Wie lange ein Durchmarsch dauert, hängt von den Umständen ab. Kann in wenigen Minuten klappen, zumindest auf dem mittleren von drei Schwierigkeitsgraden.
Eine bedeutsamste Neuerung innerhalb der »Tekken«-Reihe ist sicherlich der Kampagnen-Modus, eine Aneinanderreihung von Kämpfen in Wäldern, Großstadt und Labors. Eingeleitet von einem langen Einstiegsvideo und unterbrochen durch englisch vertonte, deutsch untertitelte Render-Erzählungen, folgt man Krieger Lars und seiner Begleiterin Alisa und rollt die Geschichte der »Tekken«-Kämpfer auf. Mal schiebt sich ein einzelner Angreifer ins Bild, mal sind‘s zwei, drei, vier oder fünf; mal aktuelle Kämpfer, mal Bekannte aus früheren Teilen. Das alles erinnert an »Final Fight« und könnte sehr reizvoll sein, zumal man hier mit einem Kumpel gemeinsam das Feindpack aufmischen darf. Leider greifen die Grüppchen oft eher plan- und hirnlos an. Auch wenn die Kampagne im Titelbild ganz oben steht, ist sie doch vielmehr eine nette Dreingabe. Viel lieber hätten wir einen Vier-Spieler-Modus wie im Serien-Ableger »Tekken Tag Tournament« entdeckt. Schade, der hätte als Ergänzung doch durchaus Sinn gemacht.
Butayarou. Du bist schwach!
Nun lebt die »Tekken«-Reihe seit jeher davon, dass man sich in die Feinheiten einarbeitet. Denn jede Kämpferfigur bringt ihren ganz eigenen Kampfstil in die Arena, und variiert diesen außerdem von Match zu Match geringfügig. Kann gut sein, dass ein wendiger Kerl wie Lei Wulong mal etwas aggressiver mit einem Stakkato schneller Handkanten-Schläge attackiert; in einem anderen Match aber eher Kombos aufreiht. Das fühlt sich dynamisch an; temporeich; jedes Mal anders. Per Button-Mashing mal eben so ein Match gewinnen? Bei »Tekken 6« ein aussichtsloses Unterfangen. Schwächen müssen erkannt und genutzt werden. Per Kreuz-, Kreuz-, Dreieck- und Viereck-Tasten fliegen Schläge und Tritte, durch gleichzeitiges Drücken der Viereck-Dreieck-Tasten packt man den Angeschlagenen, schleudert ihn durch die Luft, gibt ihm während des Falls mit einem kräftigen Schlag den Rest. Die Animationen? Butterweich und verwurzelt in einer souveränen Kollisionsabfrage. Englische und japanische Sprachfetzen unterstreichen eher die Dynamik des Ganzen, als dass sie zum Verständnis notwendig wären. Die deutschen Untertitel sind überflüssig und abschaltbar.

Kurzum: Auch das neueste »Tekken« lebt weniger von großen Innovationen als vielmehr von stilsicheren Veränderungen alter Traditionen. Man mag die stellenweise etwas angestaubte Grafik kritikwürdig finden und dem Kampagnen-Modus etwas mehr Abwechslung wünschen. Dennoch bleibt festzuhalten, dass es sich spielerisch ganz klar um den bisher besten Teil der Reihe handelt. Schnell, direkt und mächtig umfangreich. Zugreifen? Pflicht für Genrekenner! Und für alle anderen sehr empfehlenswert.
Gewinnspiel
Zusammen mit Kingplayer.de, dem Online-Shop für Spiele-Merchandise und Toys, verlosen wir insgesamt acht Figuren zum Beat 'em Up "Tekken". Jede Action-Figur ist circa 20 Zentimeter groß, streng limtiert und sollte im Besitz eines jeden echten "Tekken"-Fan sein. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, schick uns bis zum 8. November 2009 einfach eine E-Mail mit deiner Namen und Adresse an push [at] ps3m.de mit dem Betreff "Gewinnspiel Tekken", schon machst du mit. Noch ein bisschen Glück und schon steht vielleicht schon bald eine der begehrten Figuren bei dir zu Hause. Viel Glück!

Teilnahmeschluss ist der 6. November 2009. Die Gewinner werden am 9. November 2009 schriftlich benachrichtigt. Mitarbeiter von Airmotion und Kingplayer sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Michael Förtsch/rl
Ausgabe:11/09
weiter PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
weiter PS3 Test King of Fighters
weiter PS3 Test Lego Harry Potter Die Jahre 5-7
PS3M sagt:
Grafik _____________

Flotte Bildrate, tolle Animationen

8
Sound _____________

Krachige Sounds, zünftige englische Ansagen

8
Steuerung __________

Erfordert etwas Übung, mit Stick sehr präzise

9

URTEIL 8.3/10

 

Leserwertung:
Grafik _____________ 7
Sound _____________ 8
Steuerung __________ 8

URTEIL 7.7 /10

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AUF EINEN BLICK __

EAN:

Publisher Namco Bandai

Entwickler Namco Bandai

Preis ab 60 Euro

Genre Beat 'em Up

Spieler 1 - 2

PSN Ja

USK-Freigabe ab 16 Jahren

 

KURZ UND KNAPP __

FAQ

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