TEST
Test Drive Unlimited 2
Testfahrt oder Bestzeit?
Ein weiterer Tag im Paradies. Der McLaren '10 MP4-12C gehört noch immer zu den Favoriten und der Villa am Strand hat sich mittlerweile eine Luxus-Yacht hinzugefügt. An Geld mangelt es weiß Gott nicht. Vorhin noch das Gesicht beim plastischen Chirurgen der Idealform angepasst, auf dem Rückweg zur Luxusbehausung ein Dutzend Designerhosen eingekauft – so lässt sich’s leben. Aber genug der Tagebucheinträge. Zeit, die neuen Offroad-Wege im Inselinneren mit ein paar Freunden unsicher zu machen.

Die Welt als Spielplatz
Teil Zwei des Offene-Welt-Racers von Eden Games mag im Offline-Modus nett sein und dank abwechslungsreicher Erfolge sogar eine gewisse Langzeitmotivation bieten – wirklich auftrumpfen kann das arcadelastige Rennspiel mit Simulations-Elementen hingegen erst im Online-Mehrspieler-Modus. Wirkt die Welt in der von einer eher mäßigen Story angetriebenen Kampagne noch steril, unbelebt und menschenleer, kommt online dank Dutzender gleichzeitig umherflitzender Playstation-Network-Spieler plötzlich glaubhaftes Insel-Feeling auf. Bestand die einzige Kommunikation zuvor aus ungewollt komischen, von amateurhaften Sprechern vertonten Dialogen mit KI-Statisten, so trifft man sich nun mit anderen Spielern in Clubhäusern, spielt Poker und führt via Headset angeregte Gespräche über die angesagtesten Routen der beiden Spielwelten – in diesem Fall die Insel Ibiza und das hawaiianische O’ahu. In den meisten Fällen fordert man jedoch andere zu hitzigen Wettrennen heraus. Das läuft dann in der Regel so ab: Ganz lässig kurvst du die Inselpfade entlang, folgst der Marschrichtung einer just erspähten Racer-Kolonne, um zu schauen, wo sie dich hinführt. Doch dann steigt mal wieder so ein Idiot voll in die Eisen; benimmt sich wie der letzte Pöbel; meint, er hätte mehr PS unter der Haube. Also zeigst du ihm die Lichthupe – schon kann das Kräftemessen beginnen. Kinderleicht. Und gleichzeitig der einzige Moment, in dem du kurze Ladezeiten in Kauf nehmen musst.

Andere Autos, andere Sitten
Doch nicht nur klassische Kopf-an-Kopf-Rennen für bis zu acht PS-Irre sind möglich. Auch Zeit-, Eliminations- und sogenannte Radarfallen-Matches sorgen für Nervenkitzel. Bei Letzteren ist der Name Programm: Kräftig auf die Tube drücken, um so schnell wie möglich geblitzt zu werden. Ganz neu im zweiten Teil: der aus »Need for Speed« entwendete »Cop«-Modus. Hier jagen Gesetzeshüter Geschwindigkeitssünder – zu acht der Wahnsinn! Schade hingegen, dass außer abgekupferten kaum eigene Ideen eingebracht wurden. Einzig die überarbeiteten Clubrennen bringen etwas frischen Wind in die Sache. Dort treten zwei Clubs in einer Reihe von Renndisziplinen gegeneinander an, verwetten ihr Geld auf selbst abgesteckten Strecken und stauben, wenn’s gut läuft, besonders seltene Flitzer wie den 700 PS starken Gumpert Apollo Sport ab. Aber auch darüber hinaus gelingt es dem Spiel, die Motivation mit unzähligen Freischalt-Extras aufrecht zu erhalten. Lange Rede kurzer Sinn: Wer Rennspiele liebt und sich gerne via Playstation Network austobt, wird hiermit wochenlang prima unterhalten.
Ausgabe:03/11
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
PS3 Test Street Fighter X Tekken PS3M sagt:
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Grafik _____________
Tolle Fahrzeugmodelle, riesige jedoch zu leblose Spielwelt |
7 |
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Sound _____________
Fetter Motorensound, aber amateurhafte Sprecher und wenig Radiosender |
6 |
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Steuerung __________
Frei konfigurierbar, gelungene Mischung aus Simulation und Arcade |
8 |
URTEIL 8.2/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 7 |
| Sound _____________ | 7 |
| Steuerung __________ | 6 |
URTEIL 6.7 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Namco Bandai
Entwickler Eden Games
Preis ab 60 Euro
Genre Rennspiel
Spieler 1-hunderte (1-8 in Rennen)
PSN ja
USK-Freigabe ab 6 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Rennspiel mit MMO-Anleihen und zwei riesigen, frei erkundbaren Spielwelten.



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