TEST
The Elder Scrolls 5: Skyrim
Drachentöter oder Echsensammler?
Drachentöter oder Echsensammler?
Als Gefangener bin ich gekommen. Als Retter der Welt werde ich sie hoffentlich verlassen können. Der Anfang meiner Geschichte, Fremder, klingt wahrlich unglaublich, doch so hat es sich tatsächlich zugetragen...
Kaisersoldaten transportieren mich zusammen mit drei weiteren Inhaftierten in einer Kutsche. Sie haben mich im Norden des Kaiserreichs Tamriel, an der Grenze der Provinz „Himmelsrand“ verhaftet. Ich sei ein Verräter und gehöre den Kriegsverbrechern Thalmors an, heißt es. Ein gewaltiger Irrtum. Doch die Vasallen des Kaisers interessiert das herzlich wenig. Sie verschleppen mich in die Festung Helgen, in der mit Verbrechern gewöhnlich kurzer Prozess gemacht wird. Kaum dort angekommen, scheinen meine letzten Sekunden angebrochen. Die Axt des Henkers funkelt in meinen Augen, dann gehe ich in die Knie, beuge mich über einen Stein, schließe meine Augen – das ist das Ende denke ich noch. Als plötzlich ein grässlicher Schrei ertönt. Was dann geschieht, wollt ihr wissen, rüstiger Wandersmann? Brennende Trümmer fliegen umher, ein besonders großer Brocken trifft den Henker direkt am Kopf. Ich bin wieder voll da, blicke mich um und sehe das Undenkbare: einen Drachen! Bei Akatosh, da fliegt tatsächlich eine schwarzschuppige Riesenechse in der Größe eines Hauses und brennt mit seinem Feueratmen alles nieder. Seit Jahrtausenden hat niemand diese Bestien mehr gesehen. Woher kommen die Kreaturen auf einmal? Bevor ich darüber nachdenken kann, nutze ich die Gunst der Götter und flüchte. Ich renne in einen Turm, wo bereits Soldat Helvan – mittlerweile ein wahrer Freund – Unterschlupf sucht. Instinktiv denken wir beide nur das eine: „Bloß weg hier, raus aus Helgen!“ Ich nehme mir, ebenso wie Helvan, ein Schild in die linke und ein Kurzschwert in die rechte Hand. Unsere Körper sind in primitive Fellrüstungen gehüllt – Ausrüstungsgegenstände, die unseren Tod hoffentlich noch etwas herauszögern, denken wir in jenem Moment. Wir rennen durch brennende Gebäude, weichen umherfliegenden Gesteinstrümmern aus und erreichen das Tor. Mein nächster Gedanke: „Die Götter sind mit mir, ich hab es geschafft. Aber ich muss die Menschen warnen; ihnen berichten, was ich mit eigenen Augen gesehen habe.“

Helvan und ich brechen also auf nach Flusswald. Denn angeblich kenne er dort jemanden, der vielleicht weiterhelfen könne. Den Weg dorthin, fragt ihr? Nun, ich führe stets eine Karte mit mir, die alle Ortschaften von Himmelsrand anzeigt – zusammen mit meinem Kompass zwei nicht zu ersetzende, wenn auch stumme Weggefährten. Auf dem Weg nach Flusswald nördlich von hier passieren wir dann erstmals die malerische Natur der Provinz. Ihr habt den Anblick vielleicht auch schon mal genossen: Überall wachsen Blumen in den herrlichsten Farben, prächtige Bäume ragen gen Himmel, während seltsamer Nebel über den Gewässern dem Ganzen etwas Magisches beschert. Hirsche stolzieren über die Felder, Vögel fliegen am blauen Firmament und Lachse springen im Fluss umher. Ein wahrlich fantastischer Ort! Da mag man kaum glauben, dass in Himmelsrand ein großer Krieg tobt, nicht wahr? Helvan und ich sind spätestens jetzt einer Meinung: „Wir müssen schnell handeln, sonst regiert in diesem idyllischen Land bald das nicht zu bremsende Chaos!“
Ja, Wanderer, recht so, nehmt euch noch einen Schluck kräftigen Wein und hört, was dann geschieht: Bereits nach wenigen Minuten Fußmarsch erreichen Helvan und ich Flusswald. Ein kleiner Fleck auf der Karte, sprich ein Dorf mit zehn Häusern. Überall laufen Bürger durch die Gassen und gehen ihrem Alltag nach; ein Schmied werkelt an einer Bank, ein Kind spielt mit seinem Hund. Einfach großartig, wie hier das Leben blüht! Nur eine Bewohnerin stiftet Unruhe und brüllt wild umher, sie habe Drachen gesehen. Die anderen erklären sie für verrückt. Doch wie ihr bereits wisst, hat sie Recht. Schließlich treffen wir Helvans Freund Alvor, der uns weiterhelfen soll. Auch er hat von der Rückkehr der mythischen Wesen gehört und will unsere Geschichte zunächst nicht wahrhaben. Bis er uns schließlich rät, Jarl Balgruf in der Drachenfeste bei Weißlauf aufzusuchen. Einen sehr belesenen Fürsten – und damals unsere einzige Hoffnung!

Dass der Weg dorthin von stinkenden Banditen belagert wird? Ja, das hat sich herumgesprochen! Weshalb Helvan und ich dann auch erst einmal dem örtlichen Waffenhändler einen Besuch abstatten. Den Laden kann ich im Übrigen sehr empfehlen! Unter anderem bietet der Mann solide Eisenpanzer, Stahlhandschuhe und Kriegsäxte feil. Blöd nur, dass mir zu jenem Zeitpunkt die nötigen Goldtaler fehlen, um diese nützlichen Sachen zu erstehen. Also bleibe ich unauffällig an einer Hausecke stehen und beginne zu grübeln: die Sachen einfach stehlen? Indem ich mich geschickt anschleiche und in einem günstigen Moment alles Nützliche zusammenraffe und einsacke? Doch ich schrecke zurück! Denn ihr wisst womöglich, was dann geschieht: Die Händler verfluchen dich und kurz darauf ist ein Kopfgeld auf dich ausgesetzt! Ich hörte auch schon von Fällen, wo der Kaufmann ohne Umschweife zur Waffe griff, um sich in Selbstjustiz zu üben. Ja, um als Langfinger erfolgreich zu sein, müsste ich schon die angeborene Diebesgabe eines Khajiit besitzen oder mir das Geschick durch viele Stunden Übung selber aneignen. Allein schon, um die Vitrinen aufzubrechen, fehlen mir jedoch die passenden Dietriche. Nein danke, Stehlen ist nichts für mich. Im Gegensatz zu dem Angebot, das mir der Händler unverhofft unterbreitet: Er sei auf der Suche nach einer goldenen Kralle, versteckt in einem nahegelegenen Tempel nördlich von Flusswald. Für das Relikt bezahle er eine hohe Belohnung, genug, um mir all das Rüstzeug zu kaufen, das nötig ist, den beschwerlichen Weg fortzusetzen. So viel, Wanderer, weiß ich mittlerweile ganz gewiss: In der Welt von Himmelsrand lohnt es sich, mit den Menschen zu reden! Denn jeder hat irgendeine interessante Geschichte zu erzählen, manch einer hält sogar spannende Aufgaben bereit: geheime Dokumente auftreiben, Personen ausfindig machen, skrupellos Zielpersonen ausschalten – in Himmelsrad gibt’s immer was zu tun. Als Belohnung winken meist wertvolle Ausrüstung und nützliche Goldtaler.
Ein paar Aufträge dieser Art später bin ich endlich auf dem Weg zur Drachenfeste, um Jarl aufzusuchen. Ein ziemlich steiniger Weg sage ich euch, nicht zuletzt weil mich aus dem Nichts immer wieder pechschwarze Wölfe angreifen. Aber kein Problem für einen Mann, in den dessen Adern das Blut der Kaiserlichen Rasse fließt. Denn wie gewiss auch in Cyrodiil bekannt, ist mein Volk gut im Umgang mit Schwert und Magie, allen voran Zerstörungszaubern. Solange ich Magie wirke, kann ich zwar kein Schild tragen und deshalb keine Angriffe blocken, doch dafür weiche ich umso flinker aus. Die zähnefletschenden Wölfe jedenfalls haben keine Chance. Einen flambiere ich mit einem Feuerball, dem nächsten ramme ich mein Schwert in den Kiefer! Das Fell der toten Tiere nehme ich dann in der Regel mit – man weiß schließlich nie wie es noch von Nutzen sein kann. Die erschöpfte Zauberenergie? Regeneriert sich wie Gesundheit und Ausdauer von selbst.

Naja, und während ich weiter gen Drachenfeste spaziere, geht der Ärger von vorne los. Zwei Banditen versperren mir den Weg. Sie fordern 196 Goldstücke Passiergeld. Jeglicher Beschwichtigungsversuch, sie von ihrer Meinung abzubringen, scheitert. Einer von beiden ist besonders schnell sauer und greift sofort zu Pfeil und Bogen. Projektile rasen durch die Luft, die Halunken brüllen – während ich mit vorgehaltenem Schild auf das Gaunerpack zustürme, mein Schwert ziehe und die Klinge durch den Körper des Feindes ziehe. Blut spritzt mir ins Gesicht, ich wische es mir aus den Augen. Akatosh verzeihe mir, dass ich im Anschluss ihre leblosen Körper durchsuche. Aber oft haben Schufte wie diese Gold, Ausrüstung, Heiltränke und weitere Gegenstände bei sich, die mir nützlich sein könnten. Ferner fühle ich mich nach jedem Kampf erfahren und perfektioniere so mein Können. Und wenn ich genug Kampferfahrung gesammelt habe, folgt sogar eine Art Erleuchtung durch die Sterne. Ihr schüttelt den Kopf? Und ich versichere euch: Mein Umgang mit Zerstörungszaubern, Einhandwaffen und 17 weiteren Fähigkeiten verbessert sich nach und nach. Gleiches gilt für meine Ausdauer, Magicka und Gesundheit. Wichtig ist nur, dass ich in Form bleibe und kämpfe. Kürzlich übrigens erst gegen wirklich gefährliche Bestien wie einen Eistroll und ein wild gewordenes Mammut.

Aber ich schweife ab, treuer Weggefährte, und will vielmehr berichten, was geschah, als ich in Weißlauf ankam – ein in der Tat einmaliger Ort, mit sehr freundlichen Bewohnern: Kaum zehn Minuten in der Stadt, bietet mir der Schmied zum Beispiel an, die Kunst zu erlernen, mächtige Rüstungen zu schmieden. Aber auch sonst sind die Menschen dort sehr geschäftstüchtig. Waffenhändler, Zauberläden und die meisten anderen Geschäfte laden während ihrer Öffnungszeit von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends zum ausschweifenden Einkaufsbummel ein. Ja, selbst ein Haus könnte ich dort für die nötigen Taler erstehen. Und wen all das nicht interessiert, der hört sich eben ein bisschen um, um den neuesten Klatsch und Tratsch mitzubekommen. Letzterer ist allerdings belanglos gegenüber dem, was mir Fürst Jarl Balgruf wenig später in der Drachenfeste berichtet. Seinen Aussagen zufolge seien die fliegenden Unheilbringer plötzlich aufgetaucht und greifen nun ganz Himmelsrand an. Einer wütet in unmittelbarer Nähe, so Balgruf. Also mache ich mich zusammen mit einigen Soldaten auf, um die Riesenechse niederzustrecken. Mit Erfolg! Bereits wenige hundert Meter vor der Stadt taucht das Feuer spuckende Biest auf, fliegt erhaben über unsere Köpfe hinweg. Doch der Schrecken der Lüfte macht einen gewaltigen Fehler: Er landet direkt vor unseren Füßen. Sofort attackieren wir. Ein fordernder Kampf – den das fauchende Monstrum nicht überlebt.
Und dann Wanderer, dann geschieht es: Das Schuppenmonster geht in einem gleißenden Licht auf, leuchtende Fäden wandern in meinem Körper. Es scheint fast, als hätte ich die Seele des Drachen in mich aufgenommen. „Dovahkiin“, Drachenblut nennen sie mich seitdem. Wie’s aussieht, gehöre ich nunmehr zu den legendären Drachentötern, die seit Jahrtausenden die Fabelwesen jagen und das Gleichgewicht der Welt bewahren. Dank dieser Ereignisse habe ich ganz offensichtlich eine einst vergessene Fähigkeit wiedererlangt: „Thu’um“, den Schrei des Drachens. Dahinter verbergen sich mächtige Angriffe, die Gegner meterweit wegstoßen oder in Flammen aufgehen lassen. Unfassbar, oder? Doch die Gabe scheint eingerostet, weshalb mir Jarl Balgruf empfohlen hat, die vier Graubärte, hoch auf dem Gipfel von Hoch-Hrathgar aufzusuchen. Was ich mir in dem Moment natürlich nicht zweimal sagen lasse! Um zügig das Ziel zu erreichen, zögere ich nicht lange, erstehe ich in den Ställen von Weißlauf für 1.000 Goldmünzen ein schnelles Pferd und besteige mit seiner Hilfe binnen einer halben Stunde den Berg. Wo mir Arngeir, einer der weisen Graubärte und großer Kenner der Geheimnisse der Drachenblüter schließlich die schreckliche Nachricht beichtet: Alduin, der Weltenfresser, der mächtige Anführer der Drachen ist zurückgekehrt. Nach und nach erweckt er seine gefallenen Gefährten zu neuem Leben. Die Tage der Erde sind gezählt, die Menschheit steht vor ihrem Ende. Es sei denn, ich, der „Dovahkiin“, folge meiner Bestimmung und strecke Alduin, den Herrscher über Luft und Feuer nieder. Wünscht mir Glück, Fremder, ich werde es brauchen...
Kaisersoldaten transportieren mich zusammen mit drei weiteren Inhaftierten in einer Kutsche. Sie haben mich im Norden des Kaiserreichs Tamriel, an der Grenze der Provinz „Himmelsrand“ verhaftet. Ich sei ein Verräter und gehöre den Kriegsverbrechern Thalmors an, heißt es. Ein gewaltiger Irrtum. Doch die Vasallen des Kaisers interessiert das herzlich wenig. Sie verschleppen mich in die Festung Helgen, in der mit Verbrechern gewöhnlich kurzer Prozess gemacht wird. Kaum dort angekommen, scheinen meine letzten Sekunden angebrochen. Die Axt des Henkers funkelt in meinen Augen, dann gehe ich in die Knie, beuge mich über einen Stein, schließe meine Augen – das ist das Ende denke ich noch. Als plötzlich ein grässlicher Schrei ertönt. Was dann geschieht, wollt ihr wissen, rüstiger Wandersmann? Brennende Trümmer fliegen umher, ein besonders großer Brocken trifft den Henker direkt am Kopf. Ich bin wieder voll da, blicke mich um und sehe das Undenkbare: einen Drachen! Bei Akatosh, da fliegt tatsächlich eine schwarzschuppige Riesenechse in der Größe eines Hauses und brennt mit seinem Feueratmen alles nieder. Seit Jahrtausenden hat niemand diese Bestien mehr gesehen. Woher kommen die Kreaturen auf einmal? Bevor ich darüber nachdenken kann, nutze ich die Gunst der Götter und flüchte. Ich renne in einen Turm, wo bereits Soldat Helvan – mittlerweile ein wahrer Freund – Unterschlupf sucht. Instinktiv denken wir beide nur das eine: „Bloß weg hier, raus aus Helgen!“ Ich nehme mir, ebenso wie Helvan, ein Schild in die linke und ein Kurzschwert in die rechte Hand. Unsere Körper sind in primitive Fellrüstungen gehüllt – Ausrüstungsgegenstände, die unseren Tod hoffentlich noch etwas herauszögern, denken wir in jenem Moment. Wir rennen durch brennende Gebäude, weichen umherfliegenden Gesteinstrümmern aus und erreichen das Tor. Mein nächster Gedanke: „Die Götter sind mit mir, ich hab es geschafft. Aber ich muss die Menschen warnen; ihnen berichten, was ich mit eigenen Augen gesehen habe.“

Helvan und ich brechen also auf nach Flusswald. Denn angeblich kenne er dort jemanden, der vielleicht weiterhelfen könne. Den Weg dorthin, fragt ihr? Nun, ich führe stets eine Karte mit mir, die alle Ortschaften von Himmelsrand anzeigt – zusammen mit meinem Kompass zwei nicht zu ersetzende, wenn auch stumme Weggefährten. Auf dem Weg nach Flusswald nördlich von hier passieren wir dann erstmals die malerische Natur der Provinz. Ihr habt den Anblick vielleicht auch schon mal genossen: Überall wachsen Blumen in den herrlichsten Farben, prächtige Bäume ragen gen Himmel, während seltsamer Nebel über den Gewässern dem Ganzen etwas Magisches beschert. Hirsche stolzieren über die Felder, Vögel fliegen am blauen Firmament und Lachse springen im Fluss umher. Ein wahrlich fantastischer Ort! Da mag man kaum glauben, dass in Himmelsrand ein großer Krieg tobt, nicht wahr? Helvan und ich sind spätestens jetzt einer Meinung: „Wir müssen schnell handeln, sonst regiert in diesem idyllischen Land bald das nicht zu bremsende Chaos!“
Ja, Wanderer, recht so, nehmt euch noch einen Schluck kräftigen Wein und hört, was dann geschieht: Bereits nach wenigen Minuten Fußmarsch erreichen Helvan und ich Flusswald. Ein kleiner Fleck auf der Karte, sprich ein Dorf mit zehn Häusern. Überall laufen Bürger durch die Gassen und gehen ihrem Alltag nach; ein Schmied werkelt an einer Bank, ein Kind spielt mit seinem Hund. Einfach großartig, wie hier das Leben blüht! Nur eine Bewohnerin stiftet Unruhe und brüllt wild umher, sie habe Drachen gesehen. Die anderen erklären sie für verrückt. Doch wie ihr bereits wisst, hat sie Recht. Schließlich treffen wir Helvans Freund Alvor, der uns weiterhelfen soll. Auch er hat von der Rückkehr der mythischen Wesen gehört und will unsere Geschichte zunächst nicht wahrhaben. Bis er uns schließlich rät, Jarl Balgruf in der Drachenfeste bei Weißlauf aufzusuchen. Einen sehr belesenen Fürsten – und damals unsere einzige Hoffnung!

Dass der Weg dorthin von stinkenden Banditen belagert wird? Ja, das hat sich herumgesprochen! Weshalb Helvan und ich dann auch erst einmal dem örtlichen Waffenhändler einen Besuch abstatten. Den Laden kann ich im Übrigen sehr empfehlen! Unter anderem bietet der Mann solide Eisenpanzer, Stahlhandschuhe und Kriegsäxte feil. Blöd nur, dass mir zu jenem Zeitpunkt die nötigen Goldtaler fehlen, um diese nützlichen Sachen zu erstehen. Also bleibe ich unauffällig an einer Hausecke stehen und beginne zu grübeln: die Sachen einfach stehlen? Indem ich mich geschickt anschleiche und in einem günstigen Moment alles Nützliche zusammenraffe und einsacke? Doch ich schrecke zurück! Denn ihr wisst womöglich, was dann geschieht: Die Händler verfluchen dich und kurz darauf ist ein Kopfgeld auf dich ausgesetzt! Ich hörte auch schon von Fällen, wo der Kaufmann ohne Umschweife zur Waffe griff, um sich in Selbstjustiz zu üben. Ja, um als Langfinger erfolgreich zu sein, müsste ich schon die angeborene Diebesgabe eines Khajiit besitzen oder mir das Geschick durch viele Stunden Übung selber aneignen. Allein schon, um die Vitrinen aufzubrechen, fehlen mir jedoch die passenden Dietriche. Nein danke, Stehlen ist nichts für mich. Im Gegensatz zu dem Angebot, das mir der Händler unverhofft unterbreitet: Er sei auf der Suche nach einer goldenen Kralle, versteckt in einem nahegelegenen Tempel nördlich von Flusswald. Für das Relikt bezahle er eine hohe Belohnung, genug, um mir all das Rüstzeug zu kaufen, das nötig ist, den beschwerlichen Weg fortzusetzen. So viel, Wanderer, weiß ich mittlerweile ganz gewiss: In der Welt von Himmelsrand lohnt es sich, mit den Menschen zu reden! Denn jeder hat irgendeine interessante Geschichte zu erzählen, manch einer hält sogar spannende Aufgaben bereit: geheime Dokumente auftreiben, Personen ausfindig machen, skrupellos Zielpersonen ausschalten – in Himmelsrad gibt’s immer was zu tun. Als Belohnung winken meist wertvolle Ausrüstung und nützliche Goldtaler.
Ein paar Aufträge dieser Art später bin ich endlich auf dem Weg zur Drachenfeste, um Jarl aufzusuchen. Ein ziemlich steiniger Weg sage ich euch, nicht zuletzt weil mich aus dem Nichts immer wieder pechschwarze Wölfe angreifen. Aber kein Problem für einen Mann, in den dessen Adern das Blut der Kaiserlichen Rasse fließt. Denn wie gewiss auch in Cyrodiil bekannt, ist mein Volk gut im Umgang mit Schwert und Magie, allen voran Zerstörungszaubern. Solange ich Magie wirke, kann ich zwar kein Schild tragen und deshalb keine Angriffe blocken, doch dafür weiche ich umso flinker aus. Die zähnefletschenden Wölfe jedenfalls haben keine Chance. Einen flambiere ich mit einem Feuerball, dem nächsten ramme ich mein Schwert in den Kiefer! Das Fell der toten Tiere nehme ich dann in der Regel mit – man weiß schließlich nie wie es noch von Nutzen sein kann. Die erschöpfte Zauberenergie? Regeneriert sich wie Gesundheit und Ausdauer von selbst.

Naja, und während ich weiter gen Drachenfeste spaziere, geht der Ärger von vorne los. Zwei Banditen versperren mir den Weg. Sie fordern 196 Goldstücke Passiergeld. Jeglicher Beschwichtigungsversuch, sie von ihrer Meinung abzubringen, scheitert. Einer von beiden ist besonders schnell sauer und greift sofort zu Pfeil und Bogen. Projektile rasen durch die Luft, die Halunken brüllen – während ich mit vorgehaltenem Schild auf das Gaunerpack zustürme, mein Schwert ziehe und die Klinge durch den Körper des Feindes ziehe. Blut spritzt mir ins Gesicht, ich wische es mir aus den Augen. Akatosh verzeihe mir, dass ich im Anschluss ihre leblosen Körper durchsuche. Aber oft haben Schufte wie diese Gold, Ausrüstung, Heiltränke und weitere Gegenstände bei sich, die mir nützlich sein könnten. Ferner fühle ich mich nach jedem Kampf erfahren und perfektioniere so mein Können. Und wenn ich genug Kampferfahrung gesammelt habe, folgt sogar eine Art Erleuchtung durch die Sterne. Ihr schüttelt den Kopf? Und ich versichere euch: Mein Umgang mit Zerstörungszaubern, Einhandwaffen und 17 weiteren Fähigkeiten verbessert sich nach und nach. Gleiches gilt für meine Ausdauer, Magicka und Gesundheit. Wichtig ist nur, dass ich in Form bleibe und kämpfe. Kürzlich übrigens erst gegen wirklich gefährliche Bestien wie einen Eistroll und ein wild gewordenes Mammut.

Aber ich schweife ab, treuer Weggefährte, und will vielmehr berichten, was geschah, als ich in Weißlauf ankam – ein in der Tat einmaliger Ort, mit sehr freundlichen Bewohnern: Kaum zehn Minuten in der Stadt, bietet mir der Schmied zum Beispiel an, die Kunst zu erlernen, mächtige Rüstungen zu schmieden. Aber auch sonst sind die Menschen dort sehr geschäftstüchtig. Waffenhändler, Zauberläden und die meisten anderen Geschäfte laden während ihrer Öffnungszeit von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends zum ausschweifenden Einkaufsbummel ein. Ja, selbst ein Haus könnte ich dort für die nötigen Taler erstehen. Und wen all das nicht interessiert, der hört sich eben ein bisschen um, um den neuesten Klatsch und Tratsch mitzubekommen. Letzterer ist allerdings belanglos gegenüber dem, was mir Fürst Jarl Balgruf wenig später in der Drachenfeste berichtet. Seinen Aussagen zufolge seien die fliegenden Unheilbringer plötzlich aufgetaucht und greifen nun ganz Himmelsrand an. Einer wütet in unmittelbarer Nähe, so Balgruf. Also mache ich mich zusammen mit einigen Soldaten auf, um die Riesenechse niederzustrecken. Mit Erfolg! Bereits wenige hundert Meter vor der Stadt taucht das Feuer spuckende Biest auf, fliegt erhaben über unsere Köpfe hinweg. Doch der Schrecken der Lüfte macht einen gewaltigen Fehler: Er landet direkt vor unseren Füßen. Sofort attackieren wir. Ein fordernder Kampf – den das fauchende Monstrum nicht überlebt.
Und dann Wanderer, dann geschieht es: Das Schuppenmonster geht in einem gleißenden Licht auf, leuchtende Fäden wandern in meinem Körper. Es scheint fast, als hätte ich die Seele des Drachen in mich aufgenommen. „Dovahkiin“, Drachenblut nennen sie mich seitdem. Wie’s aussieht, gehöre ich nunmehr zu den legendären Drachentötern, die seit Jahrtausenden die Fabelwesen jagen und das Gleichgewicht der Welt bewahren. Dank dieser Ereignisse habe ich ganz offensichtlich eine einst vergessene Fähigkeit wiedererlangt: „Thu’um“, den Schrei des Drachens. Dahinter verbergen sich mächtige Angriffe, die Gegner meterweit wegstoßen oder in Flammen aufgehen lassen. Unfassbar, oder? Doch die Gabe scheint eingerostet, weshalb mir Jarl Balgruf empfohlen hat, die vier Graubärte, hoch auf dem Gipfel von Hoch-Hrathgar aufzusuchen. Was ich mir in dem Moment natürlich nicht zweimal sagen lasse! Um zügig das Ziel zu erreichen, zögere ich nicht lange, erstehe ich in den Ställen von Weißlauf für 1.000 Goldmünzen ein schnelles Pferd und besteige mit seiner Hilfe binnen einer halben Stunde den Berg. Wo mir Arngeir, einer der weisen Graubärte und großer Kenner der Geheimnisse der Drachenblüter schließlich die schreckliche Nachricht beichtet: Alduin, der Weltenfresser, der mächtige Anführer der Drachen ist zurückgekehrt. Nach und nach erweckt er seine gefallenen Gefährten zu neuem Leben. Die Tage der Erde sind gezählt, die Menschheit steht vor ihrem Ende. Es sei denn, ich, der „Dovahkiin“, folge meiner Bestimmung und strecke Alduin, den Herrscher über Luft und Feuer nieder. Wünscht mir Glück, Fremder, ich werde es brauchen...
Ausgabe:Dezember 2011
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
PS3 Test Street Fighter X Tekken PS3M sagt:
|
Grafik _____________
Fantastische Details, tolle Lichteffekte, aber teils Plastik-Look |
8 |
|
Sound _____________
Großartige Eindeutschung, dynamischer Orchester-Soundtrack |
8 |
|
Steuerung __________
Manuell konfigurierbar, schnell erlernt, Verzicht auf Doppelbelegung |
9 |
URTEIL 9.3/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 0 |
| Sound _____________ | 0 |
| Steuerung __________ | 0 |
URTEIL 0.0 /10
Um eine Wertung abzugeben musst Du angemeldet sein.
AUF EINEN BLICK __
Publisher Bethesda
Entwickler Bethesda Game Studios
Preis ab 55 Euro
Genre Rollenspiel
Spieler 1
PSN ja
USK-Freigabe ab 16 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Umfassendes und packendes Abentuer, das selbst beim größten Rollenspiel-Muffel die Erkundungslust weckt.

