TEST
Tiger Woods PGA Tour 11
Gleiches Handicap, trotzdem eingelocht.
Nein, der neueste Ableger aus der »Tiger Woods«-Reihe ist kein Prügelspiel mit Tiger Woods und seiner Frau Elin Nordegren in den Hauptrollen, wie eine der neuen »Southpark«-Folgen vielleicht vermuten lässt. Der geläuterte Beherrscher der Boulevard-Schlagzeilen kehrt in dieser klassischen Golf-Simulation zu seinem alten, makellosen Image zurück. Nahezu die komplette Spielmechanik zeigt sich erweitert.
Etwa die Steuerung, bei der der Abschlag durch Ziehen und Schnalzenlassen des linken Sticks umgesetzt wird. Der »Power Boost« verpasst dem Schwung zusätzlichen Power; das erhoffte Ziel auf dem Fairway lässt sich über die neue »Accuracy«-Funktion spürbar besser definieren als ehedem. Einmal auf dem Green angekommen, weist eine überarbeitete Putt-Vorschau die Ideallinie zum Loch. Bezahlt wird all das Unter-die-Arme-greifen mit so genanntem »Focus« - quasi die Währung des Spiels. Diese Leiste lädt sich mit der Zeit automatisch auf, aber das dauert. Wo man welche Funktion einsetzt, will demnach klug abgewogen sein. Hat was.
Etwa die Steuerung, bei der der Abschlag durch Ziehen und Schnalzenlassen des linken Sticks umgesetzt wird. Der »Power Boost« verpasst dem Schwung zusätzlichen Power; das erhoffte Ziel auf dem Fairway lässt sich über die neue »Accuracy«-Funktion spürbar besser definieren als ehedem. Einmal auf dem Green angekommen, weist eine überarbeitete Putt-Vorschau die Ideallinie zum Loch. Bezahlt wird all das Unter-die-Arme-greifen mit so genanntem »Focus« - quasi die Währung des Spiels. Diese Leiste lädt sich mit der Zeit automatisch auf, aber das dauert. Wo man welche Funktion einsetzt, will demnach klug abgewogen sein. Hat was.

Knackiges Potenzial
Kenner des Vorgängerspiels werden ihre Fingerfertigkeiten neu trainieren dürfen. Denn hat man zum Schwung ausgeholt, muss der Abschlag sofort erfolgen, sonst schwindet die Kraft. Schöne Herausforderung, die aber viel Konzentrationsvermögen verlangt. Der »Power Boost« lässt sich beispielsweise während des Abschlags nur analog zur zackigen Bewegung mit dem Analogstick justieren - per Einhämmern auf die Kreuz-Taste. Sorry, das mag ja realitätsnah sein, aber unterhaltsam ist sowas trotz Spielhilfen und achtstufigem Lehrgang wirklich nur für Frustresistente und/oder Menschen, die sich beinhart reinarbeiten.
Die werden sicherlich zu schätzen wissen, dass diesmal der legendäre »Ryder Cup« enthalten ist. Online messen sich da maximal zwölf Mitspieler mit den aktuellen KI-Golfchampions. Ähnlich magnetische Wirkung haben die »Skills«-Wettbewerbe, bei denen man sich Eins-gegen-Eins mit der KI-Weltelite duelliert. Konzentration lohnt, da in jedem Wettkampf – sogar mit jedem geglückten Schlag – Erfahrungspunkte freigeschaltet werden. Der eigene Golfer lässt sich damit in Sachen Kraft, Präzision und neun weiteren Kategorien verbessern.

Freakschau unter Spießern
Aus technischer Sicht gibt sich das neue »PGA« makellos: Das Wetter wird auch weiterhin via Internet in Echtzeit von den Daten der Original-Plätze angepasst, ebenso die Statistiken der Golf-Profis. Die Grafik wirkt dagegen etwas glatt gebügelt und leblos. Kritik verdient auch die fehlende Eindeutschung, denn nur das Handbuch ist übersetzt, der Rest bleibt englisch. Für Lacher dürfte der Charakter-Editor sorgen, mit dem man dem Alter Ego auf Wunsch sein eigenes Foto aufs Polygongesicht pappen kann.
Dies funktioniert mit der Playstation-Eye-Kamera genauso gut wie per manuellen Bilder-Hochladen auf die Webseite von EA Sports. Tipp am Rande: Die richtig schrägen Gestalten entstehen erst, wenn man den Editor via Extrem-Zufallsgenerator selbst werkeln lässt. Weniger witzig: Sämtliche Onlinefunktionen sind nur für Erstkäufer gratis, Leih- und Gebrauchtnutzer werden mit 10 Euro Freischaltgebühr extra zur Kasse gebeten, mehr dazu im Editorial der Ausgabe 07/10. Kurzum: Auch beim virtuellen Golf ist Tiger Woods Weste nicht mehr die weißeste, allerdings hat er dank mangelnder Konkurrenz bisweilen nicht um den Spitzenplatz zu fürchten.
Ausgabe:07/10
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
PS3 Test Street Fighter X Tekken PS3M sagt:
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Grafik _____________
Glatt wie ein Aal, verzichtet auf viele Details |
7 |
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Sound _____________
Erstklassige Effekte, Musik eher mau |
7 |
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Steuerung __________
Fordert endlos viel Konzentration |
7 |
URTEIL 8.1/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 6 |
| Sound _____________ | 7 |
| Steuerung __________ | 6 |
URTEIL 6.3 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Electronic Arts
Entwickler EA Tiburon
Preis ab 60 Euro
Genre Golf-Simulation
Spieler 1 - 24
PSN Ja
USK-Freigabe ab 0 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Gefühlsechter Rasensport mit schmucker Ausstattung und satten Online-Funktionen

