TEST
Tony Hawk: Shred
Shred oder Schreck?
Räum die Dosen weg, schieb die Couch zur Seite und schick den Hund in den Garten: Jetzt verwandelt sich dein Wohnzimmer erneut in einen Skatepark. Wie schon das Vorgängerspiel »Tony Hawk: Ride« schickt auch »Shred« das Playstation-Pad auf die Ersatzbank. Stattdessen muss wieder ein mit Sensoren bestücktes Plastikbrett zum Draufstellen als Controller herhalten. Mit Sean Malto, Geoff Rowley, Tony Hawk und weiteren Skater-Legenden aus der Third-Person-Sicht Flips, Grabs und andere Tricks abziehen: das fühlt sich damit fast so authentisch an wie auf einem echten Deck. Doch zunächst ist Üben angesagt. Dank der im Vergleich zu »Ride« spürbar verbesserten Bewegungserkennung und den lehrreichen Erklärungen finden jedoch auch Einsteiger schnell ins Spiel.

Grind zu den Sternen
Zugegeben, eine mitreißende und dramaturgisch packende Geschichte rollt hier in den Hintergrund. Vielmehr geht’s darum, bei den Trick- und Geschwindigkeits-Herausforderungen neue Highscores aufzustellen und dadurch Sterne einzusacken. Die tauscht man dann gegen neue Charaktere, Outfits und weitere hübsch aufgemachte Strecken, darunter ein Kaufhaus- und ein Freizeitpark-Areal. Auf Balkons grinden, über Dächer springen oder durch Schaufenster splittern: »Shred« steht für unterhaltsames Fun-Skating, das die Grenzen der Physik gerne mal links liegen lässt. Sehr bodenständig dagegen die Ausführung von Flips und Grabs: So nötigen Nachwuchs-Skater ihr Alter Ego beispielsweise zu einem Kickflick, indem sie Nose oder Tail ihres Plastikdecks in die Höhe reißen und kurz nach links oder rechts schwenken. Kniffliger und vor allem schweißtreibender sind Grabs; sie zwingen einen dazu, sich runterzubeugen und den seitlich angebrachten Sensor am Board abzudecken. Dafür hagelt es mehr Punkte, was wiederum zum Üben anregt. Wer seine Tricks nochmal spektakulärer und punktebringender ausführen will, der aktiviert den Signatur-Modus durch Abdecken des Sensors an der Tail und vollführt so wahnwitzige Kombo-Tricks für den totalen Punkte-Overflow – und räumt damit so gut wie sicher die vollen vier Sterne pro Kurs ab. Das alles funktioniert übrigens auch im neuen Snowboard-Modus. Bis auf die Texturen ändert sich hier am restlichen Gameplay überraschend wenig. Macht aber wegen der im »Tony Hawk«-Universum unverbrauchten Schnee-Kulisse trotzdem Laune.

Grind Bastard
Unterm Strich hat sich also seit »Ride« nur wenig geändert. Entwickler Robomodo hat sich vielmehr aufs Feintuning konzentriert: Die Bewegungserkennung arbeitet präziser, die Grafik im Comik-Look läuft flüssiger und rollt deutlich detailverliebter daher. Der Punk- und Rock-lastige Soundtrack mit Nenas »99 Luftballons« und Obits »Widow of my Dreams« fügt sich angenehm ein. Schade nur, dass eine alles zusammenkittende Story fehlt und das gesamte Gameplay daher sehr gradlinig verläuft. Übrigens: Das neue »Shred«-Board unterscheidet sich vom alten nur optisch, der Kauf der neuen Hardware lohnt sich nur für Serien-Neueinsteiger.
Ausgabe:
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
PS3 Test Street Fighter X Tekken PS3M sagt:
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Grafik _____________
Hübsche, aber texturarme Comicgrafik |
7 |
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Sound _____________
Fetziger Soundtrack, englische Originalstimmen |
8 |
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Steuerung __________
Sich reinfuchsen dauert, dann motiviert’s umso mehr |
8 |
URTEIL 8.0/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 1 |
| Sound _____________ | 1 |
| Steuerung __________ | 1 |
URTEIL 0.5 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Activision
Entwickler Robomodo
Preis ab 60 Euro (mit Board: 100 Euro)
Genre Skateboard-Spiel
Spieler 1-8
PSN ja
USK-Freigabe ab 0 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Auf einem Plastikbrett stehen und Tricks ausführen, die sich ins Spiel übertragen.

