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Guter Beitrag? 

 

 TEST 

 

Tron: Evolution

Willkommen auf dem Spielraster!

Als Kernfigur der Original-Story sowie der aktuellen Kino-Fortsetzung »Tron: Legacy«, darf er auch im dazugehörigen Spiel nicht fehlen: Kevin Flynn, Leiter und Eigentümer der Computerfirma Encom, hat mit seinen Programmierkünsten eine eigene Welt innerhalb seiner Server-Farm geschaffen. Denn hinter den Kulissen aus Relais, Leiterplatinen und Silizium-Chips leben Flynns Programme – in Film wie Spiel dargestellt als Menschen mit eigenem Willen. Zeitlich gesehen ist die Handlung von »Tron: Evolution« zwischen den beiden Kinofilmen angesiedelt. Das Intro zeigt wie Kevin Flynn ein neues Sicherheitsprogramm, das bist du, ins System integriert. Bösartige Programme könnten in naher Zukunft die Systemstabilität gefährden – etwas, das es um jeden Preis zu verhindern gilt.


Das erste der sieben Kapitel erklärt zunächst wie man sich in Third-Person-Ansicht umherbewegt und die frei drehbare Kamera justiert. Mit den beiden wichtigsten Tasten, R2 für Sprints und die Kreuz-Taste für Sprünge, hüpft und klettert das Systemwächter-Programm erstaunlich flüssig und ansehnlich animiert durch die minimalistisch gehaltenen, aber dennoch fein texturierten Areale des Mainframes. Fast Ninja-artig nutzt das Programm Wandlauf-Kombinationen und andere automatisierte Bewegungsabläufe, um an höher gelegene oder weit entfernte Plattformen zu gelangen – »Prince of Persia« lässt grüßen. Fällt der Spieler zu tief oder springt in den leeren Raum, wird er desintegriert, sprich gelöscht, und startet am letzten der überaus fair verteilten Checkpoints neu durch. Fast die Hälfte des Spiels über erkundet man auf diese Art zahlreiche sehr abwechslungsreiche, da allesamt anders gestaltete, Bereiche innerhalb des »Tron«-Universums.



Schon nach kurzer Spielzeit verbreiten sich die bösartigen Programme mithilfe eines Virus namens Abraxas übers gesamte System. Nahezu jeder größere Raum dient nun als Arena, um sich der Plage – ganz nach dem Vorbild der Gladiator-Kämpfe des Originalfilms – zu stellen. Gekämpft wird dann ausschließlich mit dem Datendiskus, den das Programm ständig bei sich trägt. Viereck-, Dreieck- und Kreis-Taste entfachen Nahkampfangriffe, Würfe über begrenzte Distanzen sowie Diskus-spezifische Spezialattacken. Im Lauf der Geschichte erlangt man vier Diskus-Modifikationen, darunter eine explodierende und eine paralysierende Variante, zwischen denen via Steuerkreuz jederzeit gewechselt werden kann. Das Kampfsystem bietet so gesehen 27 unterschiedliche Attacken. Den eigenen Kampfstil dem jeweiligen Gegnertypus anzupassen, ist also kein Problem. Feindliche Software greift übrigens ebenfalls ausschließlich mit verschiedenen Typen der glühenden Wurfscheiben an. Doch keine Bange, mittels L2-Schultertaste lassen sich die meisten dieser Angriffe abwehren, oder – in Verbindung mit der Viereck-Taste und dem richtigen Timing – auch kontern. Hat’s das emsige Sicherheitsprogramm dann doch mal erwischt, kommen die überall an den Wänden verteilten Energiestreifen ins Spiel. Einfach drüber laufen und schon beginnt die Heilung.



Je weiter man sich ins Innere des rebellierenden Großrechners vorkämpft, umso komplexer wird das Gegneraufgebot. Lichtschranken und Schalterrätsel steigern die Herausforderung zusätzlich. Die Story wiederum treiben in jedem Kapitel Renderszenen in Spielgrafik voran. Und, besonders cool: Ab und an darf man sich sogar hinter das Steuer eines Fahrzeugs klemmen. Beim Lichtrad-Fahren heißt’s so schnell wie möglich von A nach B düsen. Gas geben, Bremsen und das etwas gewöhungsbedürftige »Einlenken« der Bikes sind die einzigen Mittel, um dem oft kaum vorhersehbaren Streckenverlauf zu folgen. Kollisionen? Enden fast immer tödlich, steigern aber auch den Nervenkitzel ungemein. Schade nur, dass sich diese schweißtreibenden, an den Nintendo-64-Racer »Extreme-G« erinnernden Passagen an einer Hand abzählen lassen. Noch seltener sind Kämpfe im Lichtpanzer – was wiederum niemanden traurig stimmt, denn im Gegensatz zum Rest des Spiels wirkt die Steuerung hier doch arg unausgereift.



Als Ganzes betrachtet ist »Tron Evolution« trotzdem ein mehr als reizvolles Lizenzspiel. In erster Linie, weil in den sieben Stunden der Kampagne Abwechslung ganz groß geschrieben wird. Aber auch weil Design und Grafik immer wieder verblüffen: Überall schillert, funkelt und glüht etwas in herrlich schrillen Neon-Farben. Dazu gibt’s fantastische Reflexionen, rasante Zwischensequenzen und einen toll animierten Helden, den man binnen Minuten ins Herz schließt. Fans kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten, erfreuen sich an der gut präsentierten Story sowie darüber, dass Tron, Clu, Quorra und andere Filmcharaktere Gastauftritte feiern. Schön zudem, dass alle original Synchronsprecher mit an Bord sind und auf Wunsch zwischen deutscher und englischer Tonspur gewechselt werden darf. Der geniale Soundtrack des Techno Duos Daft Punk passt perfekt zur bewusst auf steril getrimmten Sci-Fi-Atmosphäre und rundet das Abenteuer zusammen mit Mehrspieler-Modi gelungen ab. Kurzum: Wer »Tron« verehrt, sollte diesem Spiel eine Chance geben.
Ausgabe:02/11
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KOMMENTARE:

MrPoop_A_lot
Geht in Ordnung... Multiplayer und Kampagne sind nett, aber nicht mehr... YSDFWTIFSGVIGADQODGOSY !!!!!!!!! lolololol!!!!... Ich entschuldige mich fuer meinen Aussetzer.
(18.03.12 21:00 Uhr)
PS3M sagt:
Grafik _____________

Voll leuchtender Effekte und fein ausgearbeiteter Texturen

8
Sound _____________

Saubere deutsche Synchro, prägnante Effekte und 1A-Soundtrack

8
Steuerung __________

Eingängig, aber etwas unpräzise

7

URTEIL 8.0/10

 

Leserwertung:
Grafik _____________ 7
Sound _____________ 7
Steuerung __________ 8

URTEIL 7.3 /10

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AUF EINEN BLICK __

EAN:

Publisher Disney Interactive

Entwickler Propaganda Games

Preis ab 55 Euro

Genre Actionabenteuer

Spieler 1-10

PSN ja

USK-Freigabe ab 12 Jahren

 

KURZ UND KNAPP __

Das Spiel zum Film: Kampagne mit eigener Story, dazu ein solider Mehrspieler-Komplex.

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