TEST
Vancouver 2010
Eis, Schweiß und 14 Disziplinen
Am 12. Februar starten die Olympischen Winterspiele in Vancouver. Für das passende Sportspiel nimmt Sega das Motto »With Glowing Hearts« – mit glühenden Herzen – wörtlich und setzt voll auf Schnelligkeit, Adrenalinrausch und Timing. Tatsächlich lassen einige Sportarten die Flamme im Herzen lodern, aber nicht alle. Wenn man beispielsweise beim Snowboard-Riesenslalom nur mit den Schultertasten beschleunigen und bremsen kann, dann ist das zu wenig – da wäre es doch deutlich anspruchsvoller und motivierender, wenn man durch Verlagerung des Körpergewichts mehr Einfluss auf den Schwung nehmen könnte. Bobfahren und Skeleton spielen sich schnell, haben aber etwas Unkontrollierbares an sich: Lenken, dann Körpergewicht verlagern, um nicht aus der Bahn fliegen – das wird auch unzureichend im Trainingsmodus erklärt. Frustrierend.
Gib dir die Helmkamera
Beim Skispringen reicht es dagegen für Gold: Das richtige Timing der Windverhältnisse ist wichtig, dann am Schanzentisch die optimale Geschwindigkeit ausloten, in der Luft die Haltung via Schultertasten korrigieren und schließlich im Telemark per Kreuz-Knopf und Schultertasten landen. Fühlt sich großartig an, braucht aber ein bisschen Übung. Passt. Schade nur, dass es keine Karriere gibt, beispielsweise den Aufstieg vom Landesverband bis hoch in den Olymp von Vancouver. Stattdessen wird klassisch eine Sportart nach der anderen abgefrühstückt: Ski Alpin, Eisschnelllauf, Skispringen, Freestyle-Skiing, Snowboard, Eiskunstlauf und Bobsport. Plus Varianten, zum Beispiel Riesenslalom und Super-G, addiert sich das auf insgesamt 14 Disziplinen. Und trotzdem kommt oft Freude auf. Richtig Adrenalin pumpt‘s einem beispielsweise ins Blut, sobald sich die Helmkamera per Kreis-Taste einschaltet. Die Abfahrt fühlt sich schon aus der Third-Person-Perspektive richtig schnell an, aber per Helmkamera – Wow! Wie Bäume und Gletscher mit 130 Sachen an dir vorbeifliegen, du über das schön plastisch strukturierte Eis schlitterst, dich die Alternative-Musik vorwärts peitscht, einfach klasse.

Keine Sportler-Lizenzen
Da begeistert auch die Steuerung, wenn man per R2-Schultertaste in die Hocke geht und dadurch das Tempo einfühlsam beeinflusst. Hier mit einer Zeit von 1:12:24 die Goldmedaille abräumen, dafür braucht es etliche Versuche. Aber das ist gut so, das motiviert. Die Präsentation? Top. Das Ganze läuft sehr flüssig, die Technik begeistert, die Animationen kommen realitätsnah rüber. Die Medaillenübergabe schürt dann nochmal Freude, das restliche Drumherum wirkt aber einfalls- und lieblos. Eine Eröffnungszeremonie fehlt, Persönlichkeit auch. Die Athleten bleiben anonym, tragen nicht mal Fantasienamen. Jubeln mit Marie Riesch, das bleibt mangels Lizenz ein Traum. Daumen hoch hingegen für den Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler an einer Konsole und die Online-Wettkämpfe. Die unterhalten zumindest deutlich besser, als der etwas maue Einzelspieler-Modus. Abseits vom Olympia-Einerlei finden sich noch einige spaßige Minispiele, wie »Zerstöre den Schneemann« oder »Speed ist alles«. Die lockern abseits der Gold-Hatz schön auf. Und der Eindruck vom Gesamtbild? »Vancouver 2010« sieht attraktiv aus, spielt sich aber nur zeitweise richtig gut und bleibt in jedem Fall viel zu oberflächlich.
Beim Skispringen reicht es dagegen für Gold: Das richtige Timing der Windverhältnisse ist wichtig, dann am Schanzentisch die optimale Geschwindigkeit ausloten, in der Luft die Haltung via Schultertasten korrigieren und schließlich im Telemark per Kreuz-Knopf und Schultertasten landen. Fühlt sich großartig an, braucht aber ein bisschen Übung. Passt. Schade nur, dass es keine Karriere gibt, beispielsweise den Aufstieg vom Landesverband bis hoch in den Olymp von Vancouver. Stattdessen wird klassisch eine Sportart nach der anderen abgefrühstückt: Ski Alpin, Eisschnelllauf, Skispringen, Freestyle-Skiing, Snowboard, Eiskunstlauf und Bobsport. Plus Varianten, zum Beispiel Riesenslalom und Super-G, addiert sich das auf insgesamt 14 Disziplinen. Und trotzdem kommt oft Freude auf. Richtig Adrenalin pumpt‘s einem beispielsweise ins Blut, sobald sich die Helmkamera per Kreis-Taste einschaltet. Die Abfahrt fühlt sich schon aus der Third-Person-Perspektive richtig schnell an, aber per Helmkamera – Wow! Wie Bäume und Gletscher mit 130 Sachen an dir vorbeifliegen, du über das schön plastisch strukturierte Eis schlitterst, dich die Alternative-Musik vorwärts peitscht, einfach klasse.

Keine Sportler-Lizenzen
Da begeistert auch die Steuerung, wenn man per R2-Schultertaste in die Hocke geht und dadurch das Tempo einfühlsam beeinflusst. Hier mit einer Zeit von 1:12:24 die Goldmedaille abräumen, dafür braucht es etliche Versuche. Aber das ist gut so, das motiviert. Die Präsentation? Top. Das Ganze läuft sehr flüssig, die Technik begeistert, die Animationen kommen realitätsnah rüber. Die Medaillenübergabe schürt dann nochmal Freude, das restliche Drumherum wirkt aber einfalls- und lieblos. Eine Eröffnungszeremonie fehlt, Persönlichkeit auch. Die Athleten bleiben anonym, tragen nicht mal Fantasienamen. Jubeln mit Marie Riesch, das bleibt mangels Lizenz ein Traum. Daumen hoch hingegen für den Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler an einer Konsole und die Online-Wettkämpfe. Die unterhalten zumindest deutlich besser, als der etwas maue Einzelspieler-Modus. Abseits vom Olympia-Einerlei finden sich noch einige spaßige Minispiele, wie »Zerstöre den Schneemann« oder »Speed ist alles«. Die lockern abseits der Gold-Hatz schön auf. Und der Eindruck vom Gesamtbild? »Vancouver 2010« sieht attraktiv aus, spielt sich aber nur zeitweise richtig gut und bleibt in jedem Fall viel zu oberflächlich.
Ausgabe:02/10
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
Ps3 Test Mafia 2
PS3 Test Kane & Lynch 2 PS3M sagt:
|
Grafik _____________
Detaillierte Kulissen, prima Animation, aber wenig Drumherum |
7 |
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Sound _____________
Cooler Soundtrack mit einem Mix aus Alternative, Rock und Pop |
7 |
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Steuerung __________
Mal anspruchsvoll und fordernd, beim Bob und Snowboard hakelig |
6 |
URTEIL 6.3/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 8 |
| Sound _____________ | 7 |
| Steuerung __________ | 7 |
URTEIL 6.0 /10
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