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Guter Beitrag? 

 

 TEST 

 

Wanted - Weapons of Fate

Die Kunst, eine Kugel um die Kurve zu schießen.

Sahen wir in der Verfilmung des Comics »Wanted« noch, wie aus dem Ex-Jammerlappen Wesley Gibson ein Kampfakrobat wird, erleben wir ihn im Third-Person-Shooter als gnadenlosen Böse-Buben-Killer. Die Handlung schließt an das Film-Finale an, ist aber kaum der Rede wert: Nach seinem blutigen Rachefeldzug gegen die Auftragskiller-Gilde der Weber hat Wesley dutzende Feinde auf der ganzen Welt, die ihn an die Lederjacke wollen. Außerdem will er den Verbleib seiner Mutter klären.

Im Spiel wird nach und nach Gibsons Werdegang erzählt. Doch das hauptsächlich per Bildschirmtext − nicht gerade atemberaubend. Im eigentlichen Game sitzt die Kamera dem Killer stets über der Schulter; folgt ihn unter anderem durch baufällige Häuser in Chicago, hinein in Lager- und Passagierdecks eines Flugzeug-Dickschiffs oder auch in eine verschneite Berglandschaft. Doch egal wo, stets dominieren Grau- und Brauntöne, überschwemmt durch Unschärfeeffekte. Das ist auf Dauer zwar eintönig, passt aber zum finsteren Szenario und fügt sich mit den recht geschmeidigen Animationen zu einem sehenswerten Ganzen zusammen. Trotzdem könnten die Umgebungen mehr Details und Texturen vertragen.
Das Spieltempo ist eher verhalten. In-Deckung-Gehen ist in dieser Dauerschießerei Pflicht. Sich von einem Schutz zum nächsten hechten, sichert auf Dauer das Überleben und bildet einen wesentlichen Teil der Spielmechanik. Außerdem: Durch schnelle Deckungswechsel kann und soll man den Gegner umgehen, Treffer vermeiden und stattdessen tödliche Nahkampfattacken einleiten. Letztere sind durchaus blutig und tatsächlich oft das Tötungsmittel der Wahl: Mit aller Gewalt rammt Gibson maskierten Gegnern das Messer in die Brust oder bricht ihnen das Genick. Wer das vernachlässigt, stirbt häufig. Daran ändert auch die Möglichkeit nichts, jederzeit den Schwierigkeitsgrad heben oder senken zu können. Nebenbei kann Gibson Projektile, wie im Film gesehen, per Extremdrall in eine Kurvenbahn zwingen. Hält man die linke Schultertaste gedrückt, deutet ein blauer Lichtbogen die Flugkurve an. Glück und Geschick vorausgesetzt, stehen der Kugel sogar mehrere Gegner im Weg – was sich durchaus flüssig anfühlt und befriedigt. Leider ist diese Spezialfähigkeit eher mau in Szene gesetzt und wirkt weit uncooler als im Leinwandvorbild.
Ladepausen, Checkpoints und Schwierigkeitsgrad? Das ist alles handwerklich solide gemacht. Nur, es fehlt an Abwechslung. Leveldesign und Gegnertaktiken sind monoton, die Ereignisse vorhersagbar: Gibson betritt einen Raum, dutzende Gegner schießen drauflos. Also in Deckung hechten und den Jungs nach und nach per Standardballerei und Kurvenprojektil die Lebenslichter ausblasen. Oder aber man nähert sich ihnen still und leise, dreht ihnen via B-Taste den Hals um. Dazwischen hin und wieder ein kurzer Adrenalinschub, weil ein rotes Symbol daran erinnert, dass im Umkreis von ein paar Metern gleich eine Granate zündet. Übrig bleibt Action wie ein Streichholz: Zündet heiß und brennt lichterloh, aber eben nur kurz – und eigentlich mag man sich daran nicht die Finger verbrennen.
Jan Heinrich/mf/rl
Ausgabe:
weiter PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
weiter PS3 Test Resident Evil: Operation Raccoon City
weiter PS3 Test Street Fighter X Tekken
PS3M sagt:
Grafik _____________

Nette Kulissen und Charaktere, aber abwechslungsarm

6
Sound _____________

Gute Musik und Effekte

7
Steuerung __________

Handlich, griffig, aber anspruchslos

7

URTEIL 5.8/10

 

Leserwertung:
Grafik _____________ 4
Sound _____________ 5
Steuerung __________ 5

URTEIL 4.4 /10

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AUF EINEN BLICK __

EAN:

Publisher WB Games

Entwickler grin

Preis ab 50 Euro

Genre Action

Spieler 1

PSN Nein

USK-Freigabe ab 18 Jahren

 

KURZ UND KNAPP __

Immer gleich wirkende Schießereien mit kurvigen Projektilen.

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