TEST
WET
Sie ist wie Dante aus »Devil May Cry«, aber schmutzig, lasziv und mit Blut besudelt: Das ist Rubi Malone, Bethesdas ebenso kurvenreiche wie akrobatische Antwort auf Tarantino und seine Movies im Stile von »Kill Bill«.
Rubi Malone könnte der Traum der Männerwelt sein: Schwarze Haare, athletische Figur, verführerische Augen, in denen man versinken möchte. Doch ihre Seele ist die einer Schwarzen Witwe: knallhart, kaltherzig und skrupellos. Eine Femme Fatale wie sie im Buche steht. Sie trägt eine hautenge Lederjacke, schwarze Springerstiefel und japanische Yakuza-Tätowierungen an den Unterarmen. Die Dogtags um ihren Hals – Erinnerungen an die Morde, die sie bereits begangen hat? In jedem Fall macht sich Rubi Malone regelmäßig die Hände schmutzig. Und zwar mit dem Blut all jener, die ihr entgegen treten. Sie ist Auftragskillerin und Spezialistin für »Wet Work« - eine alte KGB-Bezeichnung für einen Auftragsmord. Zusammen mit ihre drei treuesten Begleiter geht sie wahrhaftig über Leichen: Zwei Magnum-Knarren und ein japanisches Katana-Schwert, das jenem von Beatrix Kiddo aus dem Tarantino-Streifen »Kill Bill« verblüffend ähnelt.
Tarantino in Bestform
Ohnehin sind Parallelen zum wilden Racheepos des US-Kult-Regisseur unübersehbar. Die Story ist ähnlich trashing und hält sich bescheiden im Hintergrund: Einige Kamerafahrten und Dialogszenen zwischen den rassigen Actionszenen erzählen davon, wie Rubi an den falschen Auftraggeber gerät, wie der sie um ihr Geld betrügt und sie anschließend dem fast sicheren Tod überlässt. Doch Rubi überlebt - und schnetzelt sich fortan, getrieben von Rachegelüsten, durch eine Armee von Handlangern und Bossgegnern. Zu ihren Opfern zählen leicht bewaffnete Frackträger eines Drogensyndikats, fiese Glatzköpfe mit Schrotflinten und, quasi als Zwischengegner, richtig harte Jungs, die Rubi mit fetten MGs zu Leibe rücken. Spätestens aber, wenn Rubi deren bestes Stück mit ihrem Katana aufspießt, ist Schluss mit Ballern. Die Frau kennt wenig Mitleid!
Ohnehin sind Parallelen zum wilden Racheepos des US-Kult-Regisseur unübersehbar. Die Story ist ähnlich trashing und hält sich bescheiden im Hintergrund: Einige Kamerafahrten und Dialogszenen zwischen den rassigen Actionszenen erzählen davon, wie Rubi an den falschen Auftraggeber gerät, wie der sie um ihr Geld betrügt und sie anschließend dem fast sicheren Tod überlässt. Doch Rubi überlebt - und schnetzelt sich fortan, getrieben von Rachegelüsten, durch eine Armee von Handlangern und Bossgegnern. Zu ihren Opfern zählen leicht bewaffnete Frackträger eines Drogensyndikats, fiese Glatzköpfe mit Schrotflinten und, quasi als Zwischengegner, richtig harte Jungs, die Rubi mit fetten MGs zu Leibe rücken. Spätestens aber, wenn Rubi deren bestes Stück mit ihrem Katana aufspießt, ist Schluss mit Ballern. Die Frau kennt wenig Mitleid!
Rubi sieht rot
Die rund zehn Stunden umfassende Kampagne geizt aber leider mit solchen Höhepunkten. Nur dann und wann brechen Geschicklichkeitstests das Gameplay auf. Beispielsweise erfindet sich die artistische Schönheit bei einer rasanten Auto-Verfolgungsjagd neu. Auf einer prall gefüllten Autobahn hüpft Rubi von Autodach zur Kühlerhaube, tänzelt weiter zur LKW-Ladefläche - sofern man die eingeblendeten Tasten auf dem Controller reaktionsschnell antippt. Quicktime-Events eben, aber ohne hektisches Knöpfchen-Gehaue, sondern vielmehr gut kontrollierbar. Solche Szenen fügen sich gut ein, lockern auf, steigern die Spannung. Aber lohnt deshalb zweimaliges Durchspielen? Zumindest für Highscore-Jäger, da sich im Anschluss an das Finale ein neuer Spielmodus öffnet: jedes Kapitel lädt dann zum schnellen Speedrun ein. Nach Abschluss trennen Stoppuhr, Killrate-Statistik und Artistik-Beurteilung die Spreu vom Weizen. Der Spielfluss hier, genau wie im Karrieremodus, bleibt bei stabilen 60 Bildern pro Sekunde immer auf hohem Niveau. Auch Fairness ist kein Thema: wer schnell reagiert und gekonnt attackiert, bleibt am Leben. Punkt. Schade nur, dass einen die Ladepausen nach einem eventuell doch mal anstehenden Heldentod und zwingend vor jedem Kapitelwechsel aus dem Rausch reißen. Da jedes Kapitel zwischen sieben bis zwanzig Minuten umfasst und mit Checkpoints durchsetzt ist, hält sich der Ärger darüber freilich in Grenzen.
Die rund zehn Stunden umfassende Kampagne geizt aber leider mit solchen Höhepunkten. Nur dann und wann brechen Geschicklichkeitstests das Gameplay auf. Beispielsweise erfindet sich die artistische Schönheit bei einer rasanten Auto-Verfolgungsjagd neu. Auf einer prall gefüllten Autobahn hüpft Rubi von Autodach zur Kühlerhaube, tänzelt weiter zur LKW-Ladefläche - sofern man die eingeblendeten Tasten auf dem Controller reaktionsschnell antippt. Quicktime-Events eben, aber ohne hektisches Knöpfchen-Gehaue, sondern vielmehr gut kontrollierbar. Solche Szenen fügen sich gut ein, lockern auf, steigern die Spannung. Aber lohnt deshalb zweimaliges Durchspielen? Zumindest für Highscore-Jäger, da sich im Anschluss an das Finale ein neuer Spielmodus öffnet: jedes Kapitel lädt dann zum schnellen Speedrun ein. Nach Abschluss trennen Stoppuhr, Killrate-Statistik und Artistik-Beurteilung die Spreu vom Weizen. Der Spielfluss hier, genau wie im Karrieremodus, bleibt bei stabilen 60 Bildern pro Sekunde immer auf hohem Niveau. Auch Fairness ist kein Thema: wer schnell reagiert und gekonnt attackiert, bleibt am Leben. Punkt. Schade nur, dass einen die Ladepausen nach einem eventuell doch mal anstehenden Heldentod und zwingend vor jedem Kapitelwechsel aus dem Rausch reißen. Da jedes Kapitel zwischen sieben bis zwanzig Minuten umfasst und mit Checkpoints durchsetzt ist, hält sich der Ärger darüber freilich in Grenzen.
Es bleibt also vor allem festzuhalten, dass sich hier eine wunderschöne Heldin, spektakuläre Inszenierung und reihenweise Grafik-Höhepunkte aufs Attraktivste ineinander fügen. Das Gameplay erlaubt unendliche viele Herangehensweisen, und die Bilder prügeln das Auge mit krassen Effekten und heißem Stil. Was Rubi hier für ein Feuerwerk aus Klingenkampf und Schiesseisen-Marathon abbrennt, das hat etwas sehr Fesselndes an sich. Und wird von der momentan wohl erotischsten Heldin des Genres formvollendet getragen. Ein Sonderlob für Rubi: obwohl es oft heiß hergeht, trägt sie stets volle Kampfmontur, übrigens ein sehr detailliert ausgearbeitetes Textil. Und so präsentiert sich »Wet« demnach nicht als Luftpumpe mit vulgärer Sexbombe auf dem Cover, sondern gibt sich stilsicher und kunstvoll und krönt die Action mit einem leichten und doch genussvollen Schuss prickelnder Erotik.
Ausgabe:09/2009
PS3 Test Call of Duty Modern Warfare 2
PS3 Test King of Fighters
PS3 Test Lego Harry Potter Die Jahre 5-7 PS3M sagt:
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Grafik _____________
Flüssig, schnell, effektreich, manchmal etwas detailarm |
8 |
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Sound _____________
Säuseliges 70er-Gedudel, fügt sich aber gut ins Gesamtbild |
8 |
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Steuerung __________
Beeindruckend handlich, sehr flüssig, top |
9 |
URTEIL 8.5/10
Leserwertung:
| Grafik _____________ | 7 |
| Sound _____________ | 8 |
| Steuerung __________ | 8 |
URTEIL 7.5 /10
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AUF EINEN BLICK __
Publisher Bethesda
Entwickler
Preis ab 60 Euro
Genre Third-Person-Shooter
Spieler 1
PSN Nein
USK-Freigabe ab 18 Jahren
KURZ UND KNAPP __
Rasanter, artistischer und actionreicher Third-Person-Shooter im Tarantino-Stil mit einer gehörigen Portion Sexappeal.

